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Das Monster als Virus - (C) Geralt Altmann CC0 via Pixabay.de Das Monster als Virus - (C) Geralt Altmann CC0 via Pixabay.de

Schadsoftware fragt nicht nach dem Alter

Schadsoftware macht genau das, was sie soll: Schaden zufügen. Und es ist herzlich egal, wem sie da Schaden zufügt. Sie tut es zuverlässig. Da braucht sich niemand die Frage zu stellen, was denn diese Hacker ausgerechnet bei ihm wollen. Denen ist es wirklich egal. Die wollen Daten abgreifen, sich bereichern, ihren Kram woanders hin weiterleiten und damit noch mehr Computer verschmutzen. Und wer sorglos mit solchen Gefahren umgeht, riskiert nicht nur seine eigene Datensicherheit, sondern auch die von anderen. Schadsoftware muss bekämpft werden, und das nicht nur halbherzig.

Was ist denn Schadsoftware?

Schadsoftware – also Malware – ist Code oder ein Programm, mit dem Sicherheitslücken auf einem Computer oder Smartphone ausgenutzt werden. Bei der Frage, was Malware überhaupt ist, muss man wissen, was man da überhaupt kennt. Ja, da gibt es Unterschiede, und die kann man ja mal aufzählen.

  • Der Virus ist dabei ein Stück Programmcode, der nicht selbständig arbeitet. Um seinen Dienst zu verrichten, muss er aktiviert werden. Manche werden auch erst entschlüsselt und dann aktiviert. Und dann verbreitet sich ein Virus unkontrolliert. Dabei kann manchmal nur irgendwas passieren, das anzeigt, dass „etwas komisches“ auf dem Computer angekommen ist. Aber oftmals führt ein Virus zur Zerstörung von Hard- und Software und zur Öffnung für weitere Schädlinge.
  • Der Wurm ist ein eigenständig arbeitender Programmcode, der sich auch ohne Fremdeinwirkung im System verbreiten kann. Er kann sich auch über Kommunikationssysteme via Kontaktlisten weiter verschicken und somit ganze Netzwerke infizieren. Er kann dabei nicht nur technischen Schaden anrichten, sondern auch Verunsicherung, Panik und so etwas verbreiten.
  • Trojaner sind so alt wie die Computertechnik. Das Programm beschädigt die Computersicherheit und läuft ohne Wissen des Anwenders im Hintergrund ab. Neben eigentlich nützlichen Funktionen schnüffeln Trojaner Passwörter, Bankdaten etc. ab. Und da dies unbemerkt geschieht, kann viel protokolliert werden. Eingeschleppt werden Trojaner durch vermeintlich nützliche Programme, die die Schadsoftware mit an Bord haben.
  • Spyware ist quasi Spionage-Software, die sich nicht selbst verbreitet, sondern verbreitet wird, zum Beispiel in zusätzlichen Programm-Modulen. Spyware sammelt Daten und leitet sie weiter, vor allem um personalisierte Werbung auszuspielen und Nutzeraktionen nachzuverfolgen. Da sie jede Menge protokollieren, machen Spyware-Programme den Computer langsam oder statten den Browser mit einer neuen Startseite aus oder so etwas in der Art.
  • Adware ist Software, die quasi zur Marktforschung eingesetzt wird. Einerseits sind das die Tracker, die von Angeboten, die durch Werbung finanziert werden, ausgespielt werden. Die richten keinen Schaden in dem Sinne an. Andererseits gibt es aber auch versteckte Adware, die ähnlich wie Spyware funktioniert. Sie arbeitet ähnlich wie ein Trojaner und sendet Konsumdaten an Anbieter.
  • Backdoor – die Hintertür. Damit werden Sicherheitsmaßnahmen auf Computersystemen umgangen. Mit dieser Software kann sich ein Angreifer Vollzugriff auf das System verschaffen und einen oder mehrere der bisher genannten Schädlinge einschleusen. Einmal damit infiziert, kann der Computer oder das Smartphone für alles mögliche missbraucht werden, was der Angreifer eigentlich vorhaben könnte.

Aber mich betrifft das doch nicht!

Ein Trugschluss, den man immer wieder zu hören bekommt, ist doch, dass es den arglosen Nutzer ja nicht betreffen kann. Aber ist es nicht möglicherweise so, dass Arglosigkeit auch zu unbekümmertem Klicken führen kann? Und gerade dann fängt man sich ja schnell etwas ein. Da muss man gar nicht großartig auf zwielichtigen Seiten herumtoben, selbst wenn große Nachrichtenportale infiziert wären, würde man in eine Gefahr kommen. Schadsoftware fragt nicht nach dem Alter, nach dem Geschlecht, nach dem Einkommen.

Man muss sich absichern. Es ist ja geradezu fahrlässig, ohne Sicherheitssoftware (Antivirus und Firewall) noch das Internet zu besuchen. Und es ist ebenso fahrlässig, ohne Sinn und Verstand alles zu öffnen und abzuspielen und dergleichen. Also heißt das doch am Ende, dass gute Software und ein sinnvolles Arbeiten vor den meisten Gefahren schützen dürften.

Was gute Antivirenprogramme betrifft, kann ich Ihnen keine Auskunft geben. Einerseits gibt es zu viele, andererseits sind die meisten gut, selbst im Betriebssystem eingebaute Sicherheitsroutinen. Und es ist kein Betriebssystem vor Angriffen gefeit. Aber es kommt eben immer darauf an, wie sich auch der jeweilige Nutzer verhält. Denn unterm Strich ist es so, dass im Internet nichts kostenlos ist. Vermeintlich kostenlose Programme können sich als sehr teuer herausstellen, wenn die Passwörter weg sind.

Fazit

Niemand sollte sorglos mit dem Internet und den Gefahren umgehen. Niemand sollte aber Angst vor dem Internet haben. Seriöse Internetseiten sind sicherlich weniger gefährlich als anonyme Download-Portale, werbefinanzierte Office-Programme sind sicherlich fragwürdiger als Microsoft Office. Und am Ende muss man einfach sagen, dass niemand ohne Sinn und Verstand wild klicken sollte, wenn ein Angebot angepriesen wird. Das im Zusammenspiel mit Antivirensoftware macht das Leben mit dem Internet reicher. Und mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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