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Kaspersky und das Katz-und-Maus-Spiel mit der NSA

Mehrere hundert Millionen Nutzer hat Kaspersky. Die russische Antivirus-Firma befand sich im Visier der Geheimdienste, speziell der NSA. Und der Hersteller von Antivirus-Software sah sich in einem Katz-und-Maus-Spiel mit der NSA. Das wurde jetzt bekannt. Die Russen wurden aber nicht nur von der NSA angegriffen, sondern auch vom britischen Geheimdienst GCHQ. Sie konnten sich aber wohl erfolgreich dagegen wehren, was den Geheimdiensten nicht passte. Was soll man denn davon halten?

Stellen Sie sich einmal vor, dass eine Katze vor dem Mauseloch lauert und darauf wartet, dass die Maus den Fehler macht und herauskommt. So ähnlich ist das bei dieser irren Sache gewesen. Die Geheimdienste haben versucht, den bekannten Hersteller von Sicherheitssoftware auszuspionieren. Die nennen das „Computernetzwerk-Ausbeutung“. Und NSA und GCHQ zeigten sich pikiert, dass sie vor Hindernisse gestellt wurden.

Denn diese Ausbeutung hat nicht geklappt. Per „Reverse Engineering“ hatte es nämlich nicht funktioniert, die Software von Kaspersky so zu untersuchen, dass Schwachstellen zu Tage gefördert werden konnten. Kaspersky selbst hatte ja Attacken eines „staatlichen Akteurs“ auf die Atomverhandlungen in Genf festgestellt. Und da mussten sie nun einmal dran glauben. Das Alles wurde nun bekannt, und man beruft sich dabei auf Unterlagen aus dem Haufen von Edward Snowden. Im Jahr 2008 soll das stattgefunden haben.

Das Alles hatte nun die britische Publikation „The Intercept“ veröffentlicht. Wenn man sich dann im Internet umschaut, kommt man darauf, dass Kaspersky nicht das einzige Ziel war. Oder ist? Genau weiß man das ja nicht. Jedenfalls sind solche Firmen gern mal Ziel von Hacker-Angriffen von staatlicher Seite. Es wird auch immer wieder von Wettbewerbern von Kaspersky erzählt, die da ins Visier geraten. Es kommt immer darauf an, wo der Hersteller geografisch verortet ist.

Und dann kommt man darauf, dass nicht nur die Amerikaner und die Briten diese Hersteller ausspionieren wollen. Auch Russland und China spionieren mithilfe von Hackerangriffen. Und dann sind wir doch nicht weit weg davon, dass man von einem echten Cyber-Krieg reden kann. Ich bin weit davon entfernt, irgendeine Panik zu verbreiten. Denn das ist ein Krieg, von dem der „normale“ Internet-Nutzer nichts mitbekommt.

Der regt sich höchstens darüber auf, dass Facebook die Urlaubsfotos kommerziell nutzen will. Dass aber im Hintergrund unzählige Netzwerke weltweit infiltriert sind, das bekommt man nicht mit. Denn Facebook und Co. funktionieren ja. Oder sehe ich das komplett falsch?

Was aber nicht weiterhilft, ist eine übertriebene Propaganda. Die Welt ist wieder aufgeteilt in „Westen“ und „Osten“. Darüber gibt es keinen Zweifel. und beide Seiten rüsten auf. Nicht mehr mit Atomraketen in Vorgärten, sondern mit Software, um den Gegner auszuhebeln. Das muss jedem klar sein. Das zeigt doch das, was über Kaspersky bekannt wurde. Oder?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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