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WhatsApp – Wenn man die blauen Haken nicht will

Es gab ja riesige Aufregung darüber, dass es nun blaue Haken in WhatsApp gibt. Die sind ja dafür da, dass dem Versender angezeigt wird, dass der Versender die gesendete Nachricht auch wirklich gelesen hat. Ich hatte darüber vorgestern Abend geschrieben und einen richtigen Sturm auf meinen Blog ausgelöst. Bei Mobilenote hieß es, dass man nun Nachfragen befürchten darf, warum man denn trotz blauem Haken nicht antwortet. Na, Prost Mahlzeit. Aufgeschreckte Hühner, diese WhatsApp-Nutzer.

Also es ist ja nach wie vor so, dass es nicht wirklich eine Konkurrenz für WhatsApp gibt. Zum Beispiel das mitteldeutsche Chiffry ist bis jetzt nicht über das Beta-Stadium hinaus gekommen. Und so hat man sich irgendwie mit den offenen Datenschutzfragen bei WhatsApp arrangiert. Und nun noch die Sache mit dem blauen Haken. Es gibt etliche Leute, die da ziemlich erbost darüber sind. Aber die können sich gut und gern beruhigen. So schlimm ist das nun wirklich nicht.

Ich meine, selbst wenn irgendwer in einer Konversation blaue Haken anzeigt und damit signalisiert, dass er oder sie die Nachricht gelesen hat, ich kann doch nicht die sofortige Antwort fordern. Vielleicht ist gerade keine Zeit für eine Antwort oder was auch immer? Also diese ganze Hyperventilation sollte man abstellen.

Irgendwie ist doch das Ding mit den blauen Haken das Gleiche wie die Lesebestätigung bei Emails. Nur dass man das derzeit bei WhatsApp nicht abstellen kann. Und das ist der eigentliche Grund für die Aufregung. Und da kommt man auf die Idee, dass man anfängt merkwürdig zu handeln, und zwar so:

  • Eine Nachricht trifft bei WhatsApp ein
  • Man sieht das ja anhand der Vorschau
  • Man schaltet den Flugmodus ein
  • Dann liest man die Nachricht
  • Nun muss man WhatsApp wieder schließen
  • Und dann wird der Flugmodus wieder deaktiviert

Was soll die Aufregung eigentlich? Klar, es wäre gut, wenn der Nutzer entscheiden kann, ob er anzeigen will, dass er die Nachricht gelesen hat. Aber muss man nun solche Handstände veranstalten, um zu verschleiern, dass das Lesen erfolgt ist? Ich kann mir vorstellen, dass WhatsApp gegensteuern wird. Und wenn nicht, was soll’s? Es legt doch jeder Wert darauf, dass alles mögliche transparent ist. Und WhatsApp soll das nicht sein?

Klar, man kann das so machen, wie es oben geschildert ist. Aber wie viele Nutzer werden das wirklich so machen, wie ich es aufgeschrieben habe? Ernsthaft, das macht doch niemand auf Dauer. Oder?

Bildquelle: LoboStudioHamburg CC0 via Pixabay.de

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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