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Eine Webseite besuchen - free picture by mantasmagorical via morguefile.com Eine Webseite besuchen - free picture by mantasmagorical via morguefile.com

Was wollen diese Blogs denn sein?

Blogs sind doch eigentlich etwas wundervolles, weil sie persönlich und verletzlich sind und deshalb auch einiges an Angriffsfläche bieten. Und trotzdem gibt es für sehr viele Menschen auf diesem Planeten nichts schöneres, als im eigenen Blog herum zu schreiben. Gerade Blogger, die sehr aus der subjektiven Sicht schreiben, machen sich da teilweise einen ganzen Sack Arbeit. Und die staunen dann nicht schlecht, wenn die andere vermeintliche „Blogs“ sehen. Und um die soll es mal gehen. Und nein, keinen dieser vermeintlichen Blogs werde ich hier verlinken. Das ist es mir nicht wert.

Ein Blogger hat mit jedem seiner Artikel gut zu tun. Die machen nämlich im Allgemeinen viel Arbeit. Da muss recherchiert werden, die Fakten zusammen getragen werden, die richtigen Worte gefunden werden, ein passendes Bild herausgesucht werden, korrigiert werden und so weiter und so fort. Aber das macht nichts, das Bloggen hat sich ja jeder selbst ausgesucht. Niemand drängt einen dazu, das Internet voll zu bloggen.

Dumm ist es nur, wenn man dann zu einem bestimmten Thema auf der Suche nach Informationen ist und sich in diversen Blogger-Netzwerken umschaut. Nehmen wir einmal das Thema „Rundfunkbeitrag“ her. Klar, auf bekannten Nachrichtenseiten finde ich dazu ziemlich viel. Aber ich will ja auch ein paar subjektive Dinge lesen, und hier machen sich Blogs immer gut. Und über welche Art Artikel stolpere ich? Verschwörungstheorien, Falschmeldungen von tendenziösen Seiten, die sich als „echte Nachrichten“ ausgeben, oder so genannte „Blogs“ mit nichts anderem als wild zusammen getragenen Artikelfetzen.

Das Alles ist hübsch mit jeder Menge Werbung garniert. Glauben Sie mir, ich hab das Alles gesehen. Kennen Sie die Google-Suche? Die Ergebnisse sehen aus wie Überschrift + Anreißtext + Adresse – oder so ähnlich. So machen das diese vermeintlichen „Blogs“ auch, die nur Links durch die Welt blasen. Nur dass diese Seiten pro – nun ja – Anreißtext einen eigenen Artikel machen und – ungelogen – 11 Werbeplätze darum gepappt haben. Also keinerlei Eigenleistung. Diese Webseiten sind reine Linkschleudern und Werbeplatz-Wüsten. Wer will so etwas besuchen?

Sie werden lachen, da scheint es genügend zu geben. Diese Seiten haben in etwa so viele Besucher wie ich, und ich mache mir ja schon einiges an Arbeit. Da kann man schon echt neidisch werden. Aber ich sag es auch ganz ehrlich: Wenn ich so etwas machen würde und mir fiele es dann auf, würde ich sofort das Bloggen sein lassen. Das hat nichts mit Arbeit, Herzblut, Kopfzerbrechen und all den Entbehrungen, die man als Blogger gern in Kauf nimmt, zu tun. Ich will nach wie vor meinem Spiegelbild in die Augen schauen können und von mir behaupten können, dass ich wirklich blogge.

Mit diesem ganzen anderen Kroppzeug, das ich oben noch genannt habe, will ich gar nicht erst anfangen. Wenn sich Blogs als „echte Nachrichten“ hinstellen wollen und dann derart verschwurbeltes Zeug in die Welt brüllen und sich zur Krönung auf zwielichtige Webseiten berufen, können wir eigentlich alle als Blogger unseren Kram zusammenpacken und uns eine neue Bezeichnung suchen. Ehrlich, die sollen machen, was sie wollen, aber Nachrichten sind irgendwie etwas anderes.

Was ich damit sagen will: Linkschleudern sind keine Blogs. Aber auch durch Worte manipulierende Webseiten sind keine Blogs. Blogs sind Meinung, sind persönlich und all das, was ich oben schrieb. Aber so etwas nicht. Also was will dieses Kroppzeug darstellen? Ich habe dafür kein Verständnis. Sie etwa?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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