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Fake News - (C) pixel2013 CC0 via Pixabay.de Fake News - (C) pixel2013 CC0 via Pixabay.de

Man fällt so schnell auf Fake News rein

Wir regen uns alle über Fake News – also bewusste Falschmeldungen – auf. Und schwuppdiwupp fällt man selbst auf solche Scharlatane herein. Das geht fix. Und eigentlich kann man sich gar nicht so schnell dagegen wehren. Das große Problem ist: Wir haben ganz schnell die sozialen Netzwerke als Verteilerstationen für Fake News identifiziert. Aber das geht im Internet auch ganz anders. Nämlich über so genannte News Aggregatoren.

Im Internet nehmen wir sehr viel wahr. Es kommt zu einer kolossalen Reizüberflutung. Und so kann es eigentlich nicht überraschen, dass immer weniger Nutzer die Informationen so hernehmen, wie sie sind, und diese dann gegenprüfen. Da werden Artikel verteilt, nachdem man nur die Überschrift gelesen hat. Es werden Dinge im Internet kommentiert, über die man sich gar nicht informiert hat. Und ja, ich nehme hier die sozialen Netzwerke in die Pflicht, da sie es versäumt haben, hier klare Kante zu zeigen und effektiv gegen diese Falschmeldungen vorzugehen.

Wir müssen uns aber auch mit News Aggregatoren beschäftigen. Mir fallen immer wieder Meldungen auf, zum Beispiel bei Google News, bei denen man denkt, dass das niemand eigentlich so glauben kann. Und dann wartet man eine Weile und stellt dann fest, dass sich immer mehr auf diese Meldungen beziehen. Wenn das Ganze einmal die Runde rum ist, heißt es dann auf einmal, dass das eine Falschmeldung war. Falschmeldungen gibt es schon ewig, aber da sich inzwischen jeder darauf berufen kann, werden sie allmählich zum echten Problem.

Eigentlich kann man sich nur vor Fake News bewahren, indem man von Dingen erzählt, die man selbst erlebt hat oder die man selbst gesehen hat. Aber selbst dann ist es nicht ausgeschlossen, dass man einem Irrtum aufsitzt. Wie wehrt man sich also gegen solche Meldungen? Kann man sich überhaupt wehren? Ich denke, die einzige Möglichkeit ist, dass jede Information gegengeprüft wird. Und hier muss ich mich an die eigene Nase fassen.

Ich habe gestern über eine Grenzmauer zwischen Mexiko und Guatemala erzählt. Viele Webseiten erzählten ebenfalls darüber. Darunter Webseiten mit eindeutig tendenziösem Charakter. Aber es waren auch Webseiten dabei, die ich guten Gewissens als seriös bezeichnen würde. Natürlich denkt man dann, dass es diese Mauer tatsächlich gibt. Blöd nur, wenn das nicht der Fall ist. Meinen Artikel von gestern habe ich dann um diesen Fakt erweitert. Aber ärgerlich ist das schon. Ein Leser machte mich darauf aufmerksam. Und mit anderen Suchbegriffen bin ich dann zur Aufklärung gelangt.

Aber Moment mal, da war doch mal was. Da wurden vor längerer Zeit auch ganz viele falsche Informationen umher getragen, die ich dann auch später nochmal gegengeprüft habe, nachdem ich entsprechende Informationen erhielt. Mit anderen Worten: Falschmeldungen habe ich selbst schon vor längerer Zeit erlebt. Und jeder kennt die „Ente“ in der Zeitung. Die sozialen Netzwerke sind daran nicht allein schuld. Aber sie potenzieren die Reichweite. Dem muss beigekommen werden. Dann finden solche Meldungen vielleicht auch nicht mehr den prominenten Weg in die News Aggregatoren.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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