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Facebook, die USA und die Doppelmoral

Facebook ist eigentlich unbenutzbar. Denn mit seiner Doppelmoral gefährdet das soziale Netzwerk das friedliche Miteinander. Aber die USA sind auch so. Auch Uncle Sam glänzt mit einer Doppelmoral, dass dem Beobachter schwindelig wird. Darüber müssen wir reden.

Facebook ist schon eine tolle Show. Das soziale Netzwerk tut so, als ob irgendwelche ominösen Gemeinschaftsstandards eingehalten werden müssen. Aber viel tut die Zuckerberg-Crew nicht, um Standards der zivilisierten Welt anzubieten und selbst einzuhalten. Hauptsache, der Nutzer treibt sich lang genug bei Facebook herum. Und sei es, indem massenhaft Hasskommentare verbreitet werden.

Wenn aber ein Foto vom entsetzlichen Vietnam-Krieg mit einem nackten Kind auftaucht, dann gelten Standards. Dann wird Druck aufgebaut. Denn – unter uns gesagt – würde das den Werbekunden und den Investoren nicht gefallen. Die sind alle ziemlich konservativ. Ein nacktes Kind stört da nur.

Wird offen zum Mord an Flüchtlingen aufgerufen, regt das die Diskussion an. Unzählige Nutzer diskutieren darüber. Der Aufruf kann noch so oft gemeldet werden, Facebook wird nie etwas zu beanstanden haben. Das zeigen unzählige Berichte. Unter uns gesagt, freut das Facebook sogar, da Nutzer länger da bleiben.

Das halte ich für manipulativ und verachtenswürdig. All das für den Shareholder Value. Und für die Zuckerberg-Crew. Wenn dann doch mal ein Wichtigtuer aus der deutschen Politik wie der Heiko Maaß den Finger hebt, wird Moderation von Facebook vorgegaukelt. Aber nur kurz, und alles bleibt beim Alten.

So ist das ja auch mit dem Heimatland von Facebook, den USA. Die machen dort, was sie wollen. Und wenn irgendwer aus Europa mal jammert, wird irgendwas simuliert, um Europa doch noch zu TTIP überreden zu können. Aber eigentlich ist den USA Europa völlig egal. Und Facebook ist auch egal, was in Europa irgendwer lamentiert.

Damit Facebook nachhaltig gegen so etwas wie Aufrufe zum Mord vorgeht, muss man die Firma finanziell packen. Strafzahlungen müssen ebenso durchgesetzt werden wie technische Konsequenzen. Wieso drosselt man nicht die Geschwindigkeit für Facebook für jeden Hasskommentar, der nicht umgehend gelöscht wird? Dabei darf auch ein kompletter Stopp des Netzwerkes kein Fremdwort sein.

Und wenn sich die USA weiter so verhalten, darf auch ein völliger Abbruch der TTIP-Gespräche durchgezogen werden. Aber dazu muss irgendwer den Arsch in die Hose bekommen und muss sich durchsetzen. Und hier sehe ich schwarz.

Facebook wird zu wichtig genommen. Man kommt gut ohne aus. Und wenn Facebook mal gedrosselt werden sollte, stärkt das die Volkswirtschaft. Wer keine Hasskommentare absondern kann, kann auch produktiv sein. Das funktioniert besser, als mancher denkt. Und ein produktives Europa muss den USA nicht nach der Pfeife tanzen. Damit gewinnen alle, die das wollen. Oder nicht?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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