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Nokia 3310: Aus alt mach Kult

Wenn die Schlange sich auf einem pixeligen und viel zu kleinen Display in den Schwanz beißt, dann ist irgendwie Snake auf dem Nokia 3310 angesagt. Das Kulthandy ist wieder da. Aus alt mach neu. Oder besser: aus alt mach Kult. Oder irgendwas in der Art. Wer weiß das schon so genau? Und irgendwie kommt es darauf auch gar nicht an. Denn in den Zeiten, dass man froh ist, mit dem fetten Androiden vom Akku her über den Tag zu kommen, werden die Besitzer dieses kleines Handys alle anderen auslachen.

Freilich: Wir dürfen jetzt nicht erwarten, dass das Ding mit einer hochauflösenden Kamera daher kommt. Oder dass es einen ganzen Sack voller Apps oder sensationellen Sound gibt. Das ist alles nicht vorhanden. Texten, Telefonieren, Snake spielen: Das ist alles, was das Handy bietet. Mehr ist auch mit dem bei Marktstart schon arg vergilbten Betriebssystem auch gar nicht drin. Und auch gar nicht gedacht. Man schleppt zwar eine Kamera mit sich herum. Allerdings ist jede Spielzeug-Knipse besser als die im Nokia 3310.

Irgendwas um die 50, 60 Euro wird das so genannte Feature Phone kosten, wenn es denn jemand haben will. Hersteller ist die finnische Handyschmiede HMD Global. Die Lizenz, Handys mit dem Namen Nokia zu produzieren, wurde am 01. Dezember 2015 gekauft. Und seitdem werkeln sie herum. Sie wollten irgendwie das Gefühl „wie damals“ wieder bringen, als Nokia DIE Handymarke der Welt war. Heute ist es Samsung, vielleicht ist es auch Apple. Jedenfalls ist viel seitdem passiert. Die Lumia-Geräte wurden ja noch von Nokia selbst gebaut. Aber dann wollte der Konzern halt nicht mehr.

Das Handy zeichnet wieder aus, dass es ewig lang funktionieren wird. Der Akku ist mal wieder das Prunkstück. Man hat wohl HMD zufolge einen Monat Standby, 22 Stunden Sprechzeit, und Snake (weshalb man sich das Teil ja eigentlich wieder gewünscht hat) ist auch an Bord. Allerdings kommt das bunt daher. So, wie auch das Display eben nicht mehr schwarz-grün ist. Aber auch das wird man verschmerzen. Denn vielleicht wird das Nokia 3310 wieder zum Kult. Wie damals vor 16 Jahren, als es das erste Mal auf die Welt kam.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

2 Gedanken zu „Nokia 3310: Aus alt mach Kult

  1. Also ich werde wahrscheinlich mir eines zulegen.
    Ein Handy brauche ich nur dafür wozu es mal erfunden wurde.
    Zum telefonieren unterwegs.
    Schon eine Kamera wäre mir nicht wichtig.
    SMS ist schon etwas was ich nicht nutze.

    So schön diese neue Smartphonewelt vielen erscheint.
    Mir ist die erstens zu teuer, zweitens alles viel zu klein.
    (vom Bildschirm her, schon in 15″ Laptop bereitet mir Probleme
    bei meiner noch vorhandenen Sehschärfe)
    Und dieser m.M. nach krankhafter Zwang 24/ 7 über WhatsAp, Twitter, Fatzenbuch erreichbar zu sein
    und jeden Furz den man lässt, mit zig Leuten die man gar nicht wirklich kennt zu teilen erschließt sich mir auch nicht.

    Soll schon Menschen geben die sich über App unterhalten während sie in dertKneipe am selben Tisch sitzen und nicht wenige.

    1. Ich nehme an, dass man sich dann doch etwas in Richtung digitale Entschlackung bewegen sollte. Manche Auswüchse mit Smartphones gehen mir auch gewaltig gegen den Strich. Und man muss wirklich nicht jeden Mist mitmachen. Daher gibt es sicherlich einen Markt für das 3310.

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