Spektakuläre Ankündigung: IBM Mail Next revolutioniert geschäftlichen Email-Verkehr

IBM - offizielles Logo seit 1967 - By Paul Rand [1] [Public domain], via Wikimedia Commons IBM - offizielles Logo seit 1967 - By Paul Rand [1] [Public domain], via Wikimedia Commons

Ich muss mal etwas lauter rufen, denn IBM hat da etwas großartiges vor, was den geschäftlichen Email-Verkehr angeht. Der größte IT-Dienstleister der Welt und einer der bedeutendsten Software-Hersteller noch dazu meldet sich mit großem Tamtam zurück. Schauplatz des Ganzen ist die Konferenz „IBM Connect“, die derzeit in Orlando stattfindet. Und hier wurde etwas spektakuläres angekündigt.

Mir war nie so wirklich klar, wo IBM überall die Finger im Spiel hat. Aber es scheint, als ob der ehemalige Schreibmaschinen- und Serverhersteller nach seiner Rosskur tatsächlich der größte Software-Dienstleister und -Produzent der Welt ist. So ist der Riese allein in Sachen Software in den Geschäftsfeldern Informationsverwaltung (DB2, Informix, IMS), Systemanalyse (Rational), Informationssysteme (Tivoli), Anwendungsintegration (WebSphere) oder Email und Zusammenarbeit (Lotus Notes und Lotus Domino) erfolgreich unterwegs.

Vorgestellt wurde der revolutionäre Email-Client „Mail Next“. Das Spannende an dem Client ist, dass man Emails nicht mehr sortieren und suchen muss. „Mail Next“ ordnet die Nachrichten einem Informationskontext zu. Es werden Informationen aus anderen Informationsquellen – wie aus sozialen Netzwerken – und Daten zum Kommunikationspartner mit angezeigt. Das soll dem Anwender dabei helfen, die tägliche Informationsflut zu bewältigen.

Der Blog „Digital Naiv“ hat lang und breit darüber philosophiert, wie das Arbeitsprinzip von „Mail Next“ ist. So greift der Client auf die analytischen Fähigkeiten von IBM in der Cloud zurück. Die Informationen werden in der Cloud gebündelt und zusammengefasst. Und dann werden sie auf einer neuen und innovativen Oberfläche aufbereitet und angezeigt. „Mail Next“ greift dabei auf die langjährige Erfahrung mit Domino zurück, was das dokumentenbasierte und verteilte Datenbanksystem mit Email-Anbindung von IBM ist. Seit März 2013 heißt Domino „IBM Notes“.

Die Domino-Struktur muss man sich in der Microsoft-Welt in etwa vorstellen wie eine Kreuzung aus SharePoint und Exchange, am ehesten vielleicht wie ein „Office 365“, da es cloudbasiert arbeitet. Und für IBM Notes ist wohl der Client „Mail Next“ gedacht. Erste Beta-Versionen, so „Digital Naiv“, sollen in diesem Jahr in der Cloud zur Verfügung stehen, die Markteinführung soll dann 2015 stattfinden. Und ich glaube, Microsoft muss sich warm anziehen.

Das Magazin t3n schildert auch den Client „Mail Next“ als etwas besonderes. Ich bin ja mal gespannt, ob es mit dem Client dann tatsächlich möglich ist, dem Mail-Chaos im Posteingang Herr zu werden. Aber t3n geht noch weiter, denn dort kann man sich zudem noch vorstellen, dass diese Lösung auch für den Massenmarkt geeignet ist. Dies wird schon allein durch das hochmoderne Design begründet.

Mit „Mail Next“ wird also der Welt aufgezeigt, dass Microsoft Outlook nicht das Maß aller Dinge in der geschäftlichen Kommunikation sein muss. Auch müssen SharePoint und Exchange nicht der Weisheit letzter Schluss sein. IBM hat mit dem Client ganz tief in die Wundertüte gegriffen und etwas völlig innovatives gezeigt. Damit kann man der gesamten Konkurrenz jedenfalls zeigen, wo der Hammer hängt.

Bildquelle: IBM – offizielles Logo seit 1967 – By Paul Rand [1] [Public domain], via Wikimedia Commons

Über Henning Uhle
Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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