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Die Server der Wikimedia Foundation - By Victorgrigas (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons Die Server der Wikimedia Foundation - By Victorgrigas (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Primacom Großstörung im Bundesgebiet – Jeder ist betroffen

Alles. Jeder. Überall. Zumindest was die aktuelle Großstörung beim Kabelnetzbetreiber Primacom betrifft. Jeder Kunde ist davon betroffen. Keine weiß, wie lang die noch dauert. Aber man weiß zumindest, was die Ursache dafür ist. Und man arbeitet mit Hochdruck an einer Behebung.

Irgendwann gestern in den Abendstunden muss es angefangen haben, dass immer mehr Kabelmodems im Netz der Primacom keine Internetverbindung hatten. Mittlerweile betrifft es wohl jedes Kabelmodem des Netzbetreibers. Und der Unmut ist natürlich riesig. Ich durfte heute auch schon weiterhelfen. Und ich war der Ansicht, dass das Modem defekt ist. Aber da kann ich natürlich Entwarnung geben.

Es ist nicht das Modem beim Kunden zuhause. Es ist ein zentrales Modul bei Primacom. Dort ist ein Modul ausgefallen, welches IP-Adressen vergibt. IP-Adressen sind quasi die Anschriften der Internet-Geräte, also der Router, der Smartphones, der Notebooks etc. Und wenn ein Gerät automatisch eine solche Adresse bezieht und das Modul, was diese vergibt, ausfällt, dann passiert so etwas.

Die Techniker sollen seit Stunden an der Behebung sein. Laut Golem gibt das Unternehmen aber keine Information heraus, wie viele Kunden tatsächlich betroffen sind. Es müssen aber viele sein, wenn man sich so in den sozialen Netzwerken umschaut. Es ist aber davon auszugehen, dass die Störung bald behoben ist. Vielleicht schon nach Veröffentlichung des Artikels.

Problematisch ist aber, dass solche Dinge laut Bekannten und laut Kommentaren in den sozialen Netzwerken bei Primacom verdächtig häufig vorkommen. Natürlich wird das niemand bestätigen. Aber ich bekomme es nun einmal mit, wenn ich mich so umschaue. Und ich war selbst Kunde des Anbieters. Ich dachte, dass sich die Probleme irgendwann beruhigen. Aber so ein Ausfall ist natürlich ein GAU. Der letzte kleinere Ausfall soll unmittelbar vor Weihnachten passiert sein.

Ob die eingesetzte Technik schlechte Qualität hat oder alles einfach nur ein Zufall ist, kann ich nicht beurteilen. Es ist auch Wirtschaftskriminalität nicht auszuschließen. Vielleicht will ja ein Konkurrent den vergleichsweise kleinen Anbieter „platt machen“? Was meinen Sie?

Bildquelle: Die Server der Wikimedia Foundation – By Victorgrigas (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

4 thoughts to “Primacom Großstörung im Bundesgebiet – Jeder ist betroffen”

  1. Für die Adressvergabe in einem Netzwerk ist ein DHCP-Server zuständig.

    Bei Primacom wird ja wohl kaum nur einer dieser Server stehen. Einen Server kann man schnell ersetzen. Ein Anbieter in dieser Größenordnung wird ja wohl Backup-Server haben. Bei mehreren Servern ist ein gleichzeitig sehr unwahrscheinlich.

    Ich denke es ist ein anderes Problem.

    1. Hallo Daniel, ich habe es natürlich schwer vereinfacht dargestellt. Mir ging es um das Prinzip. Es ist natürlich nicht nur ein Server. Das wäre sehr fahrlässig. Aber die Sache, dass ein „Modul zur Adressvergabe“ ausgefallen ist, würde ich erstmal nicht anzweifeln, so lange nichts anderes bekannt ist.

  2. Hi Henning,
    ich sehe es ähnlich wie mein Vorgänger, als Unternehmen dieser Größe habe ich eine entsprechende Verantwortung gegenüber meinen Kunden. Selbst wenn es nur ein Modul gewesen ist, war dann scheinbar keinerlei Redundanz vorhanden … das ist nicht in Ordnung. Ich bin selber Kunde des Anbieters und es war sehr ärgerlich für mich, denn ich bin auf die Kommunikation (Telefon, I-Net) mit meinen Kunden (Freiberufler) angewiesen. Ich habe nix gegen einen Ausfall … das kann passieren, habe in der Häufigkeit und Intensität wie letztes Jahr … habe ich nur noch wenig Verständnis übrig.

    VG
    Maik

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