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Vorsicht vor URL-Verkürzern

Es ist kein allzu neues Thema, dass man bei den URL-Verkürzungsdiensten besser vorsichtig sein sollte. Es keimt immer wieder auf, so wie jetzt auch mal wieder. Ob es sich nun um bit.ly, goo.gl, tinyurl.com oder was auch immer handelt, die Bedenken in Sachen Sicherheit und Datenschutz sind immer wieder präsent. Und sie sind auch nicht von der Hand zu weisen. Ebenso wenig die Macht, die diese Dienste ausüben können.

Eigentlich ist es praktisch, dass man URLs, also Webadressen verkürzen kann. Denn gerade bei Diensten wie Twitter steht dem geneigten Nutzer nur eine bestimmte Anzahl an Zeichen zur Verfügung. Da muss man schon haushalten. Wie gut, dass es die URL-Verkürzungsdienste – die URL Shortener – wie die oben genannten gibt. Aus einer langen Adresse wie

http://www.webseite.net/das-ist-eine-ganz-ganz-lange-adresse-im-internet-zu-einer-webseite

wird im Handumdrehen eine kurze Adresse wie

http://dienst.com/1Ef87Bc5

Eine tolle Sache, oder? Wären da nicht die ganzen Bedenken. Es ist ja zum Einen nicht ersichtlich, wohin der Link führt, der da zur Verfügung steht. Wenn ein Kontakt mir einen Link schickt, der verkürzt ist, kann es ja sein, dass das Profil des Kontakts gekapert wurde und mir Schadcode und so etwas untergejubelt wird. Zum Anderen ist es immer möglich, dass die Verkürzungsdienste die persönlichen Daten der Nutzer ausspionieren und für zwielichtige Zwecke nutzen. Wie gesagt: Das ist alles nichts neues und eigentlich längst bekannt.

Neuerdings sind aber Anbieter von Cloud-Speichern – wie Microsoft OneDrive – oder Kartendienste – wie Google Maps – davon betroffen. Hier nutzt man ja gern kurze URLs, um die Zusammenarbeit zu erleichtern. Mittlerweile hat Microsoft reagiert und die Verkürzung der URLs unterbunden. Aber das war irgendwie recht lang ein ernsthaftes Problem. Ich sage es gern noch einmal: Die Verkürzung der Adressen an sich ist sehr praktisch, aber die Gefahr des Missbrauchs ist eben auch sehr hoch. Denn man weiß nicht, wohin tatsächlich der Link führt.

Mir sind die ganzen Verkürzer eher nur suspekt. Ich habe schon so viele Webseiten gesehen, die was von weiterführenden Informationen zu den von ihnen veröffentlichten Inhalten verlinkt hatten, die dann aber zu Werbung oder zu gefährlicher Software führten. Ich halte von solchen Diensten überhaupt nichts. Und nicht einmal für Twitter muss man verkürzen, da dort ein integrierter Verkürzer arbeitet und kein Mensch darauf angewiesen ist, auf diese kommerziellen Dienste auszuweichen.

Tun Sie sich also einen Gefallen und lassen Sie diese ganzen Verkürzer links liegen. Sie haben nichts davon. Und die ganzen Verbreiter von Schadsoftware haben ein Einfallstor weniger. Und weniger ausgeschnüffelt werden Sie noch dazu. Also ist das ein Gewinn auf ganzer Linie, oder?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

3 Gedanken zu „Vorsicht vor URL-Verkürzern

  1. Ich überlege gerade, wo ich alles Verkürzer einsetze. Außer zwangsweise bei Twitter und Co. (da passiert das ja automatisch), fällt mir nichts ein.

    Im Blog kann man das selbst nachvollziehen. Da wird dann aus domain.de/?1234 der lange Titel. Das funktioniert ja immer.

    Ich denke es wird relevant, wenn man eigene Bilder oder Dokumente aus der Cloud anderen zur Verfügung stellen will. Nutze ich wie gesagt wenig.

    1. Ja, mir fällt da auch nichts ein, was ich da verwende. Ich hatte mal was gelesen, was passieren würde, wenn all diese Verkürzer weg wären. Das halbe Internet würde zusammenbrechen. Aber unterm Strich nutze ich die ganzen Dinge nicht. Und es geht auch.

  2. wer WP nutzt, dass tun ja die meisten können wenn sie das wollen auch den offiziellen shortener von WP selbst verwenden.
    Die Kurz Url. werden zu dem im eigenem WP erzeugt und man braucht keinen externen Dienst einbinden.

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