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Barbie und der geheimnisvolle Pegasus - Wandmalerei - (C) csekeklari CC0 via pixabay.de Barbie und der geheimnisvolle Pegasus - Wandmalerei - (C) csekeklari CC0 via pixabay.de

Wow, eine sprechende und lauschende Barbie

Für Mädchen ein Traum: Eine Barbie. Nun gibt es eine neue „Hello-Barbie“, die dummerweise lauscht und das gesprochene Wort umherschickt. Prima. Nun können wir wieder wunderbar drauflos schimpfen, wie böse doch Mattel als Hersteller ist. Denn schließlich belauscht die Barbie nun ganze Familien. Skandal! Unschuldige Kinder werden ausspioniert! Und wenn wir uns dann genügend echauffiert haben, holen wir mal tief Luft und denken darüber nach, worüber sich aufgeregt wird.

Das Internet der Dinge, wie es so landläufig genannt wird, ist jetzt auch im Kinderzimmer angekommen. Kinder können nun mit Puppen reden, und diese geben auch noch sinnvoll Antwort. Damit das funktioniert, müssen die Puppen natürlich lernen. Freilich, von vornherein ist wohl ein gewisser Schatz an Antworten gespeichert. Aber der Hersteller kann ja nicht alle Eventualitäten berücksichtigen. Zumal ja die Barbie weltweit vertrieben wird. Also muss die Puppe „zuhören“, was so an sie gesprochen wird und das zur Verarbeitung und zur Generierung neuer Antworten an Server senden.

Das ruft Datenschützer auf den Plan, die sofort Zeter und Mordio schreien, weil die Privatsphäre verletzt ist. Die böse, böse Barbie ist ein Spion in geheimer Mission. Es wird gar mit der größten Datenschutz-Keule geschwungen, dass die Daten verkauft werden. Das wäre aber strafrechtlich relevant und könnte einem Weltkonzern wie Mattel teuer zu stehen kommen. Ich kann so ein Geschwätz eigentlich nicht wirklich nachvollziehen.

Also es ist erst einmal wahr, dass die „Hello-Barbie“ mithört, um ihren Wortschatz auszubauen und einen reichen Fundus an Antworten generieren zu können. Aber das steht erst einmal in der Bedienungsanleitung. Sonst dürfte das Spielzeug gar nicht auf den Markt kommen. Und dann ist es ja so, dass diese Funktion auch abgeschaltet werden kann. Alles andere wäre auch völliger Humbug. Oder sehe ich da irgendwas falsch?

Nachbesserungen sollten aber trotzdem gemacht werden. So ist es richtig, dass der Hersteller der Plauder-Puppe eine Einverständnis-Erklärung beifügt, die eben die Eltern erst unterschrieben zurückschicken müssen, damit die von der Barbie aufgezeichneten Sprach-Daten übermittelt und verarbeitet werden können. Aber ich halte es nach dem, was ich weiß, für Quatsch, dass Mattel die Daten verkauft oder sonstwie weitergibt. Ich kann mich täuschen. Aber diese Geschichte ist übertriebene Panikmache. Oder was meinen Sie?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

2 Gedanken zu „Wow, eine sprechende und lauschende Barbie

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