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HTC One M9 – Das war dann wohl nichts

Wer Bilder des neu vorgestellten HTC One M9 sieht, wird sich fragen, ob es nicht das M8 ist. Das M9 enttäuscht irgendwie auf ganzer Linie. Im Jahr 2015 ein Telefon vorzustellen, das irgendwie ziemlich ähnlich zu den Vorgängern aus 2013 und 2014 ist, darf eigentlich so einem Hersteller wie HTC nicht passieren. Leute, so war das nicht abgemacht.

Ja, es ist wirklich so, dass das M9 wie das M8 aussieht. Zudem ist wohl die Kamera – das Hauptargument für ein Smartphone – ein Totalausfall. Die größte Innovation im Vergleich zum M8 enttäuscht auf ganzer Linie. Hatten die ganzen Technik-Blogger erst auf die Ultrapixel-Kamera des M7 und M8 geschimpft, so haben sie jetzt erst recht etwas zu schimpfen.

Da kann ich als Hersteller noch so viel „Boom Sound“ ins Smartphone einbauen, und der ist auch wirklich „Boom“. Aber wenn die Nutzer keine vernünftigen Bilder mehr für Facebook, Instagram und Co. machen können, hat man als Hersteller offenbar ein Problem, sinnvolle Verkaufsargumente zu finden.

Wollte man in Taiwan etwa mit dem M9 zum Großangriff auf die Marktanteile blasen? Nun ja, das wird wohl mit diesem Telefon nicht funktionieren. Ich meine, es ist zwar richtig gut, dass man das Design ohne ständige Totalumbrüche fortführt. Das kann man ja auch machen, wenn denn im Gerät selbst signifikante Verbesserungen integriert sind und Technik aus dem Veröffentlichungsjahr verbaut sind.

Also mit dem M9 hat HTC jedenfalls kein Argument geliefert, sich ein neues Smartphone von ihnen zu kaufen. Das M8 ist klasse, ich möchte es nicht mehr missen. Und ich kann auch über die Ultrapixel-Kamera nicht allzu sehr schimpfen. Wenn ich aber sehe, dass das M9 außer der Kamera keine riesigen Veränderungen mitbringt und die Kamera ein Witz ist, dann fehlt mir die Argumentation, dem M9 irgendwas gutes abzuringen.

Ich halte nicht viel davon, ein gerade vorgestelltes neues Gerät zu verreißen. Aber Sascha Pallenberg scheint hier völlig Recht zu haben. Ich meine, es spricht nichts dagegen, sich mal anzuschauen, was das M9 mal so bedeutet. Aber ich denke, dass wir da eher auf ein – tja, was eigentlich? – HTC One M10 warten sollten.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

3 Gedanken zu „HTC One M9 – Das war dann wohl nichts

  1. Also mir sagt das M9 als bekennender HTC-Fan und M7-Besitzer auch nicht wirklich zu, ich finde es einfach nicht gut, wenn man ein neues Flaggschiff optisch so gar nicht vom Vorgänger unterscheiden kann….

    Bin schon gespannt auf die ersten Verkausgespräche in Handy-Läden, wenn man Käufer und Verkäufer diskutieren hört, warum man für das Phone 300,- Euro mehr bezahlen soll als für das andere, wo sie doch genau gleich aussehen ;)

    Was ich mich aber frage: Woher nimmst du die Infos, dass die Kamera „ein Witz“ ist? Nur von Pallenbergs Artikel oder hast du dir selbst schon ein Bild von dem Teil gemacht (im wahrsten Sinn des Wortes *gg*)

    1. Hallo Patrick,

      dann sind wir uns prinzipiell einig. Man hat von HTC eigentlich mehr erwartet.

      Woher ich die Info nehme? Nein, ich habe das M9 natürlich nicht in der Hand gehabt. Ich bin ja nicht auf dem MWC. Aber wenn man so Eindrücke in sozialen Netzwerken hernimmt, dann heißt es recht übereinstimmend, dass die 20 MP Kamera durchaus mehr bringen könnte. Denn andere bieten ja auch wesentlich bessere Bildqualität mit einer 20 MP Kamera.

      „Ein Witz“ ist vielleicht übertrieben. Aber die Abkehr von „Ultrapixel“ hin zu „Megapixel“ hätte durchaus mehr bringen können. Da hätte man auch bei Ultrapixeln bleiben können.

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