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Tizen – Samsung macht wohl nun doch mal ernst?

Hach, was soll man dazu sagen? Eigentlich habe ich erwartet, dass die Samsung-Intel-Eigenentwicklung stillschweigend zu Grabe getragen wird und dann flugs Kunstrasen darüber gebaut wird. Ich habe nicht mehr damit gerechnet, dass auch nur eine einzige Veröffentlichung kommen wird, von der man sagen könnte, sie sei ernst gemeint. Aber scheinbar ändert sich das gerade ein wenig. Ich meine, es könnte immernoch alles nur heiße Luft sein. Aber nehmen wir einfach mal an, es sei ernst gemeint, was da von Samsung zu hören ist.

Samsung hatte ja ein ziemliches Desaster mit Bada eingefahren. Eifrige Leser dieses Blogs wissen, dass ich ein Samsung Wave 3 mit Bada genutzt habe. Es ist noch irgendwo in meinem Ramsch vergraben. Tja, und es hieß immer vollmundig, dass dieses Teil wohl auch mal Tizen erhalten solle. Dann war das Ganze wieder vom Tisch. Und zwischenzeitlich wollte Samsung irgendwie immer wieder ein Prachtexemplar an Smartphone auf den Markt hauen, um das neue Super-Dooper-Betriebssystem salonfähig zu machen.

Viel ist nicht davon geblieben. Es gab ja auch mal ein „Samsung Z“. Kurz vor der Veröffentlichung des Tizen-Geräts hatte Samsung keine Lust mehr darauf und hatte es zurück gezogen. Irgendwie ist der ganze Tanz, den Samsung da abseits des Galaxy-Geraffels veranstaltet, sehr, sehr peinlich. Aber es soll Besserung geben.

Wie „Mobilenote“ berichtet, soll wohl ein erstes Tizen-Smartphone bald in Indien auf dem Markt aufkreuzen. Nein, kein Super-Dooper-Smartphone, wie Samsung immer vollmundig verkündet hatte. Sondern irgendein Niedrigpreis-Gerät. Ein Einsteigergerät eben. Und dazu erklärt Samsung, dass sie ein Ziel vor Augen haben und nicht wild in der Gegend herum schießen. Nun ja, was soll man schon davon halten?

Man vermutet, dass dieses Billig-Gerät irgendwie Ende November kommen soll. Aber eben nur in Indien. Der Rest der Welt wird weiter auf Tizen warten müssen. Und auch mit Details gibt sich Samsung sehr wortkarg. Aber eigentlich müssen sie doch aufpassen, dass den Tizen-Kram dann überhaupt noch jemand haben will. Bada haben sie nach der Markteinführung an die Wand gefahren. Mit Tizen gelingt es ihnen noch früher. Mein Applaus ist ihnen sicher.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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