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Mit Werbung vollgepflastert - (C) PublicDomainPictures CC0 via Pixabay.de Mit Werbung vollgepflastert - (C) PublicDomainPictures CC0 via Pixabay.de

Google: Werbe-Schmutzfinken sollen verschwinden

Nein, so ganz hat das Google nicht erzählt. Aber es gibt etwas neues in Bezug auf Werbung, die es den Bannerwüsten schwer machen wird. Das ist gut so. Denn Webseiten, die voller Werbung gepflastert sind, können bald das Nachsehen haben. Es wird Zeit, aber sowas von! Es ist kein Wunder, dass sich Werbeblocker so verbreitet haben. Deshalb finde ich es gut, dass da Google einschreitet. Denn diese Bannerwüsten – also Webseiten, die so aussehen wie das alte Haus oben auf dem Bild – dürfen nicht auch noch gut in den Suchergebnissen zu finden sein.

Was ist denn eigentlich passiert?

Jeder kennt das: Man öffnet eine Webseite und wird unter Umständen von Popups oder Dingen, die sich über den Inhalt legen, zu Tode genervt. Bei diesen zuletzt genannten „Overlays“ ist es sogar so, dass man irgendeinen Button zum Schließen des Drecks gar nicht erst so ohne weiteres findet. Und Popups haben den Nutzer immer schon erschrocken. Nun wurde es offenbar dem Suchmaschinen-Giganten Google zu bunt.

Denn es wurde jetzt gesagt, dass so genannte „Popups“ und „Interstitials“ als Inhalt der Webseite erkannt werden können und dass sich diese durchaus sogar negativ auf die Platzierung in den Suchergebnissen auswirken können. Der Konzern hatte schon einmal allen Webseiten-Betreibern empfohlen, auf solche Elemente – ich würde „auf so einen Mist“ sagen – doch bitte zu verzichten. Und wenn, dann sollen die zeitverzögert eingeblendet werden.

Was sind denn Interstitials?

Ich kannte den Begriff nicht. Aber es muss für jemanden, der das Internet als Werkzeug sieht, ziemlicher Schund sein. Der Besuch eines Lesers wird mit ihnen unterbrochen, damit der sich auf die Werbebotschaft konzentrieren kann. Wie im Fernsehen: „Wir machen eine klitzekleine Unterbrechung und sind gleich zurück.“ – Man will Nutzer aus der „Bannerblindheit“ holen, denn die bekommen ja eh die Werbung nicht mehr mit, und so verfehlt die Werbung ihre Wirkung. Nun ja.

Zu Interstitials zählen Popups oder die oben genannten Overlays, es gibt nach wie vor auch noch diesen Dreck von wegen Popunder (also ein neues Fenster öffnet sich, ohne dass man es sieht) und irgendwelche Video-Geschichten und sowas. Ich zähle auch die ganzen Abonniere-uns-bei-Facebook-Bettel-Fenster und all den Kram dazu.

Meine Meinung

Hört auf, so einen Kram auf euren popeligen Webseiten einzusetzen. Wenn ich mitbekommen würde, dass eine Seite, die ich aufrufe, ganz plötzlich so einen Mist macht, würde ich mich sofort von dort verdrücken und nie wieder zurückkommen. Ich habe eine kleine Liste mit Seiten, die so etwas machen. Und jede Seite, die da drauf steht, ist für mich eine No-Go-Area.

Werbung darf niemals, unter keinen Umständen den Besucher stören. Niemals. Das ist nicht verhandelbar. Daher habe ich auch den Bereich „Reklame“ und den Unterstützungsaufruf für Schulen in der Seitenleiste. Bei mir platzt nicht einfach irgendwas auf, dudelt vor sich hin, spielt irgendwas ab, legt sich irgendwo drüber oder, oder, oder. Da ich das selbst hochgradig störend sehe, mache ich das ja selbstverständlich nicht bei mir.

Und deshalb halte ich da die Ankündigung für sehr gut, dass Google diesen ganzen Schund als Inhalt ansieht und deshalb dann diese Webseiten schlechter in den Suchergebnissen auffindbar macht. Ich würde weitergehen, ich würde diese Seiten aus dem Index entfernen. Denn so etwas ist für mich Wegelagerei. Solche Seiten sollten für jeden Internetnutzer zur No-Go-Area werden. Und mir ist dabei herzlich egal, ob diese Seiten dann noch Einnahmen haben. So ein Dreck gehört sich einfach nicht.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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