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Prostitution - (C) Geralt Altmann CC0 via Pixabay.de Prostitution - (C) Geralt Altmann CC0 via Pixabay.de

Wie sich Blogger prostituieren

Was zum Geier ist denn mit so manchen Bloggern los? Denen kann man schon unterstellen, dass sie sich mit ihren Blogs gehörig prostituieren. Ja ja, ich höre es schon wieder, dass dann manche mit dem Donnerknüppel wedeln und mir unterstellen, ich würde den deutschsprachigen Bloggern in den Rücken fallen. Mache ich das denn? Ich glaube nicht. Ich habe nur etwas dagegen, wenn in Sachen Bloggen so einiges aus dem Ruder gelaufen ist.

Leute, ich schreibe gern. Ehrlich. Und da hole ich mir so manche Inspiration aus den deutschsprachigen Blogger-Netzwerken. Wer selbst bloggt, wird das eine oder andere kennen. Ich will auch gar nicht auf ihnen herumreiten, weil das nicht das jetzige Thema ist. Das Thema ist, dass ich vor lauter Untergeschoss-hinhalt-Artikel kaum noch wirklich gehaltvolles finde. Und die Artikel, die ich da meine, erzählen von „Schnäppchen“ oder „Hauls“ oder „Aktionen“ und all sowas. Und solche selbst ernannten Blogs verstopfen mir die Leitungen. Könnte ihr die nicht einfach abschalten?

Keine Frage, Geld muss auch mit einem Blog verdient werden. Daher ist es auch nicht verwerflich, für das eine oder andere im Blog Geld einzustreichen. Wenn aber Blogs ausschließlich daraus bestehen, dass die von irgendwem Kohle einstecken und außer irgendwelchen Werbe-Artikeln nichts, aber auch gar nichts als Inhalt haben, dann muss mir mal jemand erzählen, was diese Grütze denn mit Bloggen zu tun hat.

Genauso wenig sehe ich es als Bestandteil der Blogger-Arbeit, sich an irgendwen zu verkaufen und für den Spalier zu laufen. Solche Blogs prostituieren sich ganz besonders, weil sie eben die Suchmaschinen mit irgendwelchen Tricks auf sie geil machen und dann mehr oder weniger lustlos daher gerotzten Mist dort lauthals verkünden. Andere Blogs, die gehaltvoller über das gleiche Thema schreiben, sind aber weitaus schlechter zu finden, weil die eben nicht die Suchmaschinen bescheißen.

Ich habe nichts, aber auch gar nichts gegen Suchmaschinenoptimierung. Ich habe auch überhaupt nichts dagegen, wenn jemand mit seinem Blog Geld verdient. Mancher macht das ja hauptberuflich, da muss schon was in die Kasse kommen. Aber diese ganze gequirlte Kacke, bestehend aus wohlgemeintem Kurz-Artikel, Suchmaschinen überrumpeln und dem jämmerlichen Anbiedern, kann doch niemand wirklich wollen. Sorry, wenn ich da jetzt deutlich werden musste. Aber manches geht einfach nicht anders.

Ich meine, es machen genügend Leute, was ich hier kritisiere. Aber wenn dadurch Blogger ins Hintertreffen geraten, die sich wirklich den Allerwertesten aufreißen, dann habe ich dafür kein Verständnis. Und ich werde hier keine Namen nennen oder Links zu dem einen oder anderen verbreiten. Es möge sich bitte jeder ein eigenes Urteil bilden. Wenn aber irgendwelche Machwerke herausgeblasen werden MÜSSEN, weil der Auftraggeber oder der Rechteinhaber des Blogs gern so hätte, frage ich noch einmal: Was hat das denn noch mit dem Bloggen zu tun?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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