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Warum ich nicht zu Vodafone wechseln werde [Update]

Ich bin ja zufriedener Kunde von E-Plus, bekannt vor allem durch die große Marke BASE. Trotzdem kann man sich ja mal umschauen. Und da bin ich unter anderem auch auf Vodafone gestoßen, nachdem ich festgestellt habe, dass für eine ähnliche Leistung wie bei BASE dann bei der Telekom mehr Kosten anfallen würden. Und was soll ich sagen? Vodafone hat da ein sehr interessantes Angebot namens „NextPhone“. Das muss man sich einfach mal anschauen. Die Ernüchterung war allerdings groß.

Das Angebot „NextPhone“ klingt wirklich verlockend. Man hat der Werbung zufolge jedes Jahr „Anspruch“ darauf, sich ein neues Smartphone auszusuchen. Zwischen dem 13. und 21. Monat der Vertragslaufzeit kann man das machen. Bei der hohen Schlagzahl der Hersteller der Geräte bleibt man somit natürlich auf dem neuesten Stand. Und die Vertragslaufzeit verlängert sich dann logischerweise auch um 2 Jahre.

Aber wie das so ist, so muss doch auch hier ein Pferdefuß dabei sein. Und den findet man in den Blogs MobileNote, AppDated, SmartDroid und sicher auch woanders.

Fakt ist, dass ein subventioniertes Smartphone über Vodafone 20 € im Monat kostet. Möchte man NextPhone nutzen, fällt eine Zusatzgebühr von 5 € im Monat an. Rechnet man so wie Mirko Müller bei MobileNote, dann kommt man bei 24 Monaten auf 600 € für das Smartphone. Und das Gerät besitzt man nicht, man mietet es. Wenn der Mietvertrag ausläuft, muss man die Mietsache praktisch nutzungsfertig wieder abgeben.

Zumindest würde sich das so ergeben, wenn man so die ganzen Verlautbarungen dazu verfolgt. Es ist aber nicht wirklich klar und deutlich formuliert. Aus diesem Grund hat der Mirko einfach mal im Blog von Vodafone nachgefragt. So wie man nun einmal kommentiert. Bei den meisten Blogs ist es so, dass die ersten Kommentare eines Nutzers erst freigeschaltet werden müssen. Vollkommen logisch, man möchte sich ja auch nicht unbedingt Spam in die Kommentare holen.

Interessant ist dann aber das Gebahren von Vodafone. Der Kommentar war freigeschaltet worden. Und ein weiterer Leser hat auf diesen Kommentar geantwortet. Und plötzlich waren – wie von Zauberhand – die Kommentare gelöscht. Die Schlussfolgerung lautet natürlich, dass Vodafone etwas gegen die freie Meinungsäußerung hat. Ein ziemlich angefressener Mirko Müller schrieb sich daraufhin den Ärger von der Seele.

Die Meldung zog sich natürlich durchs Netz wie ein Lauffeuer. Und – wieder wie von Zauberhand – war ein Teil der abgegebenen Kommentare wieder vorhanden. Aber eben nicht alle. Und das ist schon seltsam. Man könnte jetzt mutmaßen, dass die wirklich kritischen Kommentare weiter zurück gehalten werden.

Ich will ja erstmal nichts böses denken, und so habe ich mir mal den Quelltext des Vodafone Blogs angesehen. Siehe da, der weltweit vertretene Mobilfunk-Gigant nutzt die kostenlose Blog-Software WordPress. Und hier kam es ja gestern Abend zu einem größeren Update. Man könnte meinen, dass dabei irgendwas schief gegangen ist. Aber merkwürdig ist es allemal.

Wie auch immer, es ist denkbar, dass dem Anbieter die Kommentare einfach nicht in den Kram gepasst haben. Aber der Mirko hat sich ja nicht einmal als Troll aufgeführt, wie auch MobiFlip feststellt. Er hat – weil er vom Fach ist – einfach weitere Erläuterungen zum Angebot gewollt, weil die Finanzierung des Konstrukts reiflich nebulös ist. Wenn Vodafone da nun keine Nachfragen wünscht, dann sollen sie es eben bleiben lassen.

Fassen wir also mal kurz zusammen: 1. Vodafone erzählt etwas von NextPhone und äußert sich nur halbherzig. 2. Ein Mitarbeiter eines Mobilfunk-Providers fragt fundiert nach der Schlüssigkeit. 3. Er bekommt Antwort. 4. Weitere Kommentare folgen, die teilweise sehr kritisch sind. 5. Alle Kommentare sind entfernt. 6. Eine Welle von Blogartikeln wird losgetreten. 7. Ein Teil der Kommentare ist wieder da.

Die verflixte 7. Vodafone, das war keine Glanzleistung. Merkt ihr selbst, oder? Es mag eine technische Erklärung hierfür geben. Ich kann mir ja – wie gesagt – vorstellen, dass vielleicht das Update auf WordPress 3.9 dazwischen gegrätscht hat. Aber dann entschuldigt man sich und nimmt dazu Stellung. Dann wird auch so etwas nicht ausgeweidet. Aber einfach die Kommentare mit einer Fliegenklatsche zu erschlagen, ruft nun einmal die Kritiker auf den Plan.

Wenn ich das zu den Hinweisen nehme, dass Vodafone die Runde gemacht hatte, weil der Konzern Kundendaten weitergegeben hatte und die Datenpakete ausgewertet hatte (siehe Wikipedia dazu), dann kann ich mir nicht vorstellen, jemals zu Vodafone zu wechseln. Man mag über E-Plus behaupten, was man will, aber fairer sind sie schon. Und die Grünen haben mich auch noch nie im Stich gelassen. Da soll eben Vodafone auf dem „NextPhone“ hocken bleiben.

Update 17.04.2014 gegen 14.45 Uhr:
Mittlerweile hat Vodafone den Artikel aktualisiert. Es ist wohl so, wie ich es auch vermutet habe: Ein technischer Fehler ist passiert. Also können wir uns alle wieder beruhigen. Oder was meinen Sie?

Bildquelle: Logo von Vodafone – By Não creditado. (Seeklogo) [Public domain], via Wikimedia Commons

Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

3 Gedanken zu „Warum ich nicht zu Vodafone wechseln werde [Update]

  1. Pingback: UPDATE: Vodafone verschweigt Meinungen zu Vodafone NextPhone – Klartext | mobilenote

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