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Präsentation des Recycling-Roboters Liam - (C) by iTopNews.de Präsentation des Recycling-Roboters Liam - (C) by iTopNews.de

Nachhaltigkeit von Apple – Recycling-Roboter Liam

Was ist mit Apple los? Fehlt es dem angebissenen Obst an Ideen? So fragten sich vor Ostern viele in Anbetracht der Keynote des US-Konzerns. Denn die riesigen Innovationen beim iPhone haben viele nicht gesehen, die sich dieses Spektakel von Apple angeschaut haben. Aber das ist ja nicht so schlimm. Wo sollen denn die riesigen Schritte in der Entwicklung noch herkommen? Apple hat aber noch andere Gründe. Sie haben nämlich den Recycling-Roboter Liam vorgestellt. Das nenne ich Nachhaltigkeit, made by Apple.

Jeder beklagt sich über zu viel Elektroschrott. Das belastet die Umwelt. Und die Produktion neuer Geräte belastet das Klima. Man kann dem Ganzen ja auch entgegen wirken. Man kann zum Beispiel entsorgte Geräte wiederverwenden. Das wird bei sozial benachteiligten Menschen ja gern mal empfohlen. Oder man macht es wie Apple: Man zerlegt die Geräte, um wiederverwertbare Teile für neue Produkte mit zu verwenden. Und insofern ist der derzeitige Hingucker bei Apple eben nicht das neue iPhone, sondern besagter Liam.

Liam zerlegt iPhones in ihre Einzelteile. Apple gibt vor, mit Liam um die 1,2 Millionen Geräte pro Jahr so zerlegen zu können. Dabei werden die Einzelteile, die freilich auch aus unterschiedlichen Materialien gefertigt wurden, nach Material sortiert. Das macht man so mit den Lithium-Batterien oder dem Kupfer der Kamera oder derartigem. In vielen und langen Testreihen hat Apple festgestellt, dass die Erfolgsaussichten bei um die 97% liegen, dass Liam das jeweilige iPhone korrekt zerlegt.

Damit ist Apple meiner Meinung nach auf einem guten Weg. Man kann nicht nur Elektronik-Geräte bauen und sie dann wegwerfen, wenn man sie nicht mehr haben möchte, um sich dann neue Geräte zu kaufen. Viel besser ist es doch, die Geräte beim Hersteller zurückzugeben, damit der aus den Einzelteilen neues macht. Ich weiß, dass das viele Hersteller so machen, aber im Smartphone-Sektor ist das eben noch so in der Breite nicht der Fall. Und hier möchte Apple Vorreiter in der Branche sein. Natürlich nicht ohne Eigennutz, aber immerhin.

In Sachen Umwelt ist Apple eh derzeit ganz vorn mit dabei, was deren Schutz betrifft. Liam ist ja das Eine, eine Solarfarm in China das Andere. Im „Reich der Mitte“ betreibt die Obstbude einen 40 Megawatt Solarpark, mit dem der Konzern alle Retail-Stores und Büros in China mit Strom versorgt. Dabei wird die Bevölkerung nicht beeinträchtigt, und unter den Solar-Panelen können Tiere weiden. In Singapur hat man es geschafft, etliche Häuser mit Panelen zu bestücken, um so CO2-neutral zu arbeiten. Das will man auch weltweit so machen und auch die Rechenzentren autark betreiben.

Also am Ende klingt das ganz und gar nicht danach, als ob bei Apple nichts los sei. Vielleicht wollen sie darauf aufmerksam machen, dass Innovationen und das Anbieten von sensationellen Technologien nicht ohne Klima- und Umweltschutz gehen kann? Und da sind Solarparks oder Rechenzentren, die mit Sonnenenergie betrieben werden, oder eben jener Recycling-Roboter der richtige Ansatz. Was will denn auch ein Hightech-Unternehmen sonst machen? Apple stellt sich ja immer so innovativ hin. Dass sie da weiter denken, können sie mit solchen Projekten zeigen.

Liam zerlegt übrigens um die 350 iPhones pro Stunde. Je nachdem, wie effizient sich der Roboter dann am Ende einsetzen lässt, macht es natürlich auch das Rücknahmeprogramm von Apple interessanter. Und wenn Teile wiederverwendet – also nicht neu produziert – werden müssen, steigert das natürlich auch den Gewinn. Trotzdem ist der Weg, den da Apple eingeschlagen hat, gut und richtig. Folgen Sie einfach mal den hier im Artikel hinterlegten Links. Das ist schon großartiges Tennis, auch wenn man den Nutzen nicht gleich einsortieren kann. Denken Sie nicht auch?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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