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Tizen

Vergleicht man Bada mit Tizen bei Samsung…

Hach, es ist ein Trauerspiel. Samsung macht mit eigenen mobilen Betriebssystemen nicht wirklich einen großen Staat. Es könnte so gut sein. Aber nein, man macht sich selbst immer das Leben schwer. Vergleicht man nun Bada mit Tizen bei Samsung, so tun sich Parallelen auf. Und ich komme irgendwie zu dem Schluss, dass es doch Samsung einfach sein lassen soll, eigene Systeme durchdrücken zu wollen.

Bada war ein mobiles Betriebssystem, für das sich Samsung eine eigene Modell-Palette hatte einfallen lassen. Das war damals die Wave-Serie. Kurz nach Erscheinen des Wave 3 und mit Erscheinen von Bada 2.0 war dann klammheimlich Schluss damit. Ohne große Erklärung hatten die Koreaner den Kram einfach mal bleiben lassen, ihr eigenes Betriebssystem weiter zu entwickeln. Die haben es versäumt, hier einfach mal am Ball zu bleiben.

Und dann haben sie irgendwann zwischen den Zeilen erzählt, dass „ach, übrigens“ die Entwicklung von Bada eingestellt werden würde. Zu der Zeit war schon irgendwie Tizen in der Mache. Das war vor – was weiß ich – 3 Jahren oder so. Seitdem zu verzeichnende Erfolge: 0. Es gibt zwar irgendwelche Handgelenk-Computer mit Tizen und irgendein Möchtegern-Smartphone mit dem hach-so tollen Tizen auf dem Markt. Aber lieber nur in Schwellenländern, ja nicht in hochentwickelten und satten Märkten.

Als Zugpferd von Bada 2.0 galt damals ja – wie gesagt – das Samsung Wave 3. Das besitze ich immernoch als Relikt. Ich glaube zumindest, dass es noch irgendwo rumfliegt. Das war Samsungs Premium-Modell der Reihe. Irgendwie sieht das Zugpferd der Tizen-Geräte dem Wave 3 ähnlich. Das heißt Samsung Z1 und weist auch ähnliche Eigenschaften auf. Das können Sie hier nachlesen. Hat da Samsung noch ein paar Paletten mit Geräten gefunden und dort Tizen drauf gebraten? Das wäre ja ungeheuerlich.

Wie auch immer. Tizen kommt nicht aus den Puschen. Muss es auch nicht. Der Markt ist aufgeteilt. Es gibt die große Android-Fraktion (auch Cyanogen Mod zähle ich dazu), die iPhone-Fraktion und die Windows-Fraktion. Und wir dürfen auch Firefox, BlackBerry und weiß der Teufel, was noch, nicht vergessen. Die Welt braucht einfach kein Tizen. Deshalb wird das System nur auf auf Geräten von der Resterampe in Schwellenländern zum Einsatz kommen.

Samsung hat sich einfach nicht getraut. Android wurde stark, und Samsung als größter Smartphone-Hersteller hat die Hosen voll gehabt. Statt einfach mal Mut zu beweisen, sind sie den Weg des geringsten Widerstandes gegangen. Aus diesem Grund wird Tizen scheitern, bevor es auf einem wie auch immer gearteten Markt richtig Fuß fassen konnte. So wird das doch nix. Und deshalb ist meine Meinung, dass Samsung das Tizen-Kasperletheater einfach mal bleiben lassen soll. Oder hat irgendwer eine andere Meinung?

Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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