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Desktop von Windows 10 - Screenshot Henning Uhle Desktop von Windows 10 - Screenshot Henning Uhle

Microsoft hat Windows 10 offiziell vorgestellt

Microsoft hat gestern Windows 10 offiziell vorgestellt. Mit dem System machen sie vieles richtig. Ein System für verschiedene Plattformen. Was auf den ersten Blick wie eine Rolle rückwärts aussieht, ist die richtige Richtung. Microsoft beweist somit Mut. Denn was gestern vorgestellt wurde, war ein neues Universum. Das ist der richtige Weg, und das wird wohl niemand bestreiten.

Das Startmenü ist zurück

Für viele fiel Windows 8 durch, da man kein Startmenü hat. Es ist eben eine ungewohnte Bedienung, seit Windows 8.1 auf den Windows-Button zu klicken und dann über die Kacheloberfläche ein Programm zu starten. Aber ernsthaft, das funktioniert doch schon alles bestens. Aber Microsoft bietet bei Windows 10 wieder das geliebte Startmenü. Aber das wird dann eine Mischung aus klassischem Startmenü und Kachelmenü sein.

Wenn ich mich so umhöre, dann reden viele davon, dass das eine Rolle rückwärts sei. Das mag sein. Aber das Startmenü – so wichtig das für viele Nutzer sein mag – ist nur ein kleiner Teil zu dem, was da gestern vorgestellt wurde. Aber es wurde ein Zankapfel beseitigt. Microsoft hat auf die Kunden gehört, heißt es.

Spartan statt Internet Explorer

Spartan heißt künftig der Browser bei Windows 10. Das soll – wie der Name vermuten lässt – ein ressourcenschonender Browser sein. Der bringt dann eine Notizfunktion mit, bekommt im Vergleich zu seinem Vorgänger ein frisches Design, und ganze Seiten können mit Kontakten geteilt werden. Ein Lesemodus blendet ggf. störende Dinge aus. Und endlich gibt es eine Funktion zum später lesen, mit der Artikel abgelegt werden, um sie später – auch offline – lesen zu können.

Mit Spartan holt Microsoft auf. Andere Browser können vieles davon. Deshalb wurde der Internet Explorer immer ausgelacht. Sie sagen, Sie brauchen das Alles nicht? Nun ja, wenn Sie das erstmal probiert haben und gut finden sollten, dann werden sie es wohl nutzen und dann eben auch brauchen. Und was Google mit „OK, Google“ macht und eben auch den Chrome per Sprache steuern lässt, wird bei Spartan durch Cortana erledigt.

Universelle Apps

War es bisher so, dass man quasi eine App für das Windows Smartphone hatte und parallel dazu eine gleiche App für ein Windows Tablet und eben einen Windows Computer hatte, so wird es künftig so sein, dass alle Apps für alle Plattformen verfügbar sind. Am Beispiel einer Foto-App oder einer Kalender-App wurde gestern demonstriert, wie das dann aussieht.

Das hat dann natürlich den Vorteil, dass zum Beispiel ein Mail-Programm auf dem Computer ähnlich zur Mail-App auf dem Smartphone aussieht und auch so arbeitet. Das vereinfacht dann sicherlich für viele das Arbeiten.

HoloLens schlägt Google Glass

Google hat seine Google Glass vom Markt genommen, und nun kommt Microsoft mit HoloLens. Mit HoloLens soll man Programme im freien Raum öffnen können. Das System arbeitet mit Handgesten zusammen. HoloLens fängt da an, wo Google Glass aufgehört hat. Man dürfte sich dann ein wenig wie in „Minority Report“ vorkommen. Echte Geräte sollen dann eben auch in der virtuellen Realität von HoloLens intergrierbar sein.

Das war der eigentliche Hingucker. Das Projekt ist sehr zukunftsweisend. Man zeigt somit der Welt, was alles möglich ist. Microsoft zeigte zwar etwas, was nicht jeder braucht. Aber in diese Richtung wird sich die High Tech Welt entwickeln.

Microsoft macht vieles richtig

Windows 8 / Windows Server 2012 war als großer Wurf angekündigt. Allerdings hatte es sich als Rohrkrepierer entpuppt. Das wird dem System aber nicht gerecht. Ich arbeite gern mit dem System. Nun hat man aber das System neu gebaut und kommt mit Windows 10 um die Ecke, für egal welche Plattform. Für Entwickler wird vieles dadurch vereinfacht, Barrieren zwischen den Plattformen werden abgebaut, XBox wird weiter in Windows integriert.

Windows 10 muss ein Erfolg werden. Microsoft kommt gar nicht umhin. Noch ein gefühltes Desaster – so gut das System auch funktioniert – wie mit Windows 8 / Windows Server 2012 kann sich Microsoft einfach nicht erlauben. Und so fuhr man groß auf. Man hat aber nicht den Fehler begangen und gleich alles über den Haufen geworfen. Damit hat man mit überschaubaren Neuerungen gewaltige Verbesserungen einführt. Das steht alles in Kurzform zum Beispiel hier.

Wird nun alles wieder gut mit Windows?

Das ist schwer zu sagen. Es weiß ja noch keiner, ob Windows 10 die Kunden wieder einfangen wird. Aber Windows 10 wird eine Entschuldigung von Microsoft sein. Denn soweit ich weiß, wird nun doch Windows 10 für Nutzer von Windows 8 kostenlos als Update verfügbar werden. Aber damit wäre ich vorsichtig.

Es ist auf jeden Fall so, dass Windows 10 ein besseres Windows 8 wird. Microsoft hat vieles richtig gemacht. Die Kunden werden das wohl besser aufnehmen als jemals Windows 8 aufgenommen wurde. Und das sehe ich einfach mal als Erfolg an.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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