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backdoor.androidos.obad.a – Eine alte Gefahr für’s Smartphone ist zurück

Etwas stelzig klingt sie: backdoor.androidos.obad.a. Derzeit wird über Werbenetzwerke Angstmacher-Software ausgeliefert, die vor einem Virus warnt. Ein Grund mehr, auf Werbeblocker nicht zu verzichten. Diese Angstmacher-Software – man nennt so etwas „Scareware“ – wird über Werbeanzeigen ausgespielt. Und das macht das Ganze richtig perfide, wenn wir an all die Webseiten denken, die sich ausschließlich über Werbung finanzieren. Aber ich kann es auch hier niemandem verdenken, wenn man auch meine Seite nur noch mit aktivem Werbeblocker aufsucht. Grund ist auch solche Scareware.

backdoor.androidos.obad.a

Danach muss man erst einmal suchen. Das ist jetzt nichts, was geläufig ist. Vor drei, vier Jahren machte dieser Trojaner richtig Ärger. „Obad.a“ galt lange Zeit als einer der komplexesten Trojaner der Welt. Unzählige Webseiten hatten davon geschrieben. Dieser Schädling war einer der Gründe, wieso auf Android Smartphones auf einmal Antivirenprogramme kultiviert wurden. Man hat es da regelrecht mit der Angst zu tun bekommen, wenn sich Kaspersky geäußert hatte. Und nur die Produkte der Software-Schmiede waren zur Bekämpfung in der Lage, wie der Hersteller angab.

Ganz weg war backdoor.androidos.obad.a wohl nie. Aber man nahm nicht so wirklich davon Notiz. Bis dann irgendwann mal die Sache mit den Erpressungen anfing. Mittlerweile ist der Trojaner wohl dazu in der Lage, sich Administratorrechte zu verschaffen und SMS an Premium-Dienste zu verschicken und all das. Und mittlerweile gibt es tonnenweise Anleitungen, wie man diesen Schmutz wieder los wird. Und nun kommt noch dazu die Angstmacher-Software dazu.

Auf an sich völlig seriösen Webseiten wird über Werbenetzwerke dieser Unfug ausgeliefert. Plötzlich spielt das Smartphone verrückt: Da erscheinen Behauptungen, dass sich auf dem Gerät Schadsoftware befinden würde, das Gerät vibriert wie irre vor sich hin, Timer werden angezeigt, Popups erscheinen, die man gar nicht so schnell wieder schließen kann etc. Dazu gibt es einen Schwung „Informationen“ in hanebüchen falscher deutscher Sprache. Man wird dazu genötigt, irgendwelche Apps zu installieren, vor denen aber in einschlägigen Foren gewarnt wird.

Ich denke, das Hauptproblem sind hier nicht die Webseiten. Einerseits sind es die Werbenetzwerke, die so etwas zulassen. Andererseits sind es die Smartphone-Hersteller, die keine zuverlässige Update-Politik haben. Und es sind aber auch die Nutzer, die meinen, ihr Smartphone durch die Entwickler-Einstellungen und die Möglichkeit der Installation von Apps aus dritter Hand aufbohren zu müssen. Und so muss man immer wieder solche Angstmacher-Software entfernen.

Alles in allem ist backdoor.androidos.obad.a wohl kein schlimmer Virus, sondern das Zeug wird angezeigt, um die Installation fragwürdiger Apps voran zu treiben. Man kann dem Ganzen schnell Herr werden, indem man sein Handy nicht unnütz aufbohrt. Jedes aufgebohrte Smartphone ist ein potentielles Risiko. Das muss man ja alles gar nicht mitmachen. Mir ist bewusst, dass man sich mit Werbeblockern einigermaßen schützen kann. Mir ist von meinem Werbepartner nichts gefährliches bekannt. Aber ich werde deshalb dennoch nicht betteln, den Werbeblocker bei mir auszuschalten. Die Gründe geben einem halt Recht.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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