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YAHOO! - von Munhuu94 (Eigenes Werk) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons YAHOO! - von Munhuu94 (Eigenes Werk) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons

YAHOO! – Ein gigantischer Datenklau wurde zu spät bekannt gegeben

Kennt noch jemand Yahoo? Vor 21 Jahren als eins der Goldgräber-Unternehmen im Silicon Valley gegründet, macht es wieder einmal negative Schlagzeilen. Nach vielem Hin und Her und einigem Auf und Ab wurde im vergangenen Sommer das Internetgeschäft an den Giganten Verizon für 4,4 Milliarden Euro verkauft. Und jetzt kam der ehemalige Shining Star des Internet um die Ecke und hat mir-nichts-dir-nichts zugegeben, dass Hacker vor zwei Jahren eine halbe Milliarde Datensätze von Kunden erbeuten konnten. Das ist ein Thema, das derzeit viele Beobachter umtreibt.

Yahoo steht ja immer wieder in der Kritik, zu wenig Datenschutz zu betreiben. Ob es nun diverse Einbrüche in die Datenbanken des Konzerns waren oder die bereitwillige Zusammenarbeit mit Geheimdiensten oder die teils fragwürdige Unternehmenspolitik: Immer wieder stand Yahoo in der Kritik. Alle paar Jahre wird bekannt, dass Benutzerdaten gestohlen wurden und im Internet veröffentlicht wurden. Und man fragt sich ernsthaft, wie es kommt, dass der Konzern immer wieder Kunden und Nutzer von sich überzeugen kann.

Die nun bekannt gewordene Attacke ist bereits zwei Jahre her. Es wurden dabei Datensätze von mindestens 500 Millionen Nutzern erbeutet, die aus dem Namen, der Email-Adresse, dem Geburtsdatum, Telefonnummern und dem verschlüsselten Passwort bestehen. Selbst wenn die Passwörter vielleicht nicht geknackt werden konnten, was wohl gar nicht mehr so unmöglich ist, konnten die Hacker durchaus etwas mit den Daten anfangen. Und sei es, dass Unmassen von Phishing-Mails versendet wurden, um an Kontodaten und so etwas zu gelangen.

Yahoo hat zwei Jahre über die Attacke Stillschweigen gewahrt, was ja das eigentlich fahrlässige ist. Aber vielleicht gibt es dafür eine einfache Erklärung, denn der Konzern gab an, dass die Urheber der immensen Attacke einen „staatlichen Hintergrund“ hätten, was immer das bedeuten soll. Yahoo hat jahrelang staatliche Aktionen in seinem Datenbestand zugelassen. Schließlich haben NSA und GCHQ recht ungehindert Zugang zu den Nutzerdaten gehabt. Wer soll also den „staatlichen Hintergrund“ gehabt haben? Ach. ich ahne es schon: Russland, China, DIE DA.

Nein, Freunde, ich kann nur dazu raten, sich schnellstmöglich von Yahoo zu trennen. Diese Meinung habe ich allerdings nicht einmal exklusiv. Wie gesagt, es sind etwa 500 Millionen Datensätze in die freie Natur entschwunden. Und 1 Milliarde Nutzer hat das Unternehmen. Die haben es ehrlich fertig gebracht, die Hälfte aller Nutzerdaten zu klauen? Wie schlecht müssen diese eigentlich abgesichert sein. Also sollte jeder sein Yahoo-Konto löschen. Das braucht niemand mehr. Oder doch?

Schließlich bietet Yahoo einiges an: Yahoo Mail, Yahoo Messenger, der Fotodienst Flickr, die Blog-Plattformen Yahoo Pulse und Tumblr. Versenkt hat man die Kalender-Lösung Upcoming sowie die Marken AllTheWeb und AltaVista. Den Bookmarking-Dienst Delicious hat man 2011 verkauft. Aber irgendwie könnten da überall Yahoo-Konten dran hängen. Also darf man die gern man alle überprüfen. Und trennen sollte man sich von Yahoo, weil die ihre Nutzer 2 Jahre lang im Unklaren gelassen haben. Das darf man einem solchen Anbieter einfach nicht durchgehen lassen. Oder ist das Alles gar nicht so schlimm?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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