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Google Suchmaschine - (C) Simon CC0 via Pixabay.de Google Suchmaschine - (C) Simon CC0 via Pixabay.de

Nachverfolgung von Google: Immer wieder das gleiche Theater

Google hat vor einer Weile die Privatsphäre-Bestimmungen erneuert. Und hierzu gibt es nun Hinweise, wie man sich denen entziehen kann und auch sollte. Denn Google ist ja böse. Google will die Weltherrschaft an sich reißen. Stellen Sie sich vor: Der Internet-Riese erlaubt sich einen großen Schluck aus der Daten-Pulle und sammelt alle personenbezogenen Daten aus GMail, Youtube, Suchmaschine, Google+ und allem möglichen mehr, um diese zu Werbezwecken zu kombinieren. Dagegen muss man doch etwas tun.

Es gibt doch tatsächlich Leute, die behaupten, dass Google sich kostenlos an den Daten seiner Nutzer bedient, um sich daran zu bereichern. Verbrecher werden sie schon mal genannt. Denn der Nutzer hat dem Konzern schließlich niemals das Recht eingeräumt. Und der Nutzer bekommt ja auch nichts dafür. Ja, ernsthaft, es gibt solche Argumentationen. Und hier muss ich ganz einfach mal sagen: Falsch gedacht. Denn man bekommt eine ganze Menge von Google.

Die Suchmaschine von Google ist die am meisten verbreitete der Welt. Die ganze Technologie dahinter und das viele Personal, was sich damit beschäftigt, gibt es nicht für lau. Dafür muss der Konzern einiges auf den Tisch legen. Ständig wird etwas verbessert und angepasst. So ist das ja auch mit allen anderen Diensten. Ob das nun Google Maps, GMail, Youtube und so weiter und so fort ist: Haben Sie dafür schon mal Geld bezahlt? Also ich meine: Für die  Nutzung dieser Dienste. Ich jedenfalls nicht.

Und dann reden wir mal von Android auf dem Smartphone. Das wird ja auch pausenlos weiter entwickelt und gepflegt. Was? Sie haben lange kein Update erhalten und können das nicht nachvollziehen? Na, dann fragen Sie mal bei Ihrem Smartphone-Hersteller nach. Und die ganze Android-Administration und die Entwicklung und Pflege kostet uns Nutzer auch bloß kein Geld. Wie jetzt, Ihr Smartphone von Samsung hat 1000 Euro gekostet? Dafür kann aber Google nicht wirklich viel.

Wie dem auch sei, von Google bekommt der Nutzer ziemlich viel, wofür Google nicht einfach so die Hand aufhält. Aber wie finanziert sich das Ganze? Ja, durch Werbung. Google ist die größte Werbeagentur der Welt. Ich habe immer schon gesagt, dass man irgendwelche Dinge mit irgendwas bezahlen muss. Es gibt nichts kostenlos. Fallen keine Kosten und Gebühren und Co. an, dann bezahlen wir die Nutzung mit unseren Daten. Wenn wir das nicht wollen, sollten wir auf diese Dinge verzichten und am besten in den Wald ziehen.

Aber Google ist ja wenigstens so fair und gibt dem Nutzer die Möglichkeit, die Nachverfolgung und damit die Personalisierung der Werbung zu verbieten. Ist man mit seinem Google-Account angemeldet, kann man in den Aktivitätseinstellungen bei Google das so genannte Tracking deaktivieren. Man muss sich allerdings bewusst sein, dass dann immernoch Werbung angezeigt wird. Das ist ja kein Werbeblocker. Google darf dann dem jeweiligen Nutzer nur nicht mehr in die Unterwäsche schauen. Der Haken vor folgender Einstellung muss entfernt werden:

Chrome-Browserverlauf und Daten Ihrer Nutzung von Websites und Apps erfassen, die Google-Dienste verwenden

Das ist jetzt das, was so empfohlen wird. Ich bin da skeptisch, aber ich habe auch erstmal den Haken entfernt. Aber wir müssen uns einfach vor Augen halten, dass nichts umsonst ist. Die Welt ist einfach so. Google ist ein börsennotiertes Unternehmen und privatwirtschaftlich organisiert. Die sind keine heiligen Samariter. Wenn irgendwas kostenloses vom Konzern kommt, kann man sicher sein, dass irgendwas mit Daten gemacht wird.

Das ist aber etwas, was wir nicht exklusiv bei Google beobachten können. Eigentlich alle Anbieter von kostenlosen Diensten müssen ja mit irgendwas Geld verdienen, und also werden Einnahmen mit Nutzerdaten generiert. Das hat sich auch nicht geändert, und daher ist das Aufspielen gegen Google immer wieder das gleiche Theater, das aber zu nichts führen wird. Dieses Bewusstsein muss man einfach mal haben. Oder ist da irgendwas, was ich da falsch verstanden habe?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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