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Filmstreifen - (C) OpenClips via Pixabay.de Filmstreifen - (C) OpenClips via Pixabay.de

Red Tube Abmahnwelle: Anwaltskanzlei gelöscht

Das hat sich ja mal gelohnt. Da schickt eine Anwaltskanzlei wie verrückt Abmahnungen durch die Gegend und verbaut sich damit die eigene Zukunft. Die Rechtsanwaltskanzlei „Urmann + Collegen“ gibt es nicht mehr. Ursache ist scheinbar die Abmahnwelle rund um Red Tube. Die Anwaltskanzlei wurde nun gelöscht. Nun ja, werden viele trauern? Um die Angestellten sicherlich. Aber um die Praktiken, die da erzählt wurden? Ich weiß es nicht.

Es war einmal eine formidable Abmahnwelle wegen bestimmter Videos auf dem Porno-Portal Red Tube. Ich bekomme es nicht mehr richtig zusammen. Es ging wohl um das Streaming von Videos, das dem Gericht als Kopieren vorgegaukelt wurde. Das Erklären hatte wohl die Rechtsanwaltskanzlei „Urmann + Collegen“ aus dem malerischen Regensburg übernommen. Das Problem dabei ist: Streaming hat mit Kopieren nichts zu tun. Eine vermeintliche Urheberrechtsverletzung lag nicht vor.

Kann ja mal passieren. Ein Fehler, der ausgebügelt werden kann. Was soll’s? Aber so war es eben nicht. Wie Tobias Röttger bei „Infodocc“ berichtet, war die Sache eben nicht mit einem einfachen „Sorry“ vorbei. Aber eben nicht nur das. Die Anwaltskanzlei, der Tobias Röttger angehört, hatte Beschwerde gegen Thomas Urmann eingelegt. Nun ist Herr Urmann seine Zulassung als Rechtsanwalt los.

Urmann hatte wohl – so geht es aus dem Artikel hervor – der Anwaltsgilde nicht eben viel Ruhm beschert. Es scheint so, als wäre die Red-Tube-Sache nur der berühmte Tropfen gewesen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Und da kann sich der Herr Urmann noch so oft hinstellen und behaupten, dass das, was er tat – nämlich in Massen abzumahnen – , frustrierend ist. Das mag sein. Aber viele Dinge sind einfach mal falsch abgelaufen und dargestellt worden.

Ich werde einen Teufel tun und irgendwas über Herrn Urmann behaupten. Das würde ins Persönlichkeitsrecht eingreifen. Aber es ist technisch gesehen einfach mal Blödsinn, bei einem genutzten Streaming-Angebot von einer Verletzung des Urheberrechtes zu erzählen. So etwas gehört einfach mal nicht in deutsche Gerichte.

Gleichwohl sollte man aber darauf verzichten, sich Kopien von Streaming-Videos zu erstellen, nur weil es geht. Das sollte man eben nur dann machen, wenn es rechtlich einwandfrei ist. Und wer kann das schon genau beurteilen? Sie etwa? Ich nämlich nicht.

Bildquelle: Filmstreifen – (C) OpenClips via Pixabay.de

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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