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Kooperationen mit Bloggern – Wenn, dann aber richtig

Ja, ich hatte das schon öfter. Aber ich muss immer wieder darauf eindreschen, weil mir immer wieder irgendwelche Firmen Unsinn zuschicken. Die wollen einfach nur irgendwelche Links – wenn möglich für lau – hier abkippen, und ich habe bitteschön nicht zu mucken. Aber so läuft nun einmal nicht die Sache mit der Kooperation mit Bloggern. Und deshalb muss ich da nochmal darauf eingehen.

Teilweise ist es schon frech, was man so an Angeboten bekommt. Ich will da gar nicht darauf eingehen. Das habe ich schon oft genug. Aber ich muss mal etwas zu den Preisen erzählen, über die irgendwelche Buden nie hinausgehen würden. Eine Frage dazu an die SEO-Klitschen: Nehmt ihr von euren Auftraggebern auch nur den Heller Fünfzig, den ihr an Blogger zahlen wollt? Oder wollt ihr für eure Arbeit (?) ordentlich bezahlt werden? Und wenn ihr ordentlich bezahlt werden wollt, warum wollt ihr dann eure Auftragnehmer – die Blogger – nicht ordentlich bezahlen?

Da habe ich einen ziemlich guten Artikel gelesen, wie man das mit der Kooperation mit Blogs sehen muss. Da hat die Jess einfach mal die Brigitte hergenommen und deren Anzeigenpreise verhackstückt. Wenn man den jetzt hernimmt und in die Argumentation mit einbaut, dann muss ich einfach mal mit ein paar Zahlen wedeln. Ich fange mal an mit den 10 am häufigsten aufgerufenen Blogartikeln hier im Blog an:

lfd. NummerGesamtPro Monat
#133276555
#223210387
#318904315
#413551225
#510505175
#68115135
#76464108
#8445574
#9395466
#10349158

Ich habe hier wohlweislich nur mit irgendwelchen Nummern statt Artikelnamen oder gar Links gearbeitet. Der Hintergrund ist ganz einfach. Ich wollte jetzt nicht danach suchen, welche Artikel in den letzten Monaten veröffentlicht wurden, sondern wie es mit den Aufrufen der „Unique Visitors“ aussieht. Und da kommen solche Zahlen heraus.

Die Jess hat berechnet, dass die Brigitte bei bestmöglicher Platzierung 144000 Euro Anzeigenpreis veranschlagt und das dann pro potentiell erreichten Leser 0,28 Euro bedeutet. Im Innenteil wären das noch 0,10 Euro pro Leser. Das ist wohl der Preis pro 2 Wochen. Also verdoppeln wir das einfach mal und nehmen das für meine monatlichen Durchschnitts-Besucherzahlen (hier 209,8) her:

Höchstwert: 0,28 Euro x 2 x 209,8 Besucher pro Artikel und Monat = 117,49 Euro
Mindestwert: 0,10 Euro x 2 x 209,8 Besucher pro Artikel und Monat = 41,96 Euro
Mittelwert: (117,49 Euro + 41,96 Euro) / 2 = 79,72 Euro
Preis pro Jahr: 79,72 Euro x 12 Monate = 956,64 Euro

Wow, knapp 1000 Euro pro Jahr für einen Artikel, den ich im Auftrag verfassen würde. Wahrscheinlich ist das ein bisschen hoch, aber selbst die Hälfte wäre noch ein guter Preis. Für ein Jahr. Und so lang der Artikel den Link zum Angebot enthält, wird das Geld fällig. Und der Link ist dann eben kein DoFollow, sondern ein NoFollow.

Wieso nur kommen dann Firmen immer wieder auf die Idee und wollen bei mir einen gut platzierten Artikel veröffentlicht haben und nicht mehr als 20 Euro bezahlen, aber auch nur, wenn der Artikel lebenslang besteht? Ich denke nicht, dass ich mit meinem Rechenbeispiel recht hoch greife. Aber der Preis von 956,64 Euro steht nun einmal da. Und der würde pro Artikel und für ein Jahr gelten.

Wenn ich dann Firmen mit einem Gegenangebot von 100 Euro antworte, höre ich entweder nie wieder etwas von ihnen, oder eine abschätzige Antwort nach dem Motto:

Du hast sie ja wohl nicht alle, du machst das ja nur aus Spaß an der Freude.

Nun ja, das stimmt, aber wenn ich irgendeinen Auftrag erhalten sollte, nimmt der mir kostbare Zeit. Und die gibt mir keiner wieder. Das ist mir lieb und teuer und sollte deshalb vernünftig entlohnt werden.

Blogger sind keine dummen Menschen. Hirnentleertes Schreibvieh wird niemand mehr ohne weiteres finden. Denn gute Blogger-Kontakte sind durchaus wichtig. Meistens sind ja Blogger gut vernetzt. Und durch dieses Netzwerk gehen Artikel auch schon mal viral. Und letztlich sind Blogger eben auch authentisch und lassen sich weniger verbiegen. Wem das dann zu teuer ist, dem ist nicht zu helfen. Und das sollten sich irgendwelche SEO-Butzen immer wieder vor Augen führen.

Ich habe hier im Blog immer wieder darauf hingewiesen, dass ich keine Lust mehr darauf habe, mich für 20 Euro für einen Artikel zum Affen zu machen. Aber zu vernünftigen und fairen Angeboten sind die Firmen und SEO-Butzen eben nicht willens. Dann sollen sie das Ganze eben ohne mich machen. Ich muss ja nichts für Auftraggeber schreiben. Aber wenn, dann sollte das den Auftraggebern auch etwas wert sein. Und der Preis da oben steht nun einmal da und wurde durch eiskalte Mathematik erzielt. Es ist nicht so schwierig, das nachzuvollziehen, oder?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

2 Gedanken zu „Kooperationen mit Bloggern – Wenn, dann aber richtig

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