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Logo von Amazon.com - Autor unbekannt - (C) Public domain via Wikimedia Commons Logo von Amazon.com - Autor unbekannt - (C) Public domain via Wikimedia Commons

Wunderbare Bestell-Welt: Amazon und der Dash-Button

Na toll, jetzt kann man per Knopfdruck bei Amazon Nachschub diverser Alltags-Materialien auslösen. Das Ganze nennt sich Dash-Button und ist nicht ohne. Allerlei Verbrauchsmaterialien lassen sich auf diese Art und Weise mithilfe eines funkfähigen Knopfes, der ungefähr so groß wie ein Daumen ist, beim größten Online-Händler der Welt nachordern. Was erstmal nach einer wunderbaren Bestell-Welt klingt, kann auch Skepsis hervorrufen. Amazon hat damit nicht alle auf seiner Seite.

Stellen wir uns mal vor, dass das Waschmittel ausgeht. Hat man einen Dash-Button für eine bekannte Marke zum Beispiel an der Waschmaschine angebracht, kann man da drauf drücken, und die Bestellung wird ausgelöst. Der Kunde muss sich nichts mehr merken, alles läuft völlig automatisch ab. Eine spätere Bestellung muss nicht mehr ausgeführt werden. Und diese Dash-Buttons kommen für verschiedene prominente Marken nun auch nach Deutschland. Wie finden wir denn das?

Den so genannten Dash-Button bestellt sich der Kunde einfach mal mit. Der kostet 4,99 Euro, die dann bei der nächsten Bestellung wieder gutgeschrieben werden. So kostet dann das Waschmittel nicht mehr zum Beispiel 9,99 Euro, sondern nur noch 5,00 Euro. Das Ganze gilt für Amazon Prime Kunden. Und wir brauchen uns nicht darüber zu unterhalten, dass hier der deutsche Verbraucherschutz auf den Plan tritt.

Es kann nämlich vorkommen, dass sich die Preise bei Amazon für Produkt XYZ ändern. Auf einmal kostet das besagte Waschmittel keine 9,99 Euro, sondern 10,99 Euro. Beim Auslösen der Bestellung bekommt ein Kunde davon nichts mit. Denn der Dash-Button hat kein Display. Die Überraschung kommt dann erst bei der Bestellbestätigung auf das Smartphone. Und dagegen gibt es heftig Kritik. Und das könnte für den Online-Riesen auch irgendwann zum Problem werden. Denn ob die vielen, kleinen Einzellieferungen, die mit den Knöpfen ausgelöst werden, wirtschaftlich sind, ist derzeit nicht bekannt.

Nebenher ist auch bekannt geworden, dass zwar viele Kunden sich diese Dash-Buttons mal mit bestellt haben, aber nur wenige die Dinger auch konsequent nutzen. Das liegt einerseits daran, dass man beim Großeinkauf eh alles mitbringt, andererseits aber auch an dem Umstand, dass die Produkte, die man mittels Dash-Button bestellen kann, teils deutlich teurer sind. Und die Dinger sind auch unpraktisch. Für Amazon und seine Kunden. Denn für jedes Produkt, was man bei Amazon ordern kann, muss ein eigener Button her.

Wer nutzt so etwas? Stellen Sie sich mal vor, dass Sie die halbe Bude mit diesen Dingern voll gepappt haben. Das sieht sicherlich wunderbar wohnlich aus. Und dann geht es noch weiter. Das Ganze basiert auf Smart Home, was an sich eine gute Sache ist, aber skeptisch beäugt wird. Und die Geschichte läuft Cloud-basiert ab. Da ist es kein Wunder, dass Datenschützer und Verbraucherschützer hier Alarm schlagen. Was hat sich da Amazon nur einfallen lassen? Für mich ist das nichts. Und für Sie?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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