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Viren-Attacke über WhatsApp

WhatsApp gilt ja nicht unbedingt als die sicherste Software auf der Welt. Aber für eine derzeit ablaufende Attacke kann der Messenger nichts. Die Facebook-Tochter wird derzeit dazu missbraucht, um Schadsoftware unter die Leute zu schieben. Also Vorsicht vor dem „Roten Oktober“. Wer weiß, was da noch alles passiert.

Die Attacke soll recht breit angelegt sein. Sie bedroht vor allem Smartphones, auf denen Android oder Windows Phone arbeitet. Aber auch iPhones mit einem so genannten Jailbreak sind betroffen. „iTopnews“ beruft sich auf die beiden Sicherheitsfirmen Blue Coat Labs und Kaspersky darauf, die von einer neuen Angriffswelle des „Inception“-Virus berichten, die von einem ganzen Hacker-Kollektiv gefahren wird.

Da man nicht weiß, wie man dieses Kollektiv nennen soll, da man ja nicht alles „Das Kollektiv“ nennen kann, haben wohl die beiden Firmen bis auf weiteres den Code-Namen „Cloud Atlas“ vergeben. Der aktuell im Umlauf befindliche Virus soll ein Update des vor zwei Jahren bekannt gewordenen Virus „Red October“ – also „Roter Oktober“ wie das U-Boot aus dem Film mit Sean Connery – sein. Angeblich.

Es soll so sein, dass man sich mit dem Virus gegen das Militär, gegen Smartphones aus dem Business-Bereich von Diplomaten, Funktionären aus der Industrie und weitere Ziele richtet. Der zu verteilende Virus tarnt sich dabei als Update für den beliebten Messenger WhatsApp. Ist der Virus einmal auf dem Smartphone gelandet, können allerlei eingesammelt und ausgespäht werden, wie Telefonate, Kontakt-Daten, Daten der GPS-Ortung oder gesicherte Dateien. Das ist eine ganze Menge, aber eben auch kein Wunder, weil man ja dem Messenger ziemlich viele Berechtigungen geben wird.

Also auf Android-Geräten schafft es der Virus über Drittanbieter-Software auf das Smartphone. Bei einem iPhone klappt das nur, wenn dieses einen Jailbreak hinter sich hat.Ist dies passiert, tarnt sich diese ominöse Installation von WhatsApp als Cyndia-Installer. Und so schafft es der Virus ins Dateisystem. Aber ein iPhone ist deutlich weniger betroffen als ein x-beliebiges Android-Gerät. Das liegt auch daran, dass ein Jailbreak auf einem iPhone immer weniger durchgeführt wird.

Also einfach mal aufpassen, woher wofür ein Update kommt. Die Hersteller geben ja bekannt, wann etwas neues kommt. Und man sollte schon aufpassen, ob das alles aus einer seriösen Quelle kommt. Nicht, dass es ein böses Erwachen gibt.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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