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Blog - (C) Geralt Altmann CC0 via pixabay.de Blog - (C) Geralt Altmann CC0 via pixabay.de

Werbung im Blog ist tot

Steile These, nicht wahr? Der ganze Kram mit den Werbebannern von Google AdSense, Adiro, Zanox und so weiter ist am Ende. Wie aber weiter? Ich würde sagen, dass man sich neue Modelle überlegen muss, um einen Blog am Leben zu erhalten. Und wer dann sagt „Das ist dein Hobby und mir scheißegal, wie du das bezahlst„, ist schlichtweg ein Schnorrer. Das sind dann auch Leute, die denken, dass jedes Bild und jedes Video im Internet, das man in einer Suchmaschine findet, frei genutzt werden kann.

Keine Werbeblocker-Debatte

Nein, ich will hier nicht schon wieder eine Diskussion über Werbeblocker vom Zaun brechen. Unterm Strich muss es doch einem Webseiten-Betreiber egal sein, ob ein Leser einen Werbeblocker aktiv hat oder nicht. Nur ist es dann eben nicht mehr egal, wenn die Werbeeinnahmen drastisch zusammen brechen. Das habe ich hier mal ausgeführt. Und die aktuellen Entwicklungen werden zeigen, dass meine Werbeeinnahmen wohl Ende Mai für insgesamt 3 Monate bei nicht mal 30 € liegen werden, also um die 9 € pro Monat. Es gab mal Zeiten, da lagen sie bei um die 20 € pro Monat.

Ja, na klar, damit sind die Kosten zum Hosten der Seite bezahlt. Und einen Lutscher kriege ich damit auch noch zusammen. Aber es ist eben nicht abgedeckt, wenn ich mal für irgendwelchen Kram Kosten habe. Mal ganz abgesehen davon, welchen zeitlichen Aufwand ich im Monat habe. Aber das macht man ja gern. Und der Leser ist auch zufrieden mit dem, was man zu lesen bekommt. Warum soll man denn da den Werbeblocker deaktivieren? Wenn ich da die Diskussionen höre, dass ich doch nicht so blöd sein soll, meine Texte hier zu veröffentlichen. Sie wissen ja, wie das mit dem Messer in der Tasche ist.

Bezahlte Artikel

Ich habe hier mal einige bezahlte Artikel reingeschrieben. Über dies, das und jedes. Stammleser wissen ja, dass ich mich für vieles interessiere. Es kam nicht viel dabei herum. Und irgendwie ist man da immer auf dem Rasiermesser, dass Leser einen für käuflich halten. Aber bin ich das wirklich, wenn ich über irgendein Produkt oder eine Dienstleistung schreibe und deren Vor- und Nachteile beleuchte und am Ende das Fazit habe, dass das Zeug für manche aber nicht für mich interessant ist? Nur weil mir irgendwer einen kleinen zweistelligen Betrag dafür gegeben hat?

Mal abgesehen davon, dass das Eine oder Andere von Suchmaschinen auch nicht unbedingt für gut befunden wird. Aber ich ruiniere mir doch meinen mühsam erarbeiteten Ruf als Blogger mit eigenem Kopf, wenn ich irgendwelchen Speichel anfangen würde zu lecken. Außerdem ist die Vorstellung daran schon ekelerregend. Um das mal zu beenden: Nein, es war immer meine Meinung, nur dass sie zu schlecht bezahlt war für das eingegangene Risiko von Bestrafungen.

Ob es künftig wieder bezahlte Artikel geben wird, weiß ich noch nicht. Mir liegt aktuell ein Angebot vor. Viele andere habe ich ignoriert und deren Absender ausgelacht. Aber wenn, dann wird es hier ganz klare Kante geben. Denn das Einzige, was ich bisher nicht gemacht habe, ist: Ganz groß „WERBUNG!“ dran schreiben. Das werde ich wohl aber künftig machen. Das wäre das Einzige, was ich mir zu dem Thema vorstellen kann.

Und sonst so mit den Einnahmen?

Eher mau. Ich habe mich mal lange Zeit mit den Zahl-was-du-willst-Geschichten Flattr und Paypal beschäftigt. Beides hatte ich hier im Blog. Beides wurde nicht genutzt. Und das, obwohl ich bei entsprechender Nutzung in Aussicht gestellt hatte, die Werbebanner wegzumachen. Es interessiert schlichtweg niemanden. Da bliebe noch die Geschichte mit Laterpay, mit dem der Leser sich Artikel auf eine Art Bierdeckel schreiben lassen kann und dann den Bierdeckel bezahlt. Für meinen Blog nicht durchführbar, dazu habe ich zu wenig, was nicht auch woanders stehen könnte.

Irgendwelche strategischen Partner kann ich mir auch nicht wirklich vorstellen. Wer will denn mit dem Blog hier eine Kooperation eingehen? Ach ja, da gab es auch mal einen ganzen Sack voll Angebote. Aber die liefen alle darauf hinaus, dass ich für irgendeine mir unbekannte Klitsche kostenlos Spalier laufen sollte. Oder so. Nee, lasst mal. Und von irgendwem zu irgendwas eingeladen zu werden, ist mir auch noch nicht passiert. Also bleibt am Ende festzuhalten: Ein paar Groschen Werbeeinnahmen und früher mal ein paar Euro für bezahlte Artikel. Wirklich käuflich kann man das dann nicht nennen, oder?

