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Wenn die Marke Nokia verschwindet

„Nokia Lumia“ und eine Zahl – das ist die typische Bezeichnung eines Lumia-Telefons mit Windows Phone. Ich habe von Geschäftswegen her von meiner Firma auch eins. Nach diversen Updates funktioniert es ganz gut, das Nokia Lumia 820. Aber Microsoft hat ja die Handysparte der Finnen gekauft und will sie nun voll und ganz integrieren. Dazu gehört auch, dass der Name „Nokia“ verschwindet. Ein Ära geht zu Ende.

Der Konzern aus Finnland wurde ja groß mit Papierherstellung, Gummistiefeln und Reifen. Und irgendwann in den Achtzigern baute Nokia erst am ersten skandinavischen Mobilfunknetz mit und kreierte das erste tragbare Telefon. Mit der Zeit wurde dann weltweit führend Netzwerk- und Unterhaltungstechnik gebaut. Und immer wieder die Handys. Ein wahrer Klassiker ist dabei das abgebildete Nokia 5110.

Man eroberte die Welt und ruhte sich dann auf dem Erreichten aus. MeeGo als Betriebssystem zog genauso wenig wie Symbian. Die Anteile am Markt für Mobiltelefone sanken kontinuierlich. Man drohte, komplett von der Bildfläche zu verschwinden. Und dann gelang mit dem damaligen Konzernchef Stephen Elop ein Schachzug: Man tat sich mit Microsoft zusammen und baute zusammen die Nokia Lumias mit Windows Phone.

Man ist nur minder erfolgreich mit den Geräten der Lumia-Reihe. Und das, obwohl die Geräte nach wie vor sehr hochwertig gebaut sind und mit Windows Phone ein recht gutes System an Bord haben. Aber sie sind eben trotz Zeiss-Kamera, trotz langer Akku-Laufzeit, trotz allem Schnickschnack nicht cool. Nicht wie die Galaxy-Tupperdosen von Samsung oder die iPhones. Und das trotz der Tatsache, dass man die Lumias in grellbunten Farben auf den Markt haut.

Stephen Elop wechselte dann zu  Microsoft selbst, und der Gigant aus Redmond schluckte die Handysparte der Finnen. Die können sich nun wieder der Netzwerk- und Unterhaltungstechnik und – unter der Marke Nokian Tyres – auch den Reifen widmen. Weiterhin gab es dann die Nokia Lumias. Jetzt kamen wieder neue Modelle auf den Markt, wie ich las. Aber die nächsten sollen dann Microsoft Lumia heißen.

Damit geht eine Ära zu Ende. Nichts hat die Handywelt mehr beeinflusst wie Mobiltelefone von Nokia. Und sie waren nie schlecht. Die Telefone boten immer eine gute Qualität. Aber man hat lange Zeit am Markt vorbei gebaut. Das hat sich dann gerächt und wird nun durch das Ende der Marke Nokia im Handymarkt vollendet. Nach Informationen von Mobilenote soll das Einsteiger-Handy „Nokia 130“ vorerst erhalten bleiben. Nun ja, das ist ja auch kein Lumia. Laut Spezifikationen ist das klassische Handy mit „Nokia OS“ – also „Asha“ – ausgerüstet.

Trotz dieses einen Geräts können wir also festhalten: Handys mit dem typischen Nokia-Schriftzug sind Geschichte. Schade eigentlich. Sehen Sie das genau so? Oder wie stehen Sie zur Marke Nokia auf dem Handymarkt?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

3 thoughts to “Wenn die Marke Nokia verschwindet”

  1. Haaaaaaaalt…

    Symbian war noch mit Serie 60 Marktführer.

    Hochwertig???? Das trifft nicht mehr auf alle zu,
    Vor allem nicht auf die neuen Billigen.
    Nicht mal mehr Zeiss Objektive sind verbaut.

  2. schade aber ich denke das microsoft auf der ständigen suche nach neuen fettnäpfen mal wieder einen gefunden hat man erinnere sich nur an den zune oder das kin

  3. Schade, aber ich kann mir irgendwie nicht vorstellen das es NOKIA nicht mehr geben wird…..
    Das waren ja die Handys aus unserer Kindheit :)
    Also ich kanns mir ohne Nokia nicht vorstellen, aber stimmt, selbst jetzt Ende 2016 hört man von Nokia so gut wie gar nichts!

    Hoffen wir das beste…..

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