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Virus-Warnung Virus-Warnung

Android: Bei Anruf Virenbefall

Ein Virus kann ausbrechen, wenn ein Android-Handy angerufen wird. Der Virus heißt DeathRing und ist bereits beim Kauf vorinstalliert. Und somit können Nutzer bestimmter Smartphone-Modelle automatisch in eine Falle tappen und sich eine Bedrohung einsammeln. Das ist eine ziemlich kranke Sache, und darüber muss man einfach mal reden.

Also erstmal zur Beruhigung: Geräte wie das Google Nexus, das Sony Xperia, das HTC One oder auch die Samsung-Teile sind nicht betroffen. Es sind irgendwelche Wald-und-Wiesen-Smartphones, die Namen tragen, von denen man noch nicht allzu viel gehört hat. Das liegt aber auch daran, dass diese ominösen Teile gar nicht in Europa auf den Markt kommen.

Da gibt es irgendwie diverse Klone von Geräten der Samsung Galaxy Familie, da sind Teile von Gionee betroffen, TECNO, Haier und Co. Bei denen ist ein Klingelton vorinstalliert, der diesen Virus huckepack hat. Das Blöde an der Sache ist, dass kein Antiviren-Programm den Virus als solchen erkennt. Der Virus sitzt direkt im Systemverzeichnis, deshalb kann der auch – falls der mal erkannt wird – nicht entfernt werden.

Blöd ist auch, dass der Virus nicht gleich aktiv ist. Der wird erst scharf, wenn das Smartphone mit der Schadsoftware an Bord soundso oft hoch- und heruntergefahren wurde oder ge- und entsperrt wurde. Wie, wo und wann in der Lieferkette der Virus allerdings überhaupt auf das Gerät kommt, ist derweil völlig unklar.

Der Schaden, der entsteht, ist laut GIGA der folgende: Wenn der Virus einmal erwacht ist, kann der im Hintergrund und damit völlig unbemerkt vom Nutzer SMS- und MMS-Inhalte herunterladen, die dann für kriminelle Handlungen missbraucht oder verwendet werden können. Ich brauche Ihnen ja nicht zu erzählen, dass mit einem solchen Virus an Bord auf einem Smartphone die komplette Identität gestohlen werden kann: Kontakte können ausgelesen werden und für falsche Zwecke und unter falscher Identität kontaktiert werden, Inhalte wie Bilder oder Profile können manipuliert werden. Es kann auch weitere Schadsoftware nachgeladen werden.

Aber wie gesagt: Es soll die großen Marken nicht betreffen. Trotzdem ist es sinnvoll, eine aktuelle und funktionierende Antiviren-App an Bord des Smartphones installiert zu haben. Hin und wieder eine Prüfung sollte man auch durchziehen. Aber das machen Sie sicherlich alle. Stimmt’s?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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