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Ein paar Schlüssel - (C) Silberfuchs CC0 via Pixabay.de Ein paar Schlüssel - (C) Silberfuchs CC0 via Pixabay.de

Wenn Schlüsseldienste kommentieren

Alle Jubeljahre werden Blogs von Spamwellen von Schlüsseldiensten und jenen, die sich dafür ausgeben, heimgesucht. Das war hier auch mal. Nachdem ich aber immer schon relativ entspannt mit Spam umgegangen bin, haben Sie das als Leser nicht mitbekommen. Aber seit es diesen Blog gibt (also seit 17.04.2009), kommen immer wieder völlig sinnfreie Kommentare von angeblichen Schlüsseldiensten. Natürlich schalte ich so etwas nicht frei. Aber irgendwie fragt man sich dann doch, woher so etwas kommt.

Schlüsseldienst-Kommentare beobachtet

Anfangs habe ich das Alles belächelt, dann hatte es genervt, dann habe ich es weg ignoriert, und letztlich ist es weg aus meinem Blog, das Phänomen Schlüsseldienst-Spam. Also vorerst ist er weg. Man kann ja nie so genau sagen, ob das nun wirklich so ist. Aber erstmal hat man Ruhe. Solcherlei Kommentare kennt jeder, der einen Blog, eine Webseite, ein Portal, ein Forum oder etwas in der Art betreibt. Und irgendwie lesen sich diese Kommentare immer ungefähr so:

Schlüsseldienst günstiger Aufsperrdienst

Manchmal ist es auch ein nichts sagendes „Schauen Sie vorbei“ mit einem Link zu einem Schlüsseldienst oder so etwas in der Art. In jedem Fall zeigt ein Link im Kommentar auf so einen Anbieter. Und ich nehme ganz stark an, dass das nicht die vielen Handwerksbetriebe sind, sondern tatsächlich irgendeine Art Mafia.

Schutz der Leser

Ich bin eigentlich immer ganz gut damit gefahren, dass ich unbekannte Kommentatoren nicht automatisch auf meine Leser loslasse. Da möchte ich schon erst einmal drüber schauen. Erst dann wird der Kommentar freigeschaltet. Natürlich kann man auch den dusseligen Kommentar, der sonstwie aussieht, vom Link befreien und dann freischalten. Aber wer weiß, dann kommen die vielleicht später wieder?

Es gibt genügend Exemplare, vor denen man als Betreiber seine Leser schützen muss. Die ehrlichen Handwerker haben es nicht nötig, mit Spam zu hantieren. Deren Ruf wird kaputt gemacht von diesen mafiösen Strukturen. Und da muss sich der potentielle Kunde schon genau belesen. Daher kann man als Betreiber einer Webseite dafür Sorge tragen, dass von den schwarzen Schafen erst gar nichts bekannt wird.

Die Schlüsseldienst-Mafia

Die Masche mit den Schlüsseldiensten ist keine neue. Früher waren die über Einträge wie „!0 – Adler-Schlüsseldienst“ (!0, damit sie ganz vorn stehen) im Telefonbuch vertreten. Inzwischen sind sie im Internet unterwegs. Es geht einfach darum, dass diese Spam-Kommentare, wenn sie freigeschaltet werden, einen Link zur möglicherweise gefälschten Webseite mitbringen, über die dann überteuerte Aufträge ausgelöst werden. Mancherorts ist da ein richtiges Netzwerk entstanden.

Was früher das „!0“ war, sind nun Links zur Webseite. So etwas ist dann für Suchmaschinen wie Google relevant, und somit können solche Fake-Seiten in den Suchergebnissen vorrutschen. Und wer weiter vorn nimmt, kommt in die Auswahl. Der wirkliche Schlüsseldienst hat da nichts davon, er rutscht nach hinten. Und die Kundschaft wird von den beschriebenen Strukturen geschädigt.

Nein zum Schlüsseldienst-Spam

Schlüsseldienst-Spam erkennt man recht schnell. Es ist immer davon die Rede. Und manchmal haben die Kommentare herzlich wenig mit dem Inhalt des kommentierten Artikel zu tun. Daran kann man eigentlich erkennen, ob das Spam ist. Und zu so etwas kann man ja auf jeden Fall eine ganz glasklare Meinung haben.

Klar, sicher kann man nicht sein. Auch Plugins versprechen eine Abhilfe. Vielleicht ist es eine Mischung aus Plugins und gesundem Menschenverstand, was dann die Lösung bringt. Jedenfalls werde ich so gut es geht weiter darauf achten, dass so etwas wie der Quatsch mit den angeblichen Schlüsseldienste hier keine Bühne bekommt. Notfalls kann man auch technische Hilfsmittel einsetzen und zur Kasse bitten.

Fazit

Spam wird es immer geben. Schlüsseldienste auch. Die große Kunst ist, dass man unterscheiden kann, was echt ist und was nicht. Ab und an muss man dann eben auch recherchieren. Vernünftige Schlüsseldienste finden Sie auch überall, Sie müssen dann nicht den erstbesten nehmen. Und vor allem muss man das Alles recht entspannt nehmen. Aber ohne eine Überprüfung muss in jedem Fall erfolgen. Wer weiß, was sonst noch passiert.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

7 Gedanken zu „Wenn Schlüsseldienste kommentieren

  1. Mittlerweile lösche ich die einfach, komplett und nehme nicht nur den Link raus.

    Einige der Kommentare waren qualitativ gar nicht sooo schlecht, sie gingen auf den Beitrag ein und waren auch nicht nur hingeworfene Einzeiler.

    Nach dem ich die Berichte über diese Schlüsseldienst-Link-Mafia gelesen habe, habe ich entschlossen, alle Kommentare aus dieser Richtung zu löschen, da ich solche „Geschäftspraktiken“ nicht unterstützen möchte.

    LG Thomas

    PS: Danke fürs Verlinken!

    1. Hallo Thomas, so verfahre ich auch. Die werden einfach bei mir über den Jordan gekippt, sofern mir mein Antispam-Plugin das überhaut durchlässt. So etwas kann man ja nicht auf die Leser loslassen. Nichts zu danken, dich verlinke ich doch gern.

  2. Geht mir wie Thomas. Manche Kommentare waren sogar „einigermaßen“ passend, aber mittlerweile fliegen sie alle raus.

    Bin nur mal gespannt, ob und wann sie der Kommentiererei (Spammerei) mal müde werden.

    Auch von mir ein herzliches Dankeschön.
    LG Hans

  3. Hmpf – bei mir ging das heute los, mit einer neuen Masche „Mietwagen-BeliebigeStadt“ – scheint sich ja zu rechnen die Masche. Wenn die das jetzt aber über alle möglichen Branchen ausweiten, dann gute Nacht!

    LG Thomas

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