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Hacker next to you - (C) Geralt Altmann CC0 via Pixabay.de Hacker next to you - (C) Geralt Altmann CC0 via Pixabay.de

Haben Hacker das Darknet kaputt gemacht?

Im Dunkelnetz haben schlimme Finger das Licht angemacht. Sprich: Webseiten im Darknet sind nicht mehr erreichbar. Ein Hackangriff ist der Grund dafür. Naja, aber auch das ist nicht ganz richtig. Denn im Prinzip handelt es sich um einen Angriff auf einen Hosting-Provider, der da gehackt wurde. Der heißt „Freedom Hosting II“ und soll wohl 20% aller Webseiten mit der Endung „.onion“ beherbergen. Und der wurde gehackt, heißt es.

Hello, Freedom Hosting II, you have been hacked.

Besucher von mehr als 10000 Tor-basierten Webseiten haben diese Meldung gesehen, wenn sie eine solche Seite aufriefen. Der Hacker, der dafür verantwortlich ist, hat bekannt gegeben, dass es sein erster Hackerangriff überhaupt war. Viele der Seiten, die nun nicht mehr erreichbar sind, sind es aber auch wert, nicht mehr erreichbar zu sein. Denn dort wurden teilweise Kindesmissbrauchsdarstellungen gezeigt. Solche Sauereien gehören unterbunden. Und wenn die Webseiten dafür nicht mehr erreichbar sind, ist das schon ein kleiner Erfolg.

Alle Seiten, die bei „Freedom Hosting II“ liegen, leiten momentan auf eine Erpresserbotschaft um. Die Dateien der Seiten sind wohl kopiert worden. Ebenso eine Datenbank. Die Dateien sollen für 0,1 Bitcoin – umgerechnet etwa 100 Euro – verkauft werden. Egal, ob es sich um Kinderpornografie oder Scam-Seiten handelt. Der Hacker hat sich von Seite zu Seite gearbeitet. Eigentlich wollte er sich nur den Server anschauen. Aber dann hat er gesehen, was dort gehostet wurde. Und dadurch hatte er sich dann dazu entschieden, den Server aus dem Netz zu verbannen, wie es heißt.

Die Annahme, dass das Alles mit dem Anonymous-Kollektiv zusammenhängt, konnten allerdings nicht bestätigt werden. Der Hacker hat angeblich nur etwas gespielt. Aber ehrlich: Solche Seiten, auf denen Kinder missbraucht werden, haben im Internet nirgends etwas zu suchen. Und diese Kriminellen müssen ausfindig gemacht werden. Das sind mit die schlimmsten Taten, die man verbrechen kann. Deshalb finde ich es gut, dass es zu so einem Hackerangriff kam, der das Internet ein kleines Stückchen sauberer gemacht hat.

Das Darknet ist hingegen nicht kaputt. Aber dass Hacker Verbrecher angreifen, halte ich für eine gute Sache. Das Darknet hat auch seine Daseinsberechtigung. Aber es treibt sich halt viel Kroppzeug dort herum. Und darunter gibt es eben auch Pädokriminelle. Die müssen dingfest gemacht werden. Ehrlich.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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