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Apple Watch – Ein Smartklumpen wurde geboren

Ich gebe zu, dass ich keine große Ahnung von Apple-Produkten habe. Aber was da gestern vorgestellt wurde, braucht kein Mensch. Ehrlich mal. Du lieber Himmel, da wurden neben einem neuen Mac Book, das gleich mal teurer ist als bisherige, auch Uhren vorgestellt. Uhren, Leute! Keine Raumschiff-Fernsteuerungen. Aber die Dinger haben teilweise Preise, als ob sie eben sowas wären. Aber es sind Uhren.

Ich habe den Eindruck, als ob man dem Apple Fan versucht, alles anzudrehen, was irgendwie – ja, was nun eigentlich – cool aussieht. Der Apple-Kunde hat ein Mac Book, einen iPod für unterwegs, ein iPhone und bald eben auch eine Apple Watch. Bezahlt wird mit Apple Pay. Und irgendwann kann man keine Äpfel mehr sehen. Soweit ich mitbekommen habe, versucht Apple, seine Kunden zu lenken. Ob das wirklich so ist, weiß ich natürlich nicht. Aber ein Telefon für über 1000 € und eine Uhr für knapp 1300 €? Muss das sein?

Ich meine, selbst wenn mir die Apple Watch gefallen würde, ich könnte sie ja gar nicht nutzen. Das geht nämlich nur in Verbindung mit einem iPhone. Tschuldigung, dieser Handgelenk-Computer soll dafür sorgen, dass man nicht mehr so sehr das iPhone aus der Tasche zieht? Leute, mit Apple-Produkten ist es so, wie mit Ferraris oder Foto Modells: Die sind alle dafür da, um vorgezeigt zu werden. Aber gerade das iPhone soll man dank Apple Watch nicht mehr aus der Tasche holen müssen? Schämt sich da Apple etwa?

Ja, ich erzähle hier nur von knapp 1300 € pro Uhr. Es gibt sie auch für 399 €, 699 € und so weiter. Es gibt sie aber auch für sage und schreibe 11000 €. Geht’s noch? Für eine Uhr? Ich meine, es ist weder Omega noch Rolex. 11000 €! Ich bin da fast vom Stuhl gefallen. Der Sascha Pallenberg hat das da mal kommentiert. Und ich stimme da voll und ganz zu.

Solche Preise erdreistet sich nicht mal Samsung. Auch die ganze weltweite Konkurrenz liegt bei den Preisen für ihre Uhren weit, weit unter dem, was für das Standard-Teil für – sagen wir – 700 € aufgerufen wird. Ich glaube, Apple könnte Klopapier produzieren, „Apple Paper“ draufschreiben und es pro Rolle für 25 € verkaufen und Käufer dafür finden. Eine derartige Dekadenz ist irgendwie ekelhaft. Oder wie es der Twitter-Spaß-Account der Margot Honnecker formuliert:

Ich habe auch von Apple-Nutzern gehört, die da erzählen, dass denen die hemmungslose Preisspirale von Apple einfach nur noch auf die Nerven geht. Die schauen sich schon mal um, was die Konkurrenz so bietet. Und bei denen kommt HTC gar nicht so schlecht weg. Denn was kann denn die Apple Watch? Nichts, was andere Uhren nicht auch können. Nur eben mit einer überschaubaren Akkulaufzeit und für einen viel höheren Preis. Tut mir leid, aber ich hoffe, dass Apple sich mit der Uhr eine blutige Nase holt. Aber ich fürchte, dass das eben nicht passiert und Apple am Ende das sagt, was sich Sascha Pallenberg denkt:

Fuck you, ihr kauft unseren Scheiss dennoch

Ich meine, es gibt etliche Hersteller, die für einen kleineren Preis mehr bieten, unter anderem ein wasserdichtes Gehäuse. Nicht mal das hat Apple hinbekommen. Und wenn ich frage, warum jemand ein Gerät von Apple – zum Beispiel ein iPhone – kauft, dann heißt es immer „Weil es gut aussieht und einfach funktioniert“. Tut mein HTC One auch. Ich sehe keinen Grund, einen Smartklumpen von Apple zu kaufen. Sie etwa?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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