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Pokémon: Pikachu-Horde - (C) Voltordu CC0 via Pixabay.de Pokémon: Pikachu-Horde - (C) Voltordu CC0 via Pixabay.de

Pokémon Go – Warum ich das Spiel nicht nutzen werde

Spielt ihr mal fleißig euer Pokémon Go, schießt Pikachu und Co. von Grabsteinen runter und rasselt mit Passanten zusammen. Aber bitte alles ohne mich. Ich hatte gleich ein flaues Gefühl, als ich den ersten Artikel über die neue Super-App geschrieben habe. Ja, es ist Augmented Reality, die da in Umlauf gebracht wird. Aber es gibt so einiges, das mich von dem Spiel abhält. Ich habe gute Gründe, die App nicht zu nutzen.

Weltweit brachen die Server zusammen, als Pokémon Go in Umlauf gebracht wurde. Nun ist es auch in Europa verfügbar. Und somit auch in Deutschland. Ich habe Videos gesehen von Leuten, die in Fußgänger-Passagen mit anderen zusammenstießen, weil niemand mehr den Blick vom Handy-Display nehmen wollte. Auch Verkehrsunfälle soll es schon wegen des Spiels gegeben haben. Dabei sehe ich das Ganze gar nicht als Spiel an.

Pokémon Go schnüffelt im Smartphone herum. Ohne dass es der ahnungslose Nutzer mitbekommt, liest das Spiel erstmal alle möglichen Nachrichten mit. Bekannt geworden ist, dass Emails ausgelesen werden. Dafür soll es irgendwann mal ein Update geben, dass das ausgeschaltet werden kann. Denn angeblich soll das gar nicht so gedacht sein. Ja, wie denn dann? Ich meine, das Spiel ist kostenlos und soll sich nur über Käufe finanzieren, die man in der App tätigt. Aber ist das alles, womit sich Pokémon Go finanziert? Nicht etwa durch Nutzerdaten? Ich bin da skeptisch.

Und plötzlich gibt es nur noch eine App, die die Nutzer auf dem Smartphone nutzen. Alle Welt nutzt die App. Na gut, ich nicht. Aber sonst ist das ein ziemliches Desaster für die ganzen Apps der sozialen Netzwerke. Gebannt starren Nutzer auf ihr Display, wo der nächste Pokémon ist und so. Plötzlich hat niemand mehr Zeit für die sozialen Netzwerke. Nebenbei: Kann man unter diesen Umständen denn überhaupt arbeiten? Sicherlich wird es hier noch zu erheblichen Diskussionen kommen. Aber das soll mir egal sein, denn mir ist das Spiel ja auch egal.

Aber worauf man – neben dem ganzen Mitlesen – hinweisen muss: Das Spiel spielt man ja überall in der Gegend. Das bedeutet ja, dass nicht davon ausgegangen werden kann, dass irgendein WLAN in der Nähe ist. Und in unserem tollen Land, in dem die Mobilfunk-Anbieter die Flatrate nur vortäuschen, statt wirklich eine anzubieten, wird das wohl für etliche lange Gesichter sorgen, wenn das Datenvolumen aufgebraucht ist. Denn davon braucht das Spiel ziemlich viel.

Und es kommt noch ein weiterer Aspekt zum Tragen: Niemand ist mehr erreichbar. Denn das Spiel saugt fröhlich den Akku leer. Klar, Positionsdaten und Spieldaten und all das muss ja ständig nachgeladen und aktualisiert werden. Das verarbeitet dann das Smartphone. Und macht damit den Akku leer. Es heißt zwar, dass da gar nicht so viele Daten verbraten werden. Aber wissen wir das genau? 20 Megabyte/Stunde soll der Verbrauch sein. Eine 2-Gigabyte-Flatrate ist dann nach 100 Stunden weg, also nach einer halben Woche.

Also, liebe Leute, jeder kann das Spiel spielen, wie man lustig ist. Ich nutze es nicht. Weil ich kein Spielertyp bin und mir die vielen Meldungen rund um Pokémon Go Bauchschmerzen bereiten. Wem das anders geht, der soll von mir aus nach Herzenslust die bunten Viecher in der Weltgeschichte abschießen oder sonstwas damit machen. Ich bin da raus. Und das sollten auch all diejenigen sein, denen es etwas flau wird bei all den Meldungen.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

4 Gedanken zu „Pokémon Go – Warum ich das Spiel nicht nutzen werde

  1. So wie ich das gesehen hab, ist das Spiel von Niantic Labs, die auch Ingress heraus gebracht haben. Das habe ich sogar eine Zeit lang gespielt. Aber es ist eine derartige Zeitverschwendung. Da lauf ich lieber altmodisch mit meinem GPS im Wald herum und suche Dosen. Geocaching ist viel Naturverbundener und schöner. Man kommt in die Natur und glotzt nicht die ganze Zeit auf das Smartphone. Bei Geocaches hat man auch mal ein wenig Abwechslung und viele Caches sind wirklich genial mit Story oder an wirklich besonderen Orten. Aber irgendwelche virtuellen Viecher fangen reizt mich jetzt auch noch so.

    Ich habe schon etliche Augmented Reality Spiele ausprobiert. Aber ich finde keins davon wirklich gut. Vielleicht ist Pokemon Go ja wirklich nicht schlecht. Aber mein Handy ist sowieso zu alt dafür.

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