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Bananen - (C) Hans CC0 via Pixabay.de Bananen - (C) Hans CC0 via Pixabay.de

WordPress: Suchmaschinenoptimierung mit Bananen

In den letzten Tagen liest man immer wieder mal vom Bananacontent, einem neuen SEO-Plugin für das Content Management System namens WordPress. Soso, wir machen also jetzt auf neue Art und Weise Suchmachschinenoptimierung, indem wir den Suchmaschinen Bananen geben. Na gut, ich schau mal eben, was das so ist. Es kann ja sein, dass das tatsächlich etwas gutes ist. Man liest so viel darüber, dass man gar nicht umhin kommt, sich damit zu beschäftigen.

Also: Bananacontent ist ein WordPress-Plugin. Ich lese, dass es für professionelle Blogger ist. Und ich lese, dass es SEO einfach macht. Es funktioniert anders als der Kram von YOAST oder wpSEO, das sich Sergej Müller einmal ausgeschwitzt hat. Es macht Keyword-Recherche, es optimiert den Blogartikel, es findet Influencer und macht Keyword-Tracking. Es heißt ja immer, dass man auf ein Keyword aufpassen soll, das hier und da und dort eintragen soll und in Titeln, Überschriften und Co. verwendet werden soll.

Da ich das Alles nicht mache und noch nie gemacht habe, weiß ich nicht, ob das Plugin denn überhaupt etwas für mich wäre. Ich schwitze mir kein zentrales Schlüsselwort aus den Rippen und baue meinen gesamten Blog um dieses Keyword. Und ich bin nun einmal kein professioneller Blogger. Bei Blogartikeln (ja, um die geht’s bei einem Blog) werden etliche Punkte angezeigt, die ggf. optimiert werden müssen. Und man kann sich anzeigen lassen, wer wohl Einfluss zu einem Thema hat und so.

Ich weiß nicht, ich will doch nur schreiben, ich will doch keine Wissenschaft daraus machen. Und außerdem habe ich keine Nischen-Webseite, für die das Plugin auch noch etwas wäre, wie ich las. Aber ich habe ein mulmiges Gefühl, wenn ich lese, dass man doch seinen Blog auf ein „trafficstarkes Keyword“ optimieren kann, wenn man das Plugin einsetzt. Für den Freizeit-Blogger heißt das: Ich nehme ein Schlüsselwort und baue meinen Blog darum. Und ehrlich: Das wäre überhaupt nichts für mich.

Und das Plugin ist nicht kostenlos. Damit habe ich ja kein Problem, hatte ich mir ja eine Lizenz für wpSEO gekauft. Aber 9 Euro pro Monat finde ich schon happig dafür, dass ich für das Plugin nicht so sehr viele Einsatzmöglichkeiten habe. Es gibt sicherlich großartige Einsatzmöglichkeiten für das Plugin. Aber bei mir leider nicht. Das mag sich irgendwann ändern. Aber im Moment sehe ich dafür relativ wenige Möglichkeiten bei mir. Einfach weil ich relativ wenig optimieren will, um möglichst gut da zu stehen.

Das ging bisher ohne großartige Turnübungen. Warum soll ich das jetzt machen? Und mir braucht da keiner mit „Na, weil es das superste Plugin der ganzen Welt ist“ zu kommen. Das glaube ich nicht. Ich brauche eine Rechtfertigung, das Plugin bei mir einzusetzen. Und die habe ich bisher nicht.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

4 Gedanken zu „WordPress: Suchmaschinenoptimierung mit Bananen

  1. Hi Henning,

    Dein Artikel zeigt natürlich, dass du das Plugin nicht leiden kannst. Aber es gibt ein paar Dinge die leider falsch sind in deinem Artikel.

    Das Plugin optimiert deinen Blogartikel selbstverständlich nicht von alleine, kein Plugin kann so etwas liefern. Das Ziel ist auch nicht, dass du deinen Blog oder Artikel um ein Keyword aufbaust, das ist kein richtiges SEO.
    Man schreibt seinen Artikel immer zuerst für Leser, aber wieso nicht noch eine gute Ausgangslage für möglicherweise gute Rankings bei Suchmaschinen schaffen?

    Ich finde, das eine schließt das andere nicht aus. Und für diesen Zweck ist bananacontent perfekt :)

    Viele Grüße
    Jonas

    1. Hallo Jonas, ich hab nicht geschrieben, dass ich das Plugin nicht leiden kann. Ich hab nur keine Verwendung dafür. Natürlich schreibt man zuerst für die Leser. Ich kann mich aber an Blogartikel erinnern, in denen tatsächlich die Rede davon war, dass zuerst das Keyword kommt und darum der Artikel gestrickt wird. Klar funktioniert Banana etwas anders. Am Ende bleibt aber trotzdem die Erkenntnis, dass ich nicht sehe, es bei mir einzusetzen. Und das wollte ich mit dem Artikel aussagen.

  2. Ich glaube das ist Geschmackssache. Jeder SEO / Webmaster hat einen anderen Anspruch an bestimmte Tools oder Plugins und dass diese 2 Plugins sich ähneln, ist das eine. Wenn man aber genau das Feature aus dem einen Tool oder Plugin benötigt welches der andere nicht hat, besorgt man sich eben das und ob es dann 1, 10 oder 20 Euro mtl. kostet spielt dann letztendlich auch keine Rolle. Es gibt mittlerweile gefühlt hunderte Tools und Plugins und irgendwo haben alle ihre Daseinsberechtigung, die von vielen Usern regelmäßig genutzt werden und die eben keinen Wert haben, werden eben ignoriert.

    1. Ja, das ist richtig. Ich sag ja auch nicht, dass Bananacontent nichts taugen würde. Ich sage eben nur, dass es für mich nichts ist. Aber für andere mag das genau das richtige Plugin sein. So ist nun mal die Welt.

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