WhatsApp kostenlos oder nicht oder doch?

WhatsApp - (C) Simon CC0 via Pixabay.de WhatsApp - (C) Simon CC0 via Pixabay.de

WhatsApp wird kostenlos. Zumindest heißt es so. Und ich habe nun lebenslänglich bei dem Messenger bekommen. Verhaftet. Eingekerkert. Oder so. Ich schrieb es ja bereits, dass ich WhatsApp nicht (mehr) so exzessiv nutze. Und das wird sich auch jetzt nicht ändern. Aber trotzdem ist es etwas wichtiges, dass der Dienst nun nicht mehr die „horrende Gebühr“ von 0,89 Euro kostet.

Gestern Abend gingen Informationen durch die Reihen, dass „aus Kulanz“ WhatsApp einen „lebenslangen Service“ für den jeweiligen Account gewährt habe. Schnell kursierten Screenshots von WhatsApp-Installationen, die genau das aussagten. Kurz darauf hieß es wieder, dass man „Veränderungen am Account“ vorgenommen habe und nun der Account doch nur eine begrenzte Gültigkeit habe. Rolle vorwärts, Rolle rückwärts. Ein nettes Durcheinander.

Irgendwann in der Nacht erhielt ich nun die Nachricht, dass nun bei mir WhatsApp kostenlos sei. Also habe ich mal in WhatsApp unter Einstellungen -> Account -> Zahlungsinfo geschaut und habe festgestellt, dass dem wirklich so zu sein scheint. Diese merkwürdigen Nachrichten, die da kursierten, waren offenbar ein Fehler, der bei der Umstellung passierte. Bei rund einer Milliarde Nutzer kann das schon mal passieren. Ehrlich? Nö. Bei einem Dienst, der eine derartige Infrastruktur zur Verfügung stellt, erwartet der Nutzer einfach mal, dass so etwas nicht passiert.

Wie auch immer, das Ding ist ja nun durch. Nach und nach wird es nun zur Umstellung der Accounts kommen. Das soll alles in den nächsten Wochen über die Bühne gehen. Verwirrend war es trotzdem. Aber wie dem auch sei, es ist in jedem Fall wichtig, was man da so an Überlegungen zur Umstellung treffen kann.

WhatsApp will auf Unternehmenslösungen setzen und damit Geld verdienen. Das soll der Grund sein, warum der Dienst für die breite Masse kostenlos wird. Natürlich kann man nicht von der Hand weisen, dass sofort der Verdacht aufkommt, dass der Messenger Nutzerdaten verkaufen könnte. Ausschließen kann man es nicht. Es sei denn, dass man den Messenger wechselt. Aber da macht ja eh die große Masse nicht mit. Oder würden Sie zu Chiffry wechseln oder zu Threema oder, oder, oder? Nein, stimmt’s?

Über Henning Uhle
Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

1 Kommentar

  1. WhatsApp ist in jedem Fall nicht kostenlos, denn der Nutzer zahlt mit seinen (Meta-)Daten, die der Facebook-Betreiber für seine Zwecke ausschlachtet, da sind sichere Apps wie Threema & Co. wesentlich günstiger.

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