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Das Monster als Virus - (C) Geralt Altmann CC0 via Pixabay.de Das Monster als Virus - (C) Geralt Altmann CC0 via Pixabay.de

Wenn Google Chrome vor einer legalen Virenschleuder warnt

Ich wollte es nicht glauben, aber der Google Chrome warnt vor giga.de. Will man eine empfohlene Software von dort haben, wird man gewarnt. Ich dachte, dass hier nur die Starblogger der Techblogger-Szene sich einen Hahnenkampf liefern und einfach nur Screenshots manipuliert wurden. Aber nachdem ich heute selbst meinen Versuch gemacht habe, Software von der Seite zu beziehen, wurde die Unterstellung von Starblogger Sascha Pallenberg bestätigt: Google Chrome spricht eine Warnung aus, dass hier vor kurzem Schmutz verteilt wurde.

Das da kursierte durchs Internet. Die Download-Seite von giga.de ist anfällig gegenüber Angriffen. Und Nutzern der Seite könnten Angreifer Software installieren, die gefährlich ist. Ja, Mobilegeeks nutzen englische Systeme. Wie wäre es mit einem deutschen System? Dort sieht die Seite, die sich öffnet, wenn man Software von dort herunterladen möchte, so aus:

gigafiles

Ich wollte nie Blogger und Online-Redakteure durch den Kakao ziehen. Und wahrscheinlich war da irgendwann mal eine Sicherheitslücke, die inzwischen nicht mehr besteht. Aber ich kann nicht sagen, dass nun ausgerechnet giga.de als Hauptquelle für Software gelten soll. Nicht falsch verstehen: Die Software, die dort zum Download bereitsteht, ist nicht illegal oder schädlich oder so. Aber der Google Chrome zeigt ja nicht umsonst so etwas an. Da muss also etwas ernsthaftes dahinter stehen. Denken Sie nicht auch?

Und giga.de ist ja nun nicht der einzige Anbieter, über den solche fragwürdigen Dinge passieren. Auch chip.de steht immer wieder im Verdacht, Spionage-Software über die offiziellen Downloads zu verteilen. Das ist einfach eine Sauerei. Wer als seriös oder renommiert gelten will, hat so etwas nicht zu machen. Aber auch solche gern genommenen Quellen wie SourceForge sind nicht mehr wirklich vertrauenswürdig, wie ich mitbekommen musste.

Ich halte nichts davon, auf andere mit dem Finger zu zeigen. Aber gerade die Seiten, die als Ratgeber bei allem möglichen in Sachen Software und Hardware gelten (gerade bei unbedarften Nutzern), drängen ihren Nutzern irgendwas auf, was als Virus, Trojaner oder Spionage-Software durchgehen kann. Daher kann ich die nicht ernst nehmen. Sie werden fragen, wen denn sonst. Das werden Sie aber herausfinden. Ich gebe hier keinerlei Empfehlung. Sie sind doch clever, Sie bekommen das heraus.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

3 Gedanken zu „Wenn Google Chrome vor einer legalen Virenschleuder warnt

  1. Chip.de ist auch nicht unbedingt mein Favorit. Da wird mir zu häufig Werbung eingeblendet, die selbst zu einem Klick für einen Download verführt. Am liebsten lade ich noch bei heise.de runter. Die finde ich noch am seriösesten und Schmarrn ist mir da noch nie untergekommen.

    1. Hallo Thomas,

      ja, diese Seiten sollte man nicht unbedingt als Super-Quelle für Software hernehmen. Da diese Seiten aber exzellente Arbeit in Sachen Suchmaschinenoptimierung machen, kommen unbedarfte Nutzer oftmals nicht umhin, auf diesen Seiten nach Software zu suchen. Und dann können sie in solche Fallen tappen.

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