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War das auch wieder nichts mit dem HTC One M10?

HTC will aus den Miesen kommen. Das wollten sie schon mit dem HTC One M9, nachdem das M8 denkbar schlecht ankam. Geklappt hatte das nicht. Nun versuchen sie es wieder einmal. Diesmal soll es das HTC One M10 richten. Ein Smartphone, das auf den ersten Blick so beliebig wie alle ab dem M8 aussieht. Ob das gut geht? Ich weiß es nicht. Wünschen würde ich es dem halbtoten Konzern aus Taiwan. Aber ich habe halt so meine Zweifel.

Irgendwie war das HTC One M8 das letzte wirklich taugliche Smartphone der M-Reihe von HTC. Ich habe das ja, und ich bin sehr zufrieden damit. HTC hat aber das Kunststück fertig gebracht, Entwicklungen in Sachen Hardware UND Software komplett zu verpennen. Herausgekommen sind dann ein M9, das müde belächelt wurde, und verzögerte oder ausgelassene Updates der bestehenden Modell-Palette. Und das trotz des Rufes, so ziemlich die schnellsten bei Updates zu sein.

Nun also kommt das M10. Ein neuer Versuch, alles besser zu machen? Kurze Antwort: Nö. Das wirkt alles so beliebig und austauschbar. Man kann sich des Desinteresses kaum erwehren, was einem da HTC entlockt. Und ich dachte, dass das M10 in die Richtung der A-Reihe geht. Aber es wird an allen Ecken und Enden gespart. So wird das M10 keinen BoomSound mehr haben. Was liebe ich den Klang meines M8! Das wird mit dem neuen Modell alles nicht mehr da sein.

Und damit will HTC die Leute davon abhalten, ein Samsung Galaxy S7 (Edge) zu kaufen? Ernsthaft, das können die in Taiwan nicht ernst meinen. War der Marktanteil bisher nicht schon klein genug? HTC hat es seit dem M7 nicht mehr richtig geschafft, die Kunden von ihren Geräten zu überzeugen. Da soll das ausgerechnet mit dem M10 gelingen? Ich habe da so meine Zweifel. Keine Frage, ich würde mich freuen, wenn es anders käme. Aber es deutet eben nicht viel darauf hin.

In den Jahren seit meinem ersten Smartphone, einem Nokia E63, habe ich nie wieder etwas besseres als das HTC One M7 in den Händen gehalten. Gleich dahinter kann ich das Samsung Wave 3 einsortieren. Das HTC One M8 ist solide und gut, aber hinkt dem M7 schon ziemlich hinterher. Und was das größte Problem bei HTC ist: Die Lücke in der technischen Ausstattung zu anderen Herstellern wurde immer größer. Wenn sie nun beim M10 den BoomSound weglassen, nachdem sie schon auf „Beats by Dr. Dre“ verzichtet hatten, gibt es noch weniger Grund, ein M10 zu kaufen.

Und so geht das immer weiter bei den Koreanern. Das M7 war großartig. Damit haben sie gezeigt, wie man Telefone baut. Die schmucke Aluminium-Braut stellt seitdem alles in den Schatten, was da von HTC kommt. Und wenn sie es in Taiwan bis zum In-den-Markt-Kippen, das eh schon später erfolgt als bei der Konkurrenz, nicht schaffen, irgendein Killer Feature – wie das Fernsteuern von Raumschiffen oder so – einzubauen, wird es noch schwerer für HTC.

HTC hat viele gute Ansätze. Aber sie versauen es sich immer wieder selbst. Ob es nun die Software ist oder die Hardware-Ausstattung wie die in den letzten Jahren verbauten Kameras – sie verpennen es einfach immer wieder. Und  bei all dem Personal, das schon durch HTC durchgeschleust wurde, fragt man sich wirklich, wohin die Reise gehen wird. Toll, dass sie nun mit einer Kamera-Qualität von vor einem Jahr aufwarten. Aber das hätte ihnen auch schon eher einfallen können. Und deshalb bin ich skeptisch, ob das M10 wirklich für HTC eine Trendwende bringen kann.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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