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WhatsApp - (C) arivera CC0 via Pixabay.de WhatsApp - (C) arivera CC0 via Pixabay.de

Cash Cow WhatsApp

Wofür hat Facebook – nämlich Mark Zuckerberg – nochmal die vielen Milliarden für WhatsApp auf den Tisch gelegt? Ach ja, zum Geldverdienen. Irgendwie. Bisher hat das nicht so richtig geklappt. Ja, ich höre es schon: DIE DA verkaufen unsere Nutzerdaten. Aber wo ist denn das bewiesen? Ich glaube nicht. Aber wenn man das Alles so richtig sieht, dann will Facebook tatsächlich WhatsApp profitabel machen und damit Geld verdienen. Mal gucken, was sie so vorhaben.

Es gab mal eine Zeit, in der WhatsApp Geld gekostet hat. Die unverschämte Summe von nicht einmal 1 Euro pro Jahr. Die älteren unter uns werden sich erinnern. Man wird sich aber auch daran erinnern, dass es immer wieder die Möglichkeit gab, die Nutzungslizenz kostenlos zu verlängern. Und dann hat die Mutter Facebook entschieden, dass WhatsApp kostenlos ist. Die Welt atmete auf, da „die Halsabschneider“ nicht mehr diese horrende Gebühr verlangten. Erinnern Sie sich?

Facebook will aber dennoch irgendwie mit WhatsApp perspektivisch Geld verdienen. So wie jeder mal Geld mit dem Messenger verdienen will. WhatsApp wird so nach und nach zu einer Cash Cow. Wie Nutzer des Messengers den Dienst nutzen können, um mit ihm Einnahmen zu generieren, was durchaus funktionieren soll, so will selbstverständlich der Anbieter selbst auch Umsatz und Gewinn damit erzielen. Die Nutzer verteilen Social Links über WhatsApp, die anderen haben großes vor.

Facebook will mit WhatsApp erreichen, dass die Nutzer eine ein gutes Nutzungserlebnis haben und dass Firmen mit Kunden kommunizieren. Über WhatsApp soll für Unternehmen die Möglichkeit geschaffen werden, Reichweite für Marken zu schaffen. Mit der Tochter Instagram ist Facebook ja eigentlich schon auf einem recht guten Weg. Warum soll man das nicht auch bei WhatsApp tun? Schließlich hat der Dienst auf den Monat gesehen so etwas wie 1 Milliarde Nutzer. Mit denen kann man ja etwas anstellen, oder?

Und wie gesagt, Nutzer selbst können auch mit WhatsApp Geld verdienen. Man kann darüber Umfragen oder Links oder sonstwas verteilen und sich so ein paar Cents dazu verdienen. Inwiefern das die Mutter des Messengers, Facebook, gut findet, sei mal dahin gestellt. Aber warum soll man das nicht nutzen? Ich meine, wenn es schon die Möglichkeit gibt, dann sollte man vielleicht zugreifen. Facebook selbst und seine Kundenfirmen wollen schließlich auch mit und über WhatsApp Geld verdienen.

Am Ende muss man eben aufpassen, dass der beliebte und so weit verbreitete Messenger nicht zur reinen Werbe-Müllhalde verkommt. Ich muss Ihnen das sicherlich nicht näher erzählen, diese Gefahr tatsächlich besteht. Wenn sie alle nur noch Geld mit dem Dienst verdienen wollen, wo bleiben dann die Nutzer, die einfach nur chatten wollen? Und was machen dann die ganzen Blitzbirnen mit ihren Kettenbriefen? Fragen über Fragen. Jedenfalls soll es erstmal theoretisch möglich sein, mit WhatsApp Einnahmen zu haben.

Jetzt stellt sich mir die spannende Frage, wer das Ganze so nutzt. Ich habe schon gehört, dass diverse Unternehmen so eine Art Kundendienst über WhatsApp anbieten. Radiosender bieten Verkehrsmeldungen darüber an. Man kann Webseiten über WhatsApp abonnieren. Wenn Sie meine Webseite auf einem Mobilgerät öffnen, haben Sie die Möglichkeit, meine Artikel über WhatsApp zu teilen. Warum soll man dann nicht auch damit etwas für das Bankkonto machen? Ich sehe da jetzt kein so riesiges Problem. Sie etwa?

Na klar, als Nutzer, der sich etwas dazu verdienen will, wird man vielleicht nicht reich. Und Facebook wird sicherlich auch keine Fantastillionen an Einnahmen verzeichnen, wenn das Unternehmen kostenpflichtige Chatbots für die Kundenfirmen anbieten wird. Aber wie gesagt, man muss aufpassen, dass das Alles nicht zur Werbehölle verkommt. Denn wir können uns sicher sein: Nutzer, die den Dienst „einfach so“ nutzen wollen, wollen nicht mit Werbung geflutet werden. Passiert das, sind sie weg. Und diese Gefahr besteht für WhatsApp, sollte es Facebook übertreiben. Und genau das muss man beobachten.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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