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Smartphone - (C) Geralt Altmann CC0 via Pixabay.de Smartphone - (C) Geralt Altmann CC0 via Pixabay.de

Google Play Store: 13 Apps mit Malware entfernt

Überall hört man, Apps für das Smartphone nur aus dem Store zu laden. Auch ich predige das. Aber was, wenn verseuchte Software dort landet? Kommt man dann auch noch auf die Idee zu behaupten, dass es keine absolute Sicherheit gibt? Ja, dieser Satz stimmt. Trotzdem ist es fatal, dass solche Software überhaupt im App Store – hier: Google Play Store – landen kann. Nun wurden 13 verseuchte Apps gefunden und eliminiert. Tolles Google, oder?

Am Ende ist es doch so, dass es zwar gut und richtig ist, dass die schädliche Software nicht mehr im Store verfügbar ist. Aber sie hätte erst gar nicht dort auftauchen dürfen, was den Schluss zulassen sollte, dass Google an den Kontrollen arbeiten muss. So wurde Software identifiziert, die weitere Software dann im Hintergrund nachgeladen hatte und sich Vollzugriff über das Smartphone geholt hat. Namhaftes Beispiel ist wohl die App „Honey Comb“. Diese wurde allein über 1 Million mal heruntergeladen.

Problematisch ist es ohnehin, da nicht etwa Google als Betreiber des Play Store die schädlichen Apps gefunden hat. Die Probleme wurden von den Sicherheitsexperten der Firma Lookout festgestellt. Erst nach dem Hinweis dieser an Google hatte der Internet-Riese reagiert und die Apps aus dem Play Store entfernt. Hätte das denn nicht eher passieren müssen? Oder hätte Google vielleicht sowieso wenig Möglichkeiten zur Feststellung gehabt? Ich denke, hier wurde nicht ausreichend geprüft. Diese Apps wurden entfernt:

  • Cake Blast
  • Jump Planet
  • Honey Comb
  • Crazy Block
  • Crazy Jelly
  • Tiny Puzzle
  • Ninja Hook
  • Piggy Jump
  • Just Fire
  • Eat Bubble
  • Hit Planet
  • Cake Tower
  • Drag Box

Diese wurden alle entfernt. Wer diese Apps eventuell genutzt hat, sollte unter Umständen überprüfen, ob die App sich noch auf dem Smartphone befindet. Im schlimmsten Fall müsste wohl das Smartphone neu aufgesetzt werden. Unter Umständen bietet ja auch der Hersteller des Gerätes Hilfe dabei. Das muss dann aber sehr wahrscheinlich von Fall zu Fall angefragt werden. Üblicherweise soll es ja genügen, das Gerät auf Werkseinstellungen zurückzusetzen. Aber bei einem Teil der genannten Apps soll genau das aber nicht in jedem Fall ausreichen.

Dass ich mir das nicht aus den Fingern sauge, sieht man hier, hier und hier. Die mitgeschleppte Schadsoftware hat im Übrigen den Codenamen „Braintest“ bekommen. Und wahrscheinlich ist nicht viel mehr passiert, als dass das Handy mit Werbebannern geflutet wurde. Aber manchmal hängt eben auch bei Werbebannern irgendwas hinten dran. Und da könnten wohl schon Probleme lauern. Also lieber genau überprüfen, was man da auf dem Handy hat. Und vielleicht sollte man nicht alles installieren, was geboten wird. Aber das machen Sie ja eh nicht, nicht wahr?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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