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Die Fenster von Microsoft - (C) Geralt Altmann via Pixabay Die Fenster von Microsoft - (C) Geralt Altmann via Pixabay

Windows 7 – Heute ist der Mainstream-Support zu Ende

Windows 7 ist für Microsoft ein Glücksfall. Trotzdem muss man irgendwann weitergehen. Daher endet heute der Mainstream-Support für Windows 7. Das Ende ist nah! Windows 7 wird kaputt gehen! Ich schlage vor, wir informieren uns erst einmal und schimpfen danach. Denn es ist gar nicht so schlimm, wie es klingt. Dazu muss man aber wissen, wie sich da Microsoft positioniert.

Bei Microsoft gibt es drei Support-Zyklen für deren Produkte: Den Mainstream-Support, den Extended Support und den Custom Support. Alle drei sind definiert. Bei Windows 7 endet heute nach geschlagenen 6 Jahren der Mainstream-Support für das nach Windows XP zweiterfolgreichste Betriebssystem von Microsoft. Es trat bereits 2009 die Nachfolge des Rohrkrepierers Windows Vista an. Die gleichen Zeiträume fallen für die beiden Serverversionen Windows Server 2008 und Windows Server 2008 R2 an.

Nun bedeutet das Ende des Mainstream-Supports nicht gleich, dass der Support generell eingestellt wird. Entscheidend ist eben, dass nun keine neuen Bestandteile für die Produkte ausgerollt werden. Es wird keine neuen Features mehr geben. Stellt der Kunde einen Funktionsfehler fest, der aufgrund fehlerhafter Programmierung auftreten kann und nicht schon in den ersten 6 Jahren behoben wurde, dann ist die Behebung dann kostenpflichtig, weil die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist, dass so etwas noch vorkommt.

Also Windows-Updates wird es weiter für Windows 7 und Windows Server 2008 R2 geben. Das sind die Sicherheitsupdates, die Microsoft immer bereitstellt. Insofern ändert sich für Otto-Normalverbraucher nicht wirklich viel. Morgen in fünf Jahren wird dann diese Phase auch beendet sein. Am 14.01.2020 stellt dann Microsoft den Extended Support für Windows 7 ein, dann wird es auch keine Sicherheitsupdates mehr so ohne weiteres geben.

Dann kommt die Phase des Custom Supports. Der kostet richtig Geld, weil im Normalfall für veraltete Software keine Leute mehr vorgehalten werden und keine Updates mehr für veraltete Systeme und Programme mehr angepasst werden. Aber der funktioniert prinzipiell auch. Wir erleben es ja bei dem einen oder anderen Kunden bei uns. Aber spätestens mit dem Einläuten der Custom Support Phase sollte man auf aktuellere Software wechseln. Mal ehrlich, das sind dann auch 11 Jahre, da kann man schon mal wechseln.

Wer jetzt damit kommt, dass Microsoft alles „geldgeile Säcke“ sind, der halte sich mal vor Augen, dass Windows 7 nun nicht so die Welt kostet, in etwa 10 oder 15 Euro pro Jahr, wenn man die kompletten 11 Jahre Mainstream + Extended Support sieht. Im Preis ist dann ja auch immer Support enthalten. Und das sollte man nie vergessen.

Der Caschy hat auch einmal aufgeschrieben, wie es sich mit den Support-Zyklen verhält. Ich denke, Microsoft verhält sich hier recht fair. Denn andere Software-Hersteller bieten kürzere Support-Zyklen. Insofern wäre ich vorsichtig mit dem Schimpfen auf Microsoft. Und bevor man dann für Custom Support jede Menge Geld verbrennt, sollte man sich in der Phase des Extended Supports nach neuerer Software umschauen. Das kann so verkehrt eigentlich gar nicht sein. Oder was meinen Sie?

Bildquelle: Die Fenster von Microsoft – (C) Geralt Altmann via Pixabay

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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