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Commodore Matrixdrucker MPS-802 - I, MOS6502 [CC BY-SA 2.5 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5)], via Wikimedia Commons Commodore Matrixdrucker MPS-802 - I, MOS6502 [CC BY-SA 2.5 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5)], via Wikimedia Commons

Wisst ihr noch, die Nadeldrucker?

Eigentlich gelten sie als ausgestorben. Die Nadeldrucker. Aber eben nur eigentlich. Denn es gibt sie nach wie vor. Und sie werden genutzt. Glauben Sie nicht? Doch, das können Sie ruhig, denn was wären denn Durchschläge ohne einen Nadeldrucker? Oder Rezepte, Kassen im Supermarkt oder was weiß ich, was sonst noch, ohne diese lärmenden Dinger? Ja, die nervtötenden Schepperteile gibt es nach wie vor. Und ich erzähle mal etwas darüber.

Vor vielen Jahren hatte ich mal einen Nadeldrucker. So etwas in der Art wie auf dem Bild oben. Ich weiß gar nicht mehr, wie ich zu dem gekommen bin. Jedes Mal, wenn ich etwas drucken wollte, fing der erstmal an, wie eine Kreissäge Lärm zu veranstalten. Aber man war sich gewiss, dass der Lärm vom Schriftbild her ein gutes Ergebnis erzielte. Ich hatte zu der Zeit einen Commodore Amiga 1200, und irgendwie hatte ich so einen Drucker mit dabei. Wie auch immer.

Jedenfalls kann man sich eigentlich denken, dass diese Dinge eigentlich in die ewigen Druckgründe gegangen sind. Es kommt doch niemand mehr auf die Idee und stellt sich zuhause in das Arbeitszimmer so einen Nerventod. Das mag ja alles richtig sein. Trotzdem gibt es sie noch. Gerade in Behörden und Praxen und Unternehmen finden die Anwendung. Ich meine, was die Dinger zusammen drucken, ist nun mal dokumentenecht, wasserfest und damit haltbar. Und diese Lärmbolzen können neben Durchschlägen auch mit Endlospapier und so etwas umgehen. Und die Geräte halten ewig und müssen nicht groß gewartet werden.

Das sind dann schon Argumente für Nadeldrucker. Aber sie sind eben aus den Haushalten verschwunden, was auch völlig nachvollziehbar ist. Wenn ich mir zuhause einen Drucker hinstellen würde, wäre das eben entweder ein Laserdrucker oder Tintenspucker. Ich schrieb ja schon, dass es niemanden geben dürfte, der einen Nadeldrucker zuhause herum scheppern lassen würde. Es sei denn, jemand hat so ein Ding aus Nostalgie-Gründen. Wie gesagt, die gehen auch nicht kaputt.

Entwickelt wurden die Nadeldrucker übrigens von OKI. Die haben das Ganze dann „OKI Wiredot“ genannt. Das war 1968. Eine halbe Ewigkeit ist das schon her. Neben OKI baut heutzutage noch Epson solche Geräte. Die anderen üblichen Verdächtigen – wie HP zum Beispiel – haben sich schon lang von der Technologie verabschiedet. Aber ich habe es ja bereits skizziert, dass es nach wie vor Einsatzgebiete für die Geräte gibt. Das mag man komisch finden. Aber unterm Strich drucken Nadeldrucker das Zeug für die Ewigkeit. Und in Sachen Bürokratie ist so ein Gerät noch lange notwendig. Oder wird sich das bald ändern?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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