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Motorola mit Falschangaben zur „Moto 360“?

Smartwatch hier, Smartwatch da. So ziemlich jeder Hersteller kommt mit so einem Mini-Computer für das Handgelenk um die Ecke. Die einen machen es besser, die anderen sind eher suboptimal unterwegs. Wie sich da Apple mit der „Watch“ einfügt, muss sich erst noch zeigen. Aber das ist jetzt gar nicht das Thema.

Motorola jedenfalls hat sich ein ziemliches Ding geleistet. Und das lässt den Schluss zu, dass die amerikanische Tochter von Google auf Biegen und Brechen Käufer einfangen wollte. Man könnte hier schon auf „Schwindel“ tippen, ich bin mir da gar nicht sicher. Aber was ist denn eigentlich passiert? Ich habe da etwas sehr interessantes gelesen.

Laut Dennis Vitt in seinem Blog „Moto-360“, der sich auf die Schrauber von iFixit beruft, könnte Motorola bewusst falsche Angaben zu technischen Daten der Smartwatch „Moto 360“ gemacht haben. Die Schrauber von iFixit haben eine solche Smartwatch auseinander genommen, so wie sie es immer machen, und haben festgestellt, dass ein anderer Akku eingebaut ist, als es Motorola angegeben hat, und zudem ein völlig veralteter Prozessor verbaut ist.

Während andere Hersteller den aktuellen Snapdragon 400 Prozessor verbauen, der in der aktuellsten Version auch positiven Einfluss auf die Akku-Laufzeit hat, setzt Motorola auf einen OMAP 3630. Der wiederum wurde von Motorola vor ein paar Jahren in deren Smartphones eingebaut. Stark, oder? Einfach mal das Lager leeren und alles, was man findet, noch verbauen, um es dann als „neu“ zu deklarieren.

Noch dazu hatte Motorola angegeben, dass sich in der Armbanduhr ein Akku mit einer Kapazität von 320 mAh befindet. Stattdessen musste iFixit feststellen, dass sich lediglich ein Akku mit 300 mAh in der Gerätschaft befindet. Und Motorola selbst redet sich auch noch heraus. Man habe aus Platzgründen nur die minimale Kapazität und nicht die typische angegeben. Mal ehrlich: Wer glaubt das denn?

Leider wirft das Alles ein denkbar schlechtes Licht auf das amerikanische Unternehmen. Ob dies auch die Mutter Google beeinflusst, kann niemand ernsthaft sagen. Jedenfalls sind das eigenartige Dinge, die man da von Motorola hört. Da ist es kein Wunder, dass Dennis Vitt den Verlautbarungen von Motorola nicht richtig über den Weg traut. Sie etwa?

Bildquelle: Motorola Moto 360 – By Raysonho @ Open Grid Scheduler / Grid Engine (Own work) [CC0], via Wikimedia Commons

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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