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Ein Selfie im Urlaub - (C) wilkernet CC0 via Pixabay.de Ein Selfie im Urlaub - (C) wilkernet CC0 via Pixabay.de

Das Roaming wird daher gemogelt

Endlich! Die Roaming-Gebühren sollen wegfallen. Dann kann man auch endlich im Ausland vor sich hin telefonieren und surfen und so. Gut so? Eigentlich ja. Aber eigentlich auch wieder nicht. Denn irgendwie kommt einem das Ganze so vor, als hätte die ganze Sache einen dicken Pferdefuß. Wenn man sich so im Internet umschaut, könnte man fast annehmen, dass dem auch so wäre. Schauen wir mal.

Deutschland mit seinen Mobilfunk-Anbietern spielt hier mal wieder eine tolle Rolle. Man jubelt vor sich hin, dass die Roaming-Gebühren ab Sommer 2017 wegfallen. Endlich wäre also die Sache erledigt, dass man aufpassen muss, was man im Ausland mit dem Smartphone tut. Aber Deutschland macht hier wieder die bekannte Figur: Wir mogeln uns einen daher.

Ach ja, das Roaming war ja schon mal Geschichte. Genauer gesagt sollte das Roaming zum 31.12.2015 abgeschafft werden. Nun hat man das Ganze schon mal um 1,5 Jahre verlängert, also mit Ferien und den Selfies vom Strand. Angeblich würde es um die Abstimmung der Mobilfunk-Anbieter untereinander gehen. Und dafür brauchen die geschlagene 18 Monate? Und warum haben die das Ganze nicht schon längst gemacht, wenn die schon 2 Jahre oder so vor sich hin verhandeln? Das ist ja wirklicher Highspeed, oder?

Und aufpassen: Von einem völligen Ende des Roaming ist überhaupt gar nie, nie nicht die Rede gewesen. Denn man soll das Alles ja angemessen nutzen. Nun stellen wir uns einmal vor, man ist beruflich oder so immer wieder im Ausland. Und dort telefoniert man oder nutzt überhaupt sein Smartphone. Und zwar mit dem Heimatvertrag. Würde dann noch die Nutzung „angemessen“ sein? Was meinen Sie? Umfangreiche 50 Minuten (verzeihen Sie den Sarkasmus) stehen pro Jahr zur Verfügung. Und wir reden von einem „Europa des Miteinander“?

Nein, das ist alles Blödsinn. Lassen wir uns doch auf eine europäische Flatrate ein. Wenn wir schon von einem „europäischen Staat“ und von einem „europäischen Binnenmarkt“ reden, dann können wir auch europäische Smartphone-Tarife einführen. Sie werden staunen, was da alles gehen würde. Der Deutsche würde pausenlos überprüfen, wann das Datenvolumen aufgebraucht ist, der Finne würde Angst um seinen Komfort bekommen. Wie auch immer, irgendwas muss da passieren. Aber dieser Quatsch, dass Roaming-Gebühren der Vergangenheit angehören, den glaubt doch eh keiner. Oder doch?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

Ein Gedanke zu „Das Roaming wird daher gemogelt

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