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Die Fenster von Microsoft - (C) Geralt Altmann via Pixabay Die Fenster von Microsoft - (C) Geralt Altmann via Pixabay

Microsoft: Projekt Astoria plötzlich in aller Munde

Wieso ist Microsoft derzeit in aller Munde? Ja, Microsoft macht ziemlich viel richtig. Sie wollen alle mit ins Boot holen. Und mit Recht. Und plötzlich ist ein Projekt wieder auf dem Präsentierteller, das schon vor ein paar Jahren mal gestartet wurde. Aber jetzt stellen sie es auf richtige Füße. Es geht um das Projekt „Astoria“.

Im Oktober 2007 hatte der Konzern aus Redmond von jenem Projekt „Astoria“ erzählt. Sie hatten vor 5,5 Jahren dieses geschrieben:

Project Astoria delivers a set of patterns as well as a concrete infrastructure for creating and consuming data services using Web technologies.

Mithilfe von Web-Technologien soll es möglich sein, Datendienste zu erstellen und zu nutzen. Und zwar anhand eines Sets von bestimmten Vorgaben. So war das im Jahr 2007. Mittlerweile hat sich die Welt weiter gedreht. Und Microsoft scheint sich ja tatsächlich neu erfinden zu wollen. Da ist es klar, dass auch mit dem Projekt Astoria etwas neues passiert. Und in der Tat, genau das wird passieren:

Mit dem Projekt Astoria soll es nun den Entwicklern von Android Apps möglich gemacht werden, recht einfach ihre Apps zu Windows 10 zu portieren. Also das, was Samsung vollmundig mal erzählt hatte, was Apps für das damalige Bada betraf, die sie gern bei Tizen dabei gehabt hätten. Statt zu reden, wie es Samsung macht, machen sie es einfach.

Natürlich: Das ist alles noch nicht so richtig fertig. Schließlich hat Microsoft das Projekt quasi neu erfunden. So wie sich anscheinend die ganze Firma sich neu erfindet. Das Tool, um das es geht, ist also noch nicht ganz fertig. Und deshalb wird es erst einmal nur wenigen Entwicklern zur Verfügung stehen. Aber wer will, kann sich bei Microsoft bewerben und die APK-Datei (Android Application Package) zur Analyse zur Verfügung stellen.

Man kann sagen, es geht nicht nur um Apps für Android, die zu Windows 10 portiert werden können. Soweit ich das gesehen habe, sollen auch Webseiten als Apps zu Windows 10 portiert werden können. Und Apps für iOS sollen auch portiert werden können. Wie gesagt, das ist alles gar nicht so falsch, was da Microsoft macht. Und was das Projekt an sich betrifft: Warum soll Microsoft etwas neues erfinden, wenn man etwas bestehendes hat, was man neu starten kann?

Microsoft macht ziemlich viel Dampf. Und dass sie einen solchen Alarm starten, kommt der Firma gerecht. Ich meine, die anderen machen es doch nicht anders. Und ich gebe zu, dass mir das ziemlich imponiert. Hatte man bei Windows 8 als Kunde noch oft darüber gelacht, weil sich die ganze Bude dem Betriebssystem unterordnet, ergibt das Alles relativ viel Sinn:

Von einem Unternehmen, das viele Produkte anbietet, wird Microsoft mehr und mehr zu einem Anbieter von Diensten und Dienstleistungen. Und das ist der Grund, wieso ich glaube, dass Microsoft eine der besten IT-Firmen der Welt ist. Das Lachen wird verstummen, wenn sie mit ihrer ganzen Armada an neuen Dingen auf den Markt kommen.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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