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Facebook - von Marcus Quigmire from Florida, USA (facebook Uploaded by Princess Mérida) [CC-BY-SA-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons Facebook - von Marcus Quigmire from Florida, USA (facebook Uploaded by Princess Mérida) [CC-BY-SA-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons

Kinder-Zugänge für Facebook geplant

Es war schon vor langer Zeit die Rede davon, dass es für das weltgrößte soziale Netzwerk Facebook eine Kinderversion geben soll, eine Art „Kinder-Facebook“. Wahrscheinlich dauert das Ganze doch noch, weil man eben gesonderte datenschutzrechtliche Maßstäbe ansetzen muss. Und deshalb hat sich der Konzern rund um Mark Zuckerberg etwas anderes einfallen lassen.

Bisher muss man mindestens 13 Jahre alt, um Facebook nutzen zu können. Der Hintergrund ist eben der besondere Schutz von Kindern. Aber es sieht so aus, als ob hier in absehbarer Zeit Bewegung in die Geschichte kommt. Ich glaube, das hängt alles mit Smartphones zusammen, die ja auch schon von den Kids bedient werden.

In einem Patentantrag von Facebook wird ein System beschrieben, in dem Kinder das Netzwerk nutzen können und welches sogar mit dem amerikanischen Datenschutz konform geht. Das berichtet heute der bekannte Blog MobiFlip. Im US-Kinderschutzgesetz ist es verboten, dass Kinder Dienste nutzen, wenn diese ohne Zustimmung der Eltern Daten sammeln würden.

Nun soll das Ganze so ablaufen: Die Eltern müssen ihre Identität und die der Kinder sowie die Eltern-Beziehung bestätigen. Ist das erfolgreich durchgeführt worden, kann ein Kinderprofil unter der Kontrolle der Eltern angelegt werden. Wenn eben die Eltern nicht wollen, dass die Kids Zugang zu irgendwelchen Apps / Spielen innerhalb von Facebook haben sollen, dann ist das eben so. Damit will man den Kinderschutz einhalten.

Nun gut, Kinder können ja jetzt auch schon Facebook nutzen. Ein falsches Alter hat man schnell eingegeben. Da wird ja nichts überprüft. Wie will man das denn zukünftig überprüfen? Aber man begibt sich auf jeden Fall auf rechtliche trittfestes Terrain. Und das kann an sich nur gutes für den Betreiber und die Werbewirtschaft bedeuten.

Aber ich weiß nicht, wie ich das finden soll. Meine Tochter darf hier und da mal ein Spielchen unter Aufsicht ihrer Mutter oder in meinem Beisein spielen. Ich habe es bisher noch nicht eingesehen, ein eigenes Profil für sie anzulegen. Zumal ja Kinder bisweilen blauäugig an so etwas herangehen. Und ich weiß nicht, wie Facebook die Profil-Obhut den Eltern übergeben will.

Ich sehe das Ganze jedenfalls skeptisch. Man muss Kinder nicht überall hinein schieben. Die kommen ganz gut ohne Facebook und den ganzen Kram aus. Zumal man ja feststellt, dass Kinder gern übergewichtig werden, weil sie sich nicht mehr großartig draußen bewegen. Die Idee von Facebook ist eine nachvollziehbare und nicht ganz schlechte, aber Kinder gehören nicht so jung zu Facebook.

Bildquelle: Facebook – von Marcus Quigmire from Florida, USA (facebook  Uploaded by Princess Mérida) [CC-BY-SA-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

2 Gedanken zu „Kinder-Zugänge für Facebook geplant

  1. Pingback: Facebook für unter 13 jährige? › mobilenote

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