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WordPress wird nicht besser durch Plugins

Beim Durchschauen alter Artikel stößt man ja auch mal auf interessante Dinge. Wie eine Sache, als ein Plugin-Update meinen gesamten Blog kaputt gemacht hatte. Das ist jetzt vier Jahre her. Aber ich kann mich noch gut daran erinnern, wie das damals war. Da sitzt du vor deinem Rechner und wartest auf das Fertigladen deiner Webseite, und die grinst dich dann mit einem „Internal Server Error“ an. Das muss nicht immer einfach lösbar sein. Deshalb muss man nicht denken, dass Plugins in jedem Fall einen Blog besser machen.

Ich treibe mich in diversen Gruppen und Foren zum Thema WordPress herum. Mal erfährt man etwas neues, mal nicht. Aber wenn irgendeine Handhabe für irgendein Problem oder ein Vorhaben gesucht wird, lautet in den allermeisten Fällen die Frage, ob es für dies und das ein Plugin gibt. Also, das kann es ja nicht sein. Kein Wunder, wenn unüberschaubare Plugin-Sammlungen wie JetPack zustande kommen, die irgendwelche Dinge tun, die man als jemand, der nicht ständig hinter die Kulissen schaut, gar nicht richtig einschätzen kann.

Ich versuche, die Liste meiner Plugins möglichst kurz zu halten. Das gelingt mir auch nicht immer. Aber das Vorhaben bleibt auf jeden Fall eminent wichtig. Unter Umständen können ja verschiedene Funktionen mit einem Plugin abgebildet werden, wenn es denn unbedingt auf diese Art und Weise sein muss. Aber ein „Ich will das und das machen. Gibt es dafür ein Plugin?“ werde ich versuchen zu vermeiden. Klar geht alles irgendwie mit Plugins. Aber es muss auch ohne hunderte Plugins möglich sein.

Jetzt kann man natürlich hergehen und auch noch an den Einstellungsdateien des Layout – also der Theme-Dateien – herum schrauben. Oftmals lässt sich darüber eh das Eine oder Andere besser einstellen. Also vor allem genauer. Aber bei einem Theme-Update oder einem Theme-Wechsel ist alles weg. Also wie macht man es nun am besten? Ich glaube, ich verfolge weiter meinen Stiefel, nicht alles auf-Teufel-komm-raus umsetzen zu müssen. Deshalb brauche ich auch nicht für alles irgendein Plugin.

Und am Ende bleibt dann die Erkenntnis, dass jedes Plugin weniger dafür sorgt, dass der Blog weniger ausfällt und weniger Angriffsfläche bietet. Dieses Thema wird immer aktuell bleiben. Mir ist es nur beim Durchschauen meiner Artikel entgegen gesprungen.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

10 Gedanken zu „WordPress wird nicht besser durch Plugins

  1. Ich teile deine negative Meinung über Plugins gar nicht. Wohl auch deshalb, weil mir derart negative Erfahrungen bisher erspart geblieben sind. Ich würde sogar sagen, dass WordPress ohne die vielen tollen Plugins überhaupt keine Chance gehabt hätte, diesen Weg zu gehen und die Nr. 1 auf dem CMS-Markt zu werden. Allein das kostenlose Angebot der Basissoftware hätte das aus meiner Sicht wohl nicht vermocht. Ich schätze die vielfältigen Angebote von Themes und Plugins, die man für WordPress erhalten kann, ganz außerordentlich. Im Moment habe ich „nur“ 20 Plugins in Betrieb. Es waren schon deutlich mehr. Und ja, ein gewisses Risiko geht man ein, wenn man – wie ich es getan habe – viele Plugins ausprobiert. Da geht auch mal was daneben. Aber so schlimme Ausfälle, dass gar der Blog kaputt gegangen wäre, hatte ich zum Glück nie zu beklagen.