Die Werbung im Blog ist tot

Da man immer wieder feststellt, dass jeder denkt, dass ein Blog kostenlos für den Leser ist, werden eben Blogs auch immer mehr mit Werbeblockern aufgerufen. Das liegt daran, weil es zu viele Vertreter der Zunft gibt, die einfach nur eine gigantische Litfaßsäule aus ihren Blogs gemacht haben. Jetzt könnte ich hergehen und meinen Blog mit mehr Bannern zupflastern, um die Einnahmen wieder etwas anzuheben. Aber genau das würde dann nicht gelingen. Ich würde wahrscheinlich Leser verlieren. Und die sind doch das eigentliche Kapital.

Wenn Werbung im Blog tot ist, muss etwas anderes herhalten, um die Kosten für die Webseite wieder reinzuholen und vielleicht ein paar Groschen für die viele Arbeit einzusammeln. Ich bleibe da eigentlich nur dabei hängen, dass ich statt Werbebanner doch wieder bezahlte Artikel veranstalte. Etwas anderes ist viel zu sehr dem Wohl und Weh sehr vieler Faktoren unterworfen. Es sei denn, die vielen Leser, die mein Blog hat, kämen generell ohne Werbeblocker hierher. Aber das kann man ja von niemandem verlangen.

Und wer dann denkt, ich sei käuflich, dem sei gesagt: Viele Dinge, die ich hier reinschreibe, haben meinen Lesern schon weitergeholfen. Das ist eine Leistung. Und man zeige mir mal bitte eine zur Verfügung gestellte Leistung, die kein Geld kostet. Mit irgendwas muss man immer bezahlen, wenn man eine Leistung nutzt. Habe ich Recht?

Umfrage

Da ich ein Freund davon bin, meine Leser mit einzubeziehen, frage ich einfach mal rum, wie es denn meine Leser gern hätten. Sollte eine Antwort nicht dabei sein, kann man auch gern die Kommentar-Sektion nutzen.

Ganz klar sei mal gesagt: Ich will mir keine goldene Nase mit dem Blog verdienen. Wer glaubt, dass das immernoch möglich ist, der irrt. Selbst große Blogs können zwar Einnahmen generieren, von denen manch anderer träumt. Aber da sind auch fest angestellte Leute mit dabei. Das ist ja bei mir nicht der Fall. Ich will einfach nur ein paar Einnahmen generieren, um den technischen Kram hier dahinter zu bezahlen und mir mehr als einen Lutscher kaufen zu können.

Und ehrlich gesagt: Unabhängige Blogs sollten mehr geschätzt werden, auch wenn sie irgendwelches Zeug für einen Artikel bekommen oder mal irgendwelches Zeug zum Testen erhalten, was sie behalten können, oder wenn sie irgendwo hin eingeladen werden. Darum einfach die Frage, wie denn der Leser gern die Finanzierung hier hätte.

Welche Einnahmegeschichte wäre besser für diesen Blog?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

12 Gedanken zu „Werbung im Blog ist tot

  1. Mir scheißegal, solange wir immer mehr in den Feudalismus abdriften und über BGE nicht in der breiten Öffentlichkeit diskutiert wird.

    PS: Kotze bei bezahlten Werbeartikeln und liebe passionierte, leidenschaftliche Blogartikel…

  2. Coole Überschrift. Ich hatte den Beitrag den ich gestern kommentierte lange als Favorit gespeichert um den irgendwann mal zu kommentieren. Im Hinterkopf hatte ich das ein Beitrag folgen würde! Wie recht ich doch hatte.

    Ich würde es so halten an deiner Stelle, das Beiträge wo ich dahinter stehe und eigene Erfahrungen habe, nicht mit Werbung kennzeichnen würde. Beiträge die andere schreiben und ich nichts dazu beitrage würde ich kennzeichnen und auch auf Nofollow setzen. Nur mal so als Idee.

    Wie gesagt auf Werbung werde ich vermutlich auch verzichten in meinen Blog weil nichts dabei raus kommt.

    1. Ja, die Geschichte mit den Bannern ist wohl endgültig vorbei. Ich fände es aber fairer dem Leser gegenüber, jeden Artikel, für den Geld geflossen ist, zu kennzeichnen. Soweit ich informiert bin, ist das wohl auch rechtlich relevant.

  3. Ich habe mal die gesunde Mischung angekreuzt. Das ist das, was bei mir auch funktioniert. Ab und zu einen bezahlten Artikel, Fett als Werbung gekennzeichnet und noch seltener mal einen Banner. Das wird akzeptiert, zumindest bei uns wie einige Leser auch unlängst bestätigt haben.

    LG Thomas

    1. Okay, dann ist das vielleicht ein Weg, der in die richtige Richtung führt. Ich meine, durch irgendwas müssen doch die Kosten reingeholt werden. Und da muss man schon irgendwie etwas machen, was a) die Leser nicht so stört und b) so etwas einbringt, dass man nicht noch drauf zahlt.

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