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Hiermit widerspreche ich den Nutzungsbedingungen von WhatsApp

WhatsApp hat die Nutzungsbedingungen aktualisiert. Wer schon einmal WhatsApp geöffnet hat, den grinste eine entsprechende Mitteilung des Messengers an. Im Groben sehen die Nutzungsbedingungen vor, dass der Dienst enger mit Facebook verzahnt wird. So werden Account-Daten von WhatsApp zu Facebook weitergegeben, auch wenn man selbst gar nicht bei Facebook registriert ist. Dagegen darf man sich gern wehren. Das geht ganz einfach.

Alternative 1: Der bei Facebook verbreitete Widerspruch

Hiermit widerspreche ich den Nutzungsbedingungen von WhatsApp vom 25.08.2016 und untersage die Weitergabe der Telefonnummer und meiner persönlichen Daten an Facebook.

Geil, oder? Klingt sicher gut. Das Ganze gießen wir in eine WhatsApp-Nachricht – an wen auch immer – oder in ein Bild, das wir bei Facebook breittreten. So wird das doch immer gemacht, wenn man mit irgendwas nicht einverstanden ist. Aber wissen Sie was? Das wird WhatsApp und seine Mutter Facebook sehr interessieren. Nein, ernsthaft: Das ist Blödsinn, und solche Widersprüche werden immer wieder verbreitet, obwohl der fehlende Sinn allseits bekannt ist.

Alternative 2: Dann lösche ich eben WhatsApp, so!

Kann man machen. Ich habe zwar etliche Kontakte, die auch irgendwie WhatsApp nutzen. Da ich aber selbst sehr sparsam mit dem Dienst umgehe, ist mir WhatsApp ziemlich egal. Wenn mir die Nutzungsbedingungen nicht gefallen, dann akzeptiere ich sie eben nicht. Dann kann ich aber den Messenger nicht mehr nutzen. Ich würde mir ja sagen: Auch gut. Aber mancher will ja WhatsApp nutzen, aber die Nutzungsbedingungen trotzdem nicht akzeptieren.

Alternative 3: Bittere Pille schlucken und weitermachen

Ist es nicht kurios? Wir nutzen wie die Wilden Facebook und WhatsApp und regen uns ständig über mangelhaften Datenschutz auf. Einen kurzen Moment lang stormt der Shit umher, aber dann ist auch wieder gut. Der Sturm im Wasserglas verpufft. Denn es nutzen ja alle WhatsApp und Facebook. Da kann ich doch nicht außen vor bleiben. Also akzeptieren wir die Nutzungsbedingungen. Unsere Hiermit-widerspreche-ich-irgendwas-Bildchen sind bald vom Facebook-Stream verschluckt, und niemand wird mehr darüber reden.

Ja, wir haben die kolossale Möglichkeit, dass die Account-Info nicht geteilt werden dürfen. Aber das funktioniert nur 30 Tage lang. Und nebenbei: WhatsApp stellt klar, dass sie so oder so Daten an Facebook senden. Allerdings stellen sie auch klar, dass die Telefonnummer nicht verkauft oder an Werbeagenturen weitergegeben werden kann. Und? Was machen wir jetzt?

Fazit

Ja, es ist ein PR-Desaster. Geschenkt. Aber hat denn irgendwer daran gezweifelt, dass WhatsApp seine Nutzerdaten der Mutter Facebook rausrücken muss? Wofür hat denn Facebook diese vielen Fantastilliarden auf den Tisch gelegt? Wer sich nicht mehr über Nutzungsbedingungen aufregen will, zieht sich also am besten von WhatsApp und Facebook zurück. Ansonsten muss man die AGBs akzeptieren. Denn sonst ist man ein Nestbeschmutzer.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

4 Gedanken zu „Hiermit widerspreche ich den Nutzungsbedingungen von WhatsApp

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