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Just-Info – Computerbild-Attacke gegen Unister zentral falsch

Ich verfolge immer wieder die Beiträge des Portals just-info.de. Und dieses Portal befasst sich in einem Nachrichtenartikel mit einem Rechtsstreit zwischen der Hamburger Computerbild und der Leipziger Unister. Und ich muss hier leider vor einem Fazialpalmierungsalarm warnen.

Facepalm 3 - (C) ShakataGaNai by Wikimedia Commons
Facepalm 3 – (C) ShakataGaNai by Wikimedia Commons

Die Firma Unister ist vielleicht nicht jedem Internetnutzer ein Begriff. Bei der Leipziger Firma handelt es sich um einen breit aufgestellten Betreiber und Vermarkter von Internetportalen. Die bekanntesten Marken des Unternehmens sind:

  • ab-in-den-urlaub.de
  • fluege.de
  • travel24.com
  • news.de
  • webmail.de
  • webcity.de
  • preisvergleich.de
  • shopping.de

Im Forum Web of Trust (WOT) wird ständig vor Unister gewarnt, wie sehr doch diese Firma Postfächer vollspammt. Und das angeblich unaufgefordert. Nun ja, wenn ich irgendwo eine Email-Adresse hinterlege und eben in den Newsletter-Versand einwillige, brauche ich mich nicht zu wundern, dass ich von dort dann auch Emails erhalte. Also ist von solchen Portalen wie eben jenes WOT recht wenig zu erfahren, was man als seriös bezeichnen kann. Versuchen wir es also bei den Medien.

Das Portal just-info.de, dessen Betreiber ein Bekannter von mir ist, veröffentlichte eine Pressemeldung, aus der hervorgeht, dass das Hamburger Wurstblatt Computerbild gegen den Leipziger Anbieter hetzt. Genaueres enthält die Pressemeldung, die offenbar von Hottelling stammt.

In der Meldung geht es um einen schmutzigen Krieg gegen Unister, bei dem Sachfragen schon lang keine Rolle mehr spielen. Hottelling beruft sich dabei auf „entsprechend gut informierte Medienkreise“, wie ich der Meldung entnehme. Dabei muss man sich den Artikel des Wurstblatts vor Augen halten. Ich verlinke diesen aus gutem Grund nicht. Man erreicht ihn aber durch eine einfache Internetsuche mit den Suchbegriffen „Computerbild“ und „Unister“.

Der Artikel zeigt einen Computermonitor, aus welchem ein maskierter Mann herausschaut und seine Hand aus eben diesem herausstreckt, um nach irgendwelchen Kärtchen in einem am Monitor liegenden Portemonnaie zu greifen. In der Überschrift ist die Rede von Abzocke.

Hottelling berichtet – veröffentlicht bei just-info.de – darüber, dass die Wurstblatt-Redaktion unter dubiosen Umständen in Leipzig irgendetwas zusammenrecherchierte und sich sogar nicht genierte, direkt über die Netzwerke Xing oder Facebook auf Mitarbeiter des Anbieters zuzugehen und diese zum Verrat anzustiften. Soweit ich weiß, ist der Verrat von Firmeninterna nirgendwo gestattet und kann relativ harsche rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Aber so etwas ist dem Wurstblatt scheinbar völlig egal.

Angeblich fußt diese Schmutzkampagne der Dreckwerfer aus Hamburg auf einer Schlammschlacht des jetzigen Check24.de-Chefs Tom Meyer mit seinem ehemaligen Partner, Unister-Chef Thomas Wagner. Beide Firmen sitzen in Leipzig und haben fast identische Flugsparten. Da könnte das ältere Unister durchaus etwas dagegen haben, wenn man mit so Sachen wie Geschmacksmuster und dergleichen argumentiert.

Man kann – das mal so als Resümée – von Unister halten, was man will. Es gibt sicherlich Firmen, die sauberer arbeiten. An Gerüchten muss ja schließlich etwas dran sein. Aber andererseits bleibt auch eine Computerbild eine BILD und kommt von unserem heiß und innig geliebten Axel Springer Verlag. Wie hoch der Wahrheitsgehalt bei BILD und den Ablegern ist, muss da jeder selbst beurteilen.

Ich finde es jedoch gut und richtig, dass sich nun Gerichte mit der Kampagne des Wurstblatts befassen sollen. Ich stelle hier aber klar, dass ich kein Fan von Unister bin. Aber ich verabscheue das Wurstblatt.

Die komplette Pressemeldung sollten Sie sich bei Just-Info.de zu Gemüte führen. Und wenn Sie Muße haben, suchen Sie einfach mal nach dem beschriebenen und nicht von mir verlinkten Artikel des Wurstblatts. Informationen zu Unister erhalten Sie übrigens in der Wikipedia. Hottelling findet man inklussive des Artikels hier.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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