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Die Fenster von Microsoft - (C) Geralt Altmann via Pixabay Die Fenster von Microsoft - (C) Geralt Altmann via Pixabay

Wahnwitziger Genderismus-Shitstorm gegen Microsoft

Ich will, dass auch Frauen zwischen alten Pizza-Kartons gezeigt werden – Oder so ähnlich klingt die Aufregung, die rund um Microsoft läuft. Der Konzern aus dem nordwestamerikanischen Redmond hat sich einen Shitstorm eingefangen, vielmehr die Twitter-Leute von Azure. Weil sie irgendwie eine Comic-Kampagne fahren, in der sie männliche Entwickler-Figuren und weibliche Marketing-Figuren zeigen. Als ob das irgendwen interessiert. Man muss aber unbedingt irgendeine Genderismus-Debatte vom Zaun brechen. Gute Nacht, Internet!

„Fuck off“ – also „Verpiss dich“ – schrie gestern eine wütende Twitter-Nutzerin, als sie eine Grafik vom Twitter-Team von Azure verbreitete. Darauf zu sehen ein männlicher Entwickler und diversen Dingen um ihn herum. Das hat die Dame unendlich erzürnt. Weil das natürlich sexistisch ist. Weil natürlich Frauen auch Entwickler sein können. Und das würde Microsoft wohl unter den Tisch fallen lassen. Aber soll ich der Jessica mal was sagen? Das lassen sie gar nicht unter den Tisch fallen, die Jessica hat es nur unter den Tisch fallen lassen.

Microsoft hat mit Sicherheit kein Frau-Mann-Problem. Sie haben in diesen merkwürdigen Grafiken lediglich Klischees bedient, mehr nicht. Das interessierte aber die Hater-Gemeinde nicht die Bohne, sie wollten einfach mal wieder auf Microsoft draufhauen. Aber was soll denn dieser Unsinn? Da werden Grafiken mit männlichen Entwicklern im Chaos gezeigt. Und irgendwelche weiblichen Nutzer hätten gern Entwicklerinnen im Chaos. Weil das schöner ist? Ich verstehe diese Debatte nicht. Das ist einfach nur eine Stereotyp-Debatte, mehr nicht.

Für Microsoft ist es aber leider so, dass sie immernoch als konservativ gelten. Da können sie mit hippen Produkten um die Ecke kommen, wie sie wollen. Es dauert noch ein ganzes Stück, bis die Firma wieder als angesagt gilt. Aber Microsoft wird einiges noch dafür tun, haben sie selbst bestätigt. Man wird sich ja wohl nicht nachsagen lassen, altbacken zu sein. Und wenn man da polarisiert, ist da schon einiges gewonnen. Wie oft polarisieren Unternehmen, um einfach mal als „hip“ zu gelten? Microsoft macht da an sich nicht viel anders als andere Unternehmen.

Ich kann jedenfalls nicht bestätigen, dass Microsoft nun im technischen Bereich mit Frauen unterbesetzt ist. Das stelle ich jedes Mal fest, wenn ich geschäftlich mit Microsoft zu tun habe. Aber man kann ja als Unwissender ruhig mal draufhauen, denn Microsoft hat es nicht anders verdient. Nun gut, dann trinke ich eben erstmal Kaffee.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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