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Spionage - (C) Geralt Altmann CC0 via Pixabay.de Spionage - (C) Geralt Altmann CC0 via Pixabay.de

Was tun wir gegen die Internet-Spionage?

Nach dem Desaster rund um WOT (Web of Trust) denkt man nun offen darüber nach, was denn der einzelne Internet-Nutzer gegen das Ausspionieren tun kann. Es denken alle möglichen Leute darüber nach, was man denn hier und dort und da veranstalten kann, um sich zu schützen. Bevor wir nun in wilden Aktionismus verfallen, gibt es etwas, was wir tatsächlich tun können. Ich meine, neben den Dingen wie das Einschalten des Gehirns vor dem Klicken.

Da gibt es nun wilde Wortmeldungen. Ich glaube, die gibt es schon eine ganze Weile. Da kommen Leute daher, die einem erzählen, dass man seinen Browser „zunageln“ soll: Werbeblocker, Scriptblocker, WOT, was auch immer. Aber fast immer können wir festhalten, dass hier irgendwer dahinter steckt, der damit Geld verdienen möchte. In Sachen Werbeblocker ist das sogar der Fall. Und wenn wir uns das genau betrachten, dann müssen wir feststellen, dass unheimlich viele Browser-Erweiterungen protokollieren, was die Nutzer tun. Und was protokolliert wird, kann zu Geld gemacht werden.

Von solchen Dingen wie Ghostery sind eben auch solche Protokolle bekannt wie von WOT. Und dass AdBlock und AdBlock Plus das Nutzerverhalten auswerten und für ihre Zwecke nutzen, sollte auch klar sein. Wie bei AdSense von Google wird auch bei den angeblichen Werbeblockern das angezeigt, womit das Unternehmen am meisten Geld verdienen kann. Und wenn man dem Ganzen Einhalt gebieten will, läuft man Gefahr, in die nächste Spionage-Falle zu tappen. Ein Teufelskreis.

Warum arbeitet man denn nicht mit zwei Browsern? Einer für alle Dinge, mit denen man sich authentifiziert und praktisch seinen Klarnamen verwendet. Einer für Recherche und dergleichen. Ich nutze trotz Schwierigkeiten immernoch den Browser Google für viele meiner Arbeiten. Aber für manche Dinge muss ich dann eben auch mal den Browser wechseln. Das hat sich bei mir bewährt. Und irgendwie muss ich meinen hauptsächlichen Browser nicht so zunageln, wie es mancher empfiehlt.

Ich verfolge diese Strategie seit einer Geschichte zu einer Recherche in Sachen Datenspionage und Datenschutz. Ich fahre damit gut. Man muss es eben konsequent durchziehen. Aber das muss ich Ihnen ja nicht erzählen. Noch konsequenter wäre es, ein pseudonymisiertes Stück Internet-Ich zu verwenden. Wer es aber nicht ganz so weit treiben will, der sollte auf jeden Fall darüber nachdenken, wo Klarnamen eingesetzt werden. Alles andere sollte über alternative Wege wie einen zweiten Browser erfolgen.

Es ist eigentlich Irrsinn, dass man als stinknormaler Internet-Nutzer solche Dinge machen muss. Aber es nützt ja nichts, wie soll man sich denn sonst dagegen wehren, dass man für Unternehmen und Kriminelle „nackt im Netz“ ist? Klar, man könnte auf das Internet komplett verzichten. Aber will man das? Das war ja nicht so gedacht. Das Internet ist in die falschen Hände geraten. Und das sollten wir wieder ändern.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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