    1. Ich denke, es kommt vor allem auf die Qualität an. Wenn ich irgendwas räudig zusammen geschustertes hernehme und das ohne vorherige Sicherung des Blogs installiere, brauche ich mich über einen Totalausfall nicht zu beschweren. Ich bin ja gar nicht so negativ eingestellt, was Plugins betrifft. Ich habe ja selbst eine ganze Latte im Einsatz. Aber ich denke, dass man sich solche Plugins aussuchen sollte, die a) sauber programmiert und bewährt sind und b) vielleicht mehrere Dinge kompensieren. Dann hat man ja am meisten davon.
      Im Übrigen finde ich deine Plugin-Liste gar nicht so lang. Meine ist etwas länger. Aber wenn es irgendwie in Richtung dreistellig geht, würde ich mir Sorgen machen. Also insofern: Alles gut.

  2. Hallo Henning,
    ich komme auf meinen WordPress-Blogs mit 10-35 Plugins aus. Mehr ist leider nicht drin und falls ich mal sehr dringend neue Funktionen im Blog brauche, muss ich auch schauen, dass die Plugins uptodate sind und einigermassen mit meiner WordPress-Version kompatibel. WP Markdown zum Beispiel wurde glaube ich noch zu wissen, das letzte Mal vor zwei Jahren aktualisiert oder es war GitHub Profile Widget. Eines von beiden dürfte es gewesen sein. Jedenfalls setze ich sie dennoch ein, weil sie gut laufen und mir eben die eine Funktion bieten können.

    Heute ist übrigens wieder mein Kommentiertag auf Rostockerblogger.de und ich verlinke dich dort gerne später mal.

  3. Pingback: Kommentierrunde mit Rostockerblogger.de vom 18.05.2016 - RostockerBlogger.de
  4. Ich finde auch, dass man die Liste der PlugIns so kurz wie möglich halten sollte. Meine Meinung ist auch schon seit Jahren, dass die WP-Programmierer mehr Aufgaben, die Plugins übernehmen, eigentlich direkt in WordPress einprogrammieren sollten.

  5. Wie kommt es, dass du Rainer wieder etwas mit den Blogs zu tun hast, da du dich ja davon verabschiedet hast. Aber dafür mir hinterher stalken und jeden Artikel kommentieren. Entweder ziehst du dein eigenes Ding im Internet durch und behauptest nichts, was du nicht halten kannst oder lasse es mal gut sein.

    1. Ist doch schön, wenn er sich wieder mehr äußert. ich meine, man freut sich doch über den Diskurs.

      Und sagen wir mal so: Der Herr Safferthal hat schon nicht unrecht. Viele Sachen, die über Plugins realisiert werden, können auch gleich im WordPress Quellcode hinterlegt werden. Vor allem, wenn sie ein de facto Standard sind. Mich würde DANN mal interessieren, ob denn der gemeine Blogger überhaupt noch Plugins bräuchte.

  6. Pingback: Kommentier-Samstag mit Rostockerblogger.de vom 21.05.2016 - RostockerBlogger.de
  7. Da möchte ich doch auch noch meinen Senf hinzufügen :-)

    Bei meinen WordPress Projekten hatte ich die letzten Monate oft das Problem das Plugins lt. meines Hosters das Einfallstor für Schadcode waren.

    Ich habe nun zwei Plugins die überall drauf sind . Das ist ein Yoast Seo. Aber auch nur um meine unwichtigen Seiten wie Impressum, Datenschutz und co mit Meta noindex versehen zu können (gibt es da eigentlich eine bessere Lösung) und dann habe ich antispam von Webvitaly.

    Bei Affiliate Projekten habe ich noch Pretty Link im Einsatz.

    Seit ich so abgespeckt habe ist die Geschichte mit dem Schadecode auch nur noch selten.

    Ich würde es auch befürworten wenn WordPress selber die wichtigsten gleich einprogrammieren würden.

    Grüße Lothar

